Hallo,
in den §§ 284 und 285 StGB ist die Strafe für unerlaubtes Glückspiel festgelegt. Wo aber ist die Definition für Glücksspiel festegelt.
Vielen Dank für die Antworten
Hallo,
in den §§ 284 und 285 StGB ist die Strafe für unerlaubtes Glückspiel festgelegt. Wo aber ist die Definition für Glücksspiel festegelt.
Vielen Dank für die Antworten
…beim Glückspiel wird die Entscheidung über Gewinn und Verlust nach den Vertragsbedingungen nicht wesentlich von den Fähigkeiten und Kenntnissen und vom Grade der Aufmerksamkeit der Spieler bestimmt, sondern allein oder hauptsächlich vom Zufall… § 284 Rn. 3 Tröndle / Fischer Kurz-Kom zum StGB
Hallo,
schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCcksspiel
Ansonsten, wie mans sich denken kann, stellen viele Kommentatoren und richterliche Entscheidungen immer wieder ganz grob auf folgende Formel ab:
„je mehr Zufall gegenüber der Geschicklichkeit die Entscheidung eines Spiels beeinflußt, desto mehr ist es ein Glücksspiel“
Grüße,
Dietmar
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
…beim Glückspiel wird die Entscheidung über Gewinn und
Verlust nach den Vertragsbedingungen nicht wesentlich von den
Fähigkeiten und Kenntnissen und vom Grade der Aufmerksamkeit
der Spieler bestimmt, sondern allein oder hauptsächlich vom
Zufall… § 284 Rn. 3 Tröndle / Fischer Kurz-Kom zum StGB
Hi,
genau, diese Bestimmung habe ich auch gefunden. Aber diese Bestimmung ist dehnbar wie Gummi. Wie siehts denn beispielsweise bei Skat aus. Da habe ich nach Erhalt der Karten die Möglichkeit zu spielen oder es zu lassen. Ist also gem. Definition Glücksspiel. Warum aber gibt es dann große öffentliche Turniere mit genügend Geldausschüttung.
Backgammon wäre demnach nicht ungbedingt ein Glücksspiel, weil nach fallen der Würfel, in der Mehrzahl der Fälle jedesmal wenigstens 5-6 Möglichkeiten bestehen die Steine zu ziehen, und somit der Gewinn/Verlust eines Spiels mehrheitlich vom Können des Spielers abhängt.
Viele Grüße
RedShoe
Holla.
genau, diese Bestimmung habe ich auch gefunden. Aber diese
Bestimmung ist dehnbar wie Gummi. Wie siehts denn
beispielsweise bei Skat aus. Da habe ich nach Erhalt der
Karten die Möglichkeit zu spielen oder es zu lassen. Ist also
gem. Definition Glücksspiel. Warum aber gibt es dann große
öffentliche Turniere mit genügend Geldausschüttung.
Der gute Skatspieler verliert mit schlechten Karten wenig und gewinnt mit guten Karten viel. Beim Roulette kann der größte Depp auf Erden den dicksten Gewinn einkassieren. Der Zufall ist bei reinen Glücksspielen das einzig bestimmende Element; bei überwiegenden Geschicklichkeitsspielen, wie Skat, ist die Betrachtung auf lange Sicht ausschlaggebend. Wenn Du (als angenommener Durchschnittsspieler) mit zwei Skatexperten an einen Tisch kommst, kann es passieren, dass Du als hoher Gewinner vom Tisch gehst - das passiert aber nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:n.
Ansonsten wäre nämlich auch Schach ein Glücksspiel, weil derjenige, der Weiß zieht, einen leichten Vorteil hat. Dennoch wirst Du gegen einen Großmeister bei 50 Spielen mit Weiß 49 mal die Hucke vollkriegen. Das 50. Spiel gewinnst Du nur, weil der Meister vor Langeweile eingeschlafen ist …
Gruß Eillicht zu Vensre
Hi,
Wie siehts denn
beispielsweise bei Skat aus.
gerade Skat ist ein Paradebeispiel für ein Strategiespiel.
Da ist das einzige Zufallmoment die Kartenvergabe, ab da geht es bei (guten) Skatspielern nur noch taktisch weiter.
Spiel mal mit einigermaßen guten Karten als Anfänger gegen zwei Spitzenspieler mit mäßigem Blatt und zähle anschließend Deine Punkte 
Gandalf