Versicherungstypklassen vs. Diskriminierung

Hallo,

in der BRD werden die Haftpflichtpraemien (groesstenteils) anhand der Unfallstatistik eines Automodells (Autos des gleichen Typs, Baujahres…) berechnet.

http://www.gdv.de/Hauptframe/index.jsp?oidl1=612&oid…

Aus den Statistiken ergibt sich das eine Person mit einem (meist alten) Auto vom Typ X ein hoeheres Unfallrisiko hat als eine Person mit einem (neueren) Auto des Typs Y.

Nun die Frage: Darf von einer Person nur weil er bzw. sein Kfz statistisch gesehen hoehere Kosten verursacht eine hoehere Praemie verlangt werden? Ueberschneidet sich das nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz (vor allem weil eine Kfz-Haftpflicht nicht freiwillig ist)

Meines Wissens gab es eine Entscheidung des Europ. Gerichtshofes dass Frauen keine guenstigeren Kfz-Versicherungspraemien (geringere Unfallraten) mehr bekommen duerfen (Gleichberechtigung) - wieso gilt diese Entscheidung nur fuer die Gleichberechtigung der Geschlechter, nicht aber die sonstige Gleichberechtigung von Personen?

Gruss

Desperado

Grundsätzlich erfolgt die Einstufung in die Typklassensysteme der Autoversicherung auf der Basis der realen Schäden und deren Kosten, die die Autoversicherer in den drei Vorjahren für die jeweiligen Fahrzeugtypen erstattet haben.

Das Diskriminierungsverbot ergibt sich nur aus einer Benachteiligung wegen des Geschlechts, der Rasse oder der Glaubenszugehörigkeit. Ansonsten dürfen die Versicherungen natürlich je nach Gefahrenpotential die Tarife festsetzen.

tach,

ebent *g*…wie sollten sie auch sonst adequat ihre Prämie berechnen. Und die Frauentarife bei der Kfz-V und Kranken-V haben ja auch eine real wirtschaftliche Begründung. Hier wird dann den Versicherung teilweise verboten, Prämien wirtschaftlich angemessen zu berechnen…

Hi,

Aus den Statistiken ergibt sich das eine Person mit einem
(meist alten) Auto vom Typ X ein hoeheres Unfallrisiko hat als
eine Person mit einem (neueren) Auto des Typs Y.

Das liegt einfach daran:
Ein Kfz-Typ, der schon seit Jahren am Markt ist, hat während dieser Jahre natürlich mehr Unfälle zu verzeichnen als ein gerade neu eingeführtes- auch dadurch dass halt mehr von diesem Typ auf der Straße sind.
Das gleiche gilt für Dieselfahrer. Damit ein Diesel sich lohnt, muss eine bestimmte Mindestmenge an Km abgespult werden. Dieser Durchschnitt liegt höher als beim Benziner. Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls liegt also dementpsrechend hönher bei erhöhter Km-Leistung

Gruß
BJ

Grundsätzlich erfolgt die Einstufung in die Typklassensysteme
der Autoversicherung auf der Basis der realen Schäden und
deren Kosten, die die Autoversicherer in den drei Vorjahren
für die jeweiligen Fahrzeugtypen erstattet haben.

MOin,

Das liegt einfach daran:
Ein Kfz-Typ, der schon seit Jahren am Markt ist, hat während
dieser Jahre natürlich mehr Unfälle zu verzeichnen als ein
gerade neu eingeführtes- auch dadurch dass halt mehr von
diesem Typ auf der Straße sind.
Das gleiche gilt für Dieselfahrer. Damit ein Diesel sich
lohnt, muss eine bestimmte Mindestmenge an Km abgespult
werden. Dieser Durchschnitt liegt höher als beim Benziner. Die
Wahrscheinlichkeit eines Unfalls liegt also dementpsrechend
hönher bei erhöhter Km-Leistung

Also das waere dann aber mit Abstand die am schlechtesten gefaelschte Statistik wenn jemand diese Dinge nicht beruecksichtigt!

Tip: Mal nicht strikt nach Alter vergleichen sondern nach den Personengruppen die diese Autos bevorzugt fahren :wink:

P.

Tip: Mal nicht strikt nach Alter vergleichen sondern nach den
Personengruppen die diese Autos bevorzugt fahren :wink:

P.

´Hey Super,
jetzt weiss ich, weshalb mein Massen-Diesel-Kombi genauso teuer in deer Versicherung ist wie mein seltener Sportwagen …
Habe beide Wagen bei der gleichen Versicherung gehabt.Gleiche Typklassen… im gleichen Jahr.

Öhh… neee… weiß ich doch nicht…

Sportwagenfahrer = jung und draufgängerisch (hoher Risikofaktor)
Kombifahrer = mittleren Alters, wegen Familie keine sportlichen Ambitionen, wegen Diesel auch Vielfahrer (hoher Riskiofaktor)

*lach* ich war damit also ein junger, risikofreudiger Fahrer mittleren Alters, der vorsichtig draufgängerisch viele Kilometer abspulte.

OK- Bestimmte Fahrzeugtypen werden bevorzugt durch junge risikofreudige Fahrer gefahren… andere Typen werden von „Hutfahrern“, die nur vorsichtig vor sich hin schleichen bewegt.

Und was ist mit dem Rest ?
Frauenautos werden von Männern bewegt.
Opas fahren Sportwagen
Stufenheck wird duch junge Fahrer gefahren
Mercedes wird nicht nur von Opas gefahren
Volvo zählt mehr zu sportlich als Familienauto
Passat ist nicht nur Vertreterauto

Naja… ich würd schon gerne mal bei so einer Typklassenfestlegung „Mäuschen spielen“