Feinstaubplakette-Anwohner

Hallo zusammen,

die meisten werden es bereits gehört haben, dass ab Oktober das Fahren in bestimmten Zonen in den Innenstädten nur noch mit entsprechender Plakette erlaubt sein wird.

Nehmen wir mal an Autofahrer A wohnt in Stadt B und zwar dummerweise mitten im Stadtkern in der historischen Altstadt. Dort zahlt A auch seine Anwohnerparkgebühren.

Nun ist das Auto von A nicht mehr neu (kein Diesel und mit Kat) und wird die Plakette wohl nicht bekommen.

Ohne Plakette darf er aber nicht mehr zu seiner Wohnung und seinem gemieteten Parkplatz. Kann A dagegen irgendetwas tun (also außer ein neues Auto zu kaufen, Nachrüsten geht nicht)?Ist es zumutbar, dass A z.B Getränkekästen zur Staßenbahn schleppen soll (ja diese Antworten bekommt man von der Stadt auf solche fragen)?

Wird es Ausnahmeregelungen für Anwohner geben? Kommt A zumindest aus den Parkgebühren (auf 2 Jahre im Voraus bezahlt) raus? Oder hat A einfach Pech gehabt und sollte mit seinem geliebten Young-Timer einfach wegziehen?

Fragen über Fragen
Wobei mich die technische Seite nicht interessiert

Kein Grund zur Panik
A sollte erstmal abwarten, was tatsaechlich als Gesetz oder Verordnung in Kraft tritt. Den Wirbel um den Feinstaub gibt es schon seit etwa 2 Jahren. Immerwieder wird von verschiedenen Quellen angekuendigt, dass scharfe Verbote und Einschraenkungen unmittelbar bevorstehen. Tatsaechlich war das bisher nicht der Fall. Es gibt im Moment keinen Grund zu handeln, denn es steht noch nicht fest, wann wo welche Regelung eingefuehrt wird.

Ich bezweifle auch, dass es so einfach moeglich sein wird, Fahrverbote fuer bestimmte Fahrzeuge auszusprechen. Schliesslich sind diese Fahrzeuge bundesrechtlich allgemein zum Strassenverkehr zugelassen. Da waere es problematisch, wenn nun einzelne Staedte ihre eigenen „Abgasnormen“ schaffen.

Es waere zu ueberlegen, einfach so zu fahren wie einem das passt und es noetigenfalls auf ein Bussgeld ankommen zu lassen, gegen das man dann gerichtlich vorgehen und Verfassungswidrigkeit geltend machen kann.
Bis dahin wird es aber noch lange dauern. Selbst wenn noch dieses Jahr Fahrverbote in Kraft treten sollten, wird es sicherlich Uebergangsfristen geben, die es den Kfz-Eigentuemern ermoeglichen, ihre Fahrzeuge nachzuruesten.

Also: Relax!

Gruss
Christoph

A sollte erstmal abwarten, was tatsaechlich als Gesetz oder
Verordnung in Kraft tritt. Den Wirbel um den Feinstaub gibt es
schon seit etwa 2 Jahren.

Ja und noch immer kümmerts keinen, dass ein Benziner doch nicht am Feinstaub schuld ist, egal wie alt er sein mag…

Immerwieder wird von verschiedenen
Quellen angekuendigt, dass scharfe Verbote und
Einschraenkungen unmittelbar bevorstehen. Tatsaechlich war das
bisher nicht der Fall. Es gibt im Moment keinen Grund zu
handeln, denn es steht noch nicht fest, wann wo welche
Regelung eingefuehrt wird.

Naja da die Stadt schon nette kleine Briefe mit entsprechenden Ankündigungen rumschickt, mit konkretem Datum und den konkreten Vorschriften, dann kommt man schon ins grübeln…Und recht feststehend hört sich des auch an

Ich bezweifle auch, dass es so einfach moeglich sein wird,
Fahrverbote fuer bestimmte Fahrzeuge auszusprechen.
Schliesslich sind diese Fahrzeuge bundesrechtlich allgemein
zum Strassenverkehr zugelassen. Da waere es problematisch,
wenn nun einzelne Staedte ihre eigenen „Abgasnormen“ schaffen.

Das ist eigentlich meine Hauptfrage, geht das so einfach?

Es waere zu ueberlegen, einfach so zu fahren wie einem das
passt und es noetigenfalls auf ein Bussgeld ankommen zu
lassen,

laut Briefchen 40€ + 1Punkt

gegen das man dann gerichtlich vorgehen und
Verfassungswidrigkeit geltend machen kann.
Bis dahin wird es aber noch lange dauern. Selbst wenn noch
dieses Jahr Fahrverbote in Kraft treten sollten, wird es
sicherlich Uebergangsfristen geben, die es den
Kfz-Eigentuemern ermoeglichen, ihre Fahrzeuge nachzuruesten.

Das mit dem Nachrüsten geht ja leider nicht. Evtl noch eine Überprüfung der tatsächlichen Abgaswerte im gegensatz zu denen im Schein, aber ohne große Erfolgsaussichten…

Also: Relax!

Versuch ich ja, aber wenn doch, dann ist das ein echtes Problem…

Hallo,

dass ein Auto mit Kat überhaupt keine Plakette - noch nicht einmal die rote - bekommt, kann ich mir kaum vorstellen - siehe http://feinstaub.gtue.de

Nur Autos ohne (geregelten) Kat sind in der plakettenlosen Schadstoffgruppe 1. Alle anderen dürfen erst einmal „rein“, dann kann es nur noch bedarfsbezogene Fahrverbote im Anlassfall geben.

