Impressum Homepage

Hallo,

muss auf einer nicht gewerblichen Homepage ein Impressum vorhanden sein? Irgendwie sind die Informationen etwas verwirrend.

Beispiel:
Herr X bietet auf seiner (privaten) Homepage Beratung zum Thema Hundeerziehung an. Er ist gelernter Tiertrainer und macht die Beratung in seiner Freizeit. Muss er jetzt seine vollständige Adresse angeben? Was muss ins Impressum? Reicht in diesem Fall die E-Mail Adresse?

Ich denke, Herr X muss kein Impressum angeben, aber ganz sicher bin ich mir nicht.

Viele Grüße
Tato

Ja und guckst du hier wg. konkret
http://digi-info.de/de/netlaw/webimpressum/

Gruß

Stefan

Hallo,

Danke.
„Privaten Homepagebetreibern, die angesichts der ungeklärten Rechtslage auf Nummer Sicher gehen wollen, empfehlen wir ein Impressum, wie es unser Webimpressum-Assistent unter der Auswahl »Private Homepage« angibt.“
Ahh, es ist also gar nicht genau geklärt, daher finde ich verwirrende Angaben.
Nun, ist denn der o.a. Fall eine private Homepage? Ich denke schon, da der Hundetrainer Herr X zwar Hilfe und Beratung anbietet, aber kein Gewerbe betreibt (da er keine kostenpflichtigen Dienste anbietet).
Sehe ich das richtig?

Gruß
Tato

Hi Tato,

das is ja das Problem, dass im Moment keiner mehr was richtig sieht. Ich fand den Hinweis nicht schlecht, der ungefähr so klang:
Bist du nicht sicher, mach lieber ein ordentliches Impressum. Zwar passiert dir nix, wenn du nix Böses machst, aber wenn du dafür erstmal durch die Instanzen gejagt wirst, vergeht dir schnell der Spass.

Hat mich jedenfalls irgendwie überzeugt.

Gruß!

Horst

Haben Private was zu verheimlichen ???
Ich frage mich nur, warum sich so viele „Private“ dauernd gegen ein Webimpressum sträuben?

Wer eine Domain hat, dessen Adressdaten sind mehr als bequem über die DENIC abrufbar, also was soll’s … wer an eine Adresse kommen will, ist ganz sicher nicht auf ein Webimpressum angewiesen.

Und wer schon meint, im Web seine geistigen Ergüsse zu präsentieren, sollte auch dafür gerade stehen und sich nicht hinter anonymen Webseiten und Mailadressen verschanzen!

Ein Bekannter von mir hat seine Hobby-Website mit stinknormalen Fotogalerien abgemahnt bekommen; das hat ihn einige Hundert Euro gekostet - denn vor Gericht kam er mit dem „privat“ nicht durch! Selbst schuld, sag ich da nur. Wer schon „öffentlich“ im Web per Website auftreten will, muss dies auch konsequent tun oder sein lassen: also Impressum rein.

Annika

Rumkacken wollen, aber bloß…
…nicht dafür geradestehen!" Könnte man es nennen, was einem heutzutage immer wieder begegnet.

Hallo,

Ich denke, Herr X muss kein Impressum angeben, aber ganz
sicher bin ich mir nicht.

im Falle des Herren X ist der Fall so klar wie Kloßbrühe, wie er das im Übrigen auch in 99,99% aller anderen Fälle ist. Die Vorgaben des Gesetzes sind eindeutig, und es will mir nicht in den Kopf, warum es immer noch so viele Holzköppe gibt, die sich weigern, das zu verstehen. Es gibt bei dieser Frage im Grunde genommen nur zwei Punkte, die man abhaken muss:

  1. Teledienst oder Mediendienst?
    Da gibt’s selten was zu diskutieren. Auch die private Website „Mein Hund, mein Haus, meine Geschlechtskrankheit“ ist ein Teledienst.

  2. Geschäftsmäßigkeit?
    Auch das ist ziemlich einfach - alles, was auf dauerhafte Verfügbarkeit angesetzt ist, ist geschäftsmäßig. Also alles, was nicht nur kurzfristige Datenablage ist. Bei Mediendiensten ist sogar das egal.
    Und nochmal, weil auch das immer so schwer zu begreifen scheint: „Geschäftsmäßigkeit“ hat nichts, rein gar nichts, damit zu tun, ob jemand „damit“ auch nur einen Cent verdient.

Die Leute, die meinen, man bräuchte kein Impressum, gehören also in dieselbe Kategorie uninformierter Mitbürger, die meinen, es habe jemals einen „Internet Privacy Act“ gegeben, den Bill Clinton unterzeichnet hätte und der es Strafverfolgungsbehörden auch in Deutschland verbieten würde, alles folgende einzusehen.

Sie treffen sich dort mit denen, die aus irgendwelchen seltsamen Gründen, die vielleicht mit halluzinogenen Substanzen zu tun haben, glauben, das Landgericht Hamburg habe mal entschieden, man könne sich durch einen beschissenen Disclaimer von der Verantwortung für gesetzte Links freimachen.

Und sie müssen sich dort mit den Idioten rumärgern, die eBay-Kunden mit völlig unwirksamem Geschwafel von irgendwelchem EU-Recht rumzuplagen, durch das man angeblich gezwungen sei, Garantie explizit auszuschließen (was auch völliger Bullshit ist, aber über Garantie vs. Sachmängelhaftung findet sich genug in den FAQ, und wie man sich mit solchen Klauseln als Verkäufer im Zweifel selbst ins Knie schießt, soll bitte jeder, der sowas macht, selbst schmerzhaft erleiden).

Gruß,

Malte

PS: Ein Postfach ist nicht ausreichend für ein Impressum.
Ein Pseudonym ist auch nicht ausreichend für ein Impressum.
Die Hinterlegung von Kontaktdaten bei der DENIC ist auch nicht ausreichend für ein Impressum.
Das Gestalten eines Impressums in Form einer Grafik, oder in Flash, oder in Java, ist auch nicht ausreichend für ein Impressum.
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Steuernummer interessiert in einem Impressum keine Sau.

Ich frage mich nur, warum sich so viele „Private“ dauernd
gegen ein Webimpressum sträuben?

Wahrscheinlich wegen der gefürchteten Transparenz?
Es gibt genug Leute, die hier intime Rechts-, Steuer- oder Medizinfragen stellen und dann in der Vika ihre Homepage mit vollständigem Impressum haben. Nur mal so als Beispiel. Genauso könnte ich fragen, warum du keine Telefonnummer in deiner Vika angibst. Hast du etwa Angst, dass dich jemand anruft? :wink: Viele wollen halt anonym bleiben.
Selbstverständlich steht deine Telefonnummer auch im Telefonbuch, aber zu viel Transparenz muss ja auch nicht sein… Wer die Adresse herausbekommen will, findet sie auch, nur muss man ja nicht gleich jedem alles auf die Nase binden…

Gruß
Tato