Angebot und Annahme
Von: , Frage gestellt am Mi, 15. Nov 2006
Moin,
ich grübele über folgende zwei Fälle:
1) Wenn ein Laden um die Ecke ein Produkt zu einem bestimmten Preis anbietet (Preis ist reell, also keine Schreibfehler etc.), dann ist dies ein "Angebot". Durch den Käufer, der an der Kasse das Geld dafür bezahlt, erfolgt die "Annahme" und somit kommt ein Vertrag zustande.
2) Wenn in der Zeitung eine Immobilie zu einem Preis X angeboten wird (vorausgesetzt, der Preis ist im Vergleich mit anderen Immobilien ebenfalls "reell", also kein Schreibfehler wie 3.000 statt 300.000): Gilt das schon als "Angebot"? D. h. könnte ein Interessent auf einem Vertragsabschluss bestehen? Oder könnte der Verkäufer es sich plötzlich anders überlegen und unter Hinweis auf andere Interessenten einen höheren Kaufpreis verlangen?
Dass ein Kaufvertrag für eine Immobilie vor einem Notar beurkundet werden muß, ist mir bekannt (falls das für die Antwort relevant sein könnte).
Interessant wäre daher auch die Abwandlung, wie Fall 2) auf Angebote, deren Abschluß nicht notariell zu beurkunden ist, anzuwenden wäre.
Wäre schön, wenn mich jemand aufklären könnte.
Gruß vom Wolf