Ein Auto mit Kat sollte doch mindestens Euro 2 einhalten. Außerdem kann für kleines Geld bei vielen Benzinern mit Kaltlaufreglern eine Bessereinstufung erreicht werden.

An sonsten gibt es kein verbrieftes Recht, mit seinem Auto bis zu seinem Haus fahren zu dürfen.

Grüße
EK

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jedenTag treibt diePolitik ne neue Sau durchs Dorf
Abwählen diese Brüder, das wirkt am ehesten.

Ulf

Hallo auch,

Hallo,

dass ein Auto mit Kat überhaupt keine Plakette - noch nicht
einmal die rote - bekommt, kann ich mir kaum vorstellen -
siehe http://feinstaub.gtue.de

Doch doch und diese Page sagt das auch :wink: und rot und gelb gibts überhaupt NUR für Diesel! Benziner kriegt nur grün oder nix

Die geregelten Kats der ersten Generation müssen draußen bleiben. Das Autolein hat die Kennziffern 01 und das hat mich erstmal kalt erwischt, weil ich immer gedach hab „mit Kat werds scho gehen“ aber DENKSTE! Angeblich kann man die tatsächlichen Abgaswerte messen lassen und hoffen das die besser sind als der Schein sagt…

Nur Autos ohne (geregelten) Kat sind in der plakettenlosen
Schadstoffgruppe 1. Alle anderen dürfen erst einmal „rein“,
dann kann es nur noch bedarfsbezogene Fahrverbote im
Anlassfall geben.

Ein Auto mit Kat sollte doch mindestens Euro 2 einhalten.

nö leider nicht Euro 1 mit viel glück, aber eher Euro gar nix

Außerdem kann für kleines Geld bei vielen Benzinern mit
Kaltlaufreglern eine Bessereinstufung erreicht werden.

Noch mehr Salz in die Wunde…Mechaniker sagt nix da keine chance, wenn die neue Messung’s nicht rausreist dann hilft alles nix :frowning:
Technisch hab ich mich schon komplett informiert…

An sonsten gibt es kein verbrieftes Recht, mit seinem Auto bis
zu seinem Haus fahren zu dürfen.

A will ja gar nicht vor die Haustür, aber zum Parkplatz wär schon ned schlecht, oder zumindest ins Viertel wäre nett…

Grüße
EK

OT: Re: Feinstaubplakette-Anwohner
Diese ganze Diskussion bringt Dieter Nuhr auf einen Punkt:

Die die sich am meisten drueber aufregen sind diejenigen die dann am Abend mal schnell ein/zwei Schachteln Gauloises ohne Filter wegquarzen…

Hallo,

das ist ja übel. Denn in allen Veröffentlichungen steht, dass ein Benziner mit geregeltem Kat eigentlich nicht betroffen sein soll. Allerdings hat natürlich ein ganz altes Auto nicht die richtige Schlüsselnummer in den Papieren, da es damals noch kein Euro XY gab.

Wenn der Test auf Euro 2 nicht bestanden wird (woher weiß der Mechaniker, dass ein Kaltlaufregler nichts bringt? Schon mal bei ATU gefragt? Die haben die Dinger im Standardprogramm), hilft wohl nur mal ein neueres Auto oder eine neue Wohnung. Denn dass ein Rechtsbehelf gegen die Umweltzone selbst hilft, wage ich zu bezweifeln.

Grüße
EK

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

hilft wohl nur mal ein neueres Auto oder eine neue Wohnung.
Denn dass ein Rechtsbehelf gegen die Umweltzone selbst hilft,
wage ich zu bezweifeln.

Klar, ich kauf mir auch gleich mal eben so ein neues Auto…am besten aus der Portokasse.

Ehrlich, ich bin mal gespannt was passiert, denn bei mir geht´s drum dass ich nach 40km Anfahrt nicht in die Stadt fahren dürfte in der ich arbeite…ausser mit dem Motorrad (nahezu gleicher Motor, gleiche Leistung, gleicher Verbrauch)!!! *seufz*

Grüße
Mopedhexle

Hi nochmal,

das ist ja übel. Denn in allen Veröffentlichungen steht, dass
ein Benziner mit geregeltem Kat eigentlich nicht betroffen
sein soll. Allerdings hat natürlich ein ganz altes Auto nicht
die richtige Schlüsselnummer in den Papieren, da es damals
noch kein Euro XY gab.

Richtig!

Wenn der Test auf Euro 2 nicht bestanden wird (woher weiß der
Mechaniker, dass ein Kaltlaufregler nichts bringt? Schon mal
bei ATU gefragt?

Bringen würden die schon was, aber Autolein ist ein ziemlicher Exot (noch ~6 Stück in Deutschland) und den gibts einfach nicht.

Die haben die Dinger im Standardprogramm),
hilft wohl nur mal ein neueres Auto oder eine neue Wohnung.

Also bei der Auswahl… nehm ich die Wohnung weil Autolein wird mal ein seltener wertvoller Oldtimer :wink:

Denn dass ein Rechtsbehelf gegen die Umweltzone selbst hilft,
wage ich zu bezweifeln.

Grüße
EK