Fundsache?

Hi,

Herr A findet bei einer Reparatur seines 13 Jahre alten Autos das er vor 12 Jahren als Jahreswagen bei einem Vertragshändler gekauft hat einen kleinen Schatz.
Hinter der Instrumenteneinheit im Armaturenbrett war ein kleines Päckchen versteckt in dem sich 55 Stück 1000DM Scheine mit laufenden Nummern und 12 Stück 1000DM mit unterschiedlichen Nummern befanden.
Wären es Euroscheine hätte Herr A kein Problem damit.
Da es aber DM-Scheine sind müsste Herr A diese umtauschen was evtl. Probleme geben könnte, da Herr A nicht weis wo das Geld herkommt.
Es könnte vom Vorbesitzer sein, oder es wurde im Ausland unwissentlich als Kuriergut untergejubelt und konnte wie auch immer hinterher nicht mehr eingesammelt werden.

Muss Herr A den Fund Anzeigen?
Darf Herr A das Geld behalten?

nicki

OT
Herr A wird bei der Bundesbankfiliale aber nicht gefragt, woher das Geld ist.

Vorausgesetzt, wenn er clever genug ist, den Betrag aufsplittet und mithilfs verschiedener Personen in verschiedenen Filialen und an verschiedenen Tagen abgibt.

Da fällt mir gerade ein … vor ungefähr 12 Jahren hab´ ich einen ein Jahr alten Wagen in Zahlung gegeben …

Salü

HM

Hallo,

da Fundunterschlagung strafbar ist, und angesichts der Summe durchaus die Möglichkeit besteht, dass die Scheine registriert sind (könnten ja gerade die durchnummerierten Scheine aus einer Straftat stammen und insoweit mal registriert worden sein), besteht die gar nicht so geringe Möglichkeit dass beim Einlösen (auch einzelner Scheine) dann ein dickes Ende hinterher kommt, wenn man nicht gleich mit offenen Karten spielt. D.h. man kann natürlich zur Bundesbank gehen und dort die Geschichte erzählen, und wird dann im Falle des Falles keine Probleme haben (das Geld ist dann natürlich ggf. weg). Ist es da nicht registriert, geht man zum Fundbüro und erklärt die Sache da. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Woran aber kein Weg vorbei führt: Wenn jemand die Scheine bei der Bundesbank einlöst, werden die Seriennummern überprüft und wird man den Finder ausfindig machen, wenn die Nummern dort wg. Straftat registriert sind. Da DM-Noten auf jeden Fall auf schnellstem Wege dort landen und dies heute ja nicht mehr im normalen Geschäftsverkehr, sprich anonym, geschieht, geht man hier ggf. ein massives Risiko strafrechtlicher Verfolgung ein.

Gruß vom Wiz

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