Hallo,
ich hoffe, diese Frage wurde nicht erst vor Kurzem gestellt und ich habe sie übersehen…
Mich würde folgender Fall interessieren: Es geht um eine alleinstehende Dame, die seit einigen Wochen krankheitsbedingt bettlägrig ist, die keine Angehörigen hat und deren Nachbarn Schicht arbeiten und selbst kaum den Straßendienst vor ihrer eigenen Tür leisten können. Ich habe den Dienst gestern und heute gemacht, weil ich Urlaub hatte, aber an sich wohne ich etliche Kilometer weg. So weit ich weiß, ist die Straße entweder eine Bundes- oder eine Landesstraße (also man muss bei allem, was man an der Straße verändern will wegen Grundstücksarbeiten eine Genehmigung beantragen). Die öffentlichen Parkplätze, die direkt vor dem Haus der Dame sind, werden nicht geräumt, dadurch schieben die wegfahrenden Autos den Schnee ständig wieder auf den freigeschaufelten Gehweg. Man könnte also ständig schippen.
Meine Frage dazu:
a) Muss sich die Dame darum kümmern, dass der Weg vor ihrem Haus frei ist auch wenn sie dies gesundheitlich nicht leisten kann?
b) Vorausgesetzt ja, was ist dann, wenn sie ins Krankenhaus muss und gar nicht in der Lage ist, dies vorher zu organisieren?
c) Was ist mit den Parkplätzen, für die eigentlich die Gemeinde verantwortlich ist. Muss sie jedes Mal dafür sorgen, dass geschippt ist - denn nach fast zwei Stunden sieht es schon nicht mehr geschippt aus.
Danke!!!
Gruß Chris
Meine Frage dazu:
a) Muss sich die Dame darum kümmern, dass der Weg vor ihrem
Haus frei ist auch wenn sie dies gesundheitlich nicht leisten
kann?
Dann müsste sie eben eine Firma damit beauftragen.
Das ist ja das Spaßige:
Der Bürgersteig ist nicht Eigentum des Hausbesitzers, sondern Eigentum der Kommune. Aber Schneeschippen muss man als Hausbesitzer vor seinem Haus in einer von der Kommune definierten Mindestbreite.
Wer das nicht tut, kann angezeigt werden und muss im Ernstfall Schmerzensgeld an einen Verunglückten zahlen.
Autoparkplätze müssen nicht geräumt werden. Wenn die Kommune sagt, dass sie nicht alles auf einmal räumen kann, ist das Pech für die Autofahrer. Sie können ja bei der nächsten Wahl den Bürgermeister abwählen.
Gruß, Dietmar
Hi,
das ist frech und für die Dame leider totales Pech. Ich würde mich wirklich ärgern, wenn ich da wohnen würde, denn man kann ja nicht den ganzen Tag Schnee schippen…
Gruß Chris
Hallo,
das ist frech und für die Dame leider totales Pech. Ich würde
mich wirklich ärgern, wenn ich da wohnen würde, denn man kann
ja nicht den ganzen Tag Schnee schippen…
wenn man nicht kann, kann man jemanden engagieren, der das kann und für das positive Ergebnis auch haftet. Bezahlen könnte man diesen jemand mit dem Geld, das man spart, weil die Stadt den Winterdienst nicht leistet und die gesparten Aufwendungen den Bürgern nicht in Rechnung stellt.
Gruß,
Christian
…bei dem bisschen Rente?
Dann würde ich sagen, dass die Stadt der Dame Geld dafür gibt, dass sie jedes Mal, wenn sie mit dem Auto raus will, vor einer zugeparkten Garage steht, die freigeschippt ist. Und da das Sommers wie Winters passiert, hoffe ich, dass deine Aussage ironisch aufzufassen ist, denn ich sehe darin nichts Gerechtes. Lieber zahle ich als Anwohner an die Gemeinde etwas und es herrscht Ordnung, als dass ich als kränkelnde alte Dame warten muss bis ich zum Arzt fahren kann, weil keiner auftaucht, dem das Auto gehört, das vor der Garage steht. Denn beim Absachleppdienst muss man ja auch erst mal Vorkasse leisten. Bin ich froh, dass ich Angehörige habe!
Gruß Chris
…bei dem bisschen Rente?
Sie hat doch ein Auto. Vielleicht ist es auf Dauer ja billiger, den Wagen zu verkaufen und hin und wieder mit dem Taxi zu fahren.
Dann würde ich sagen, dass die Stadt der Dame Geld dafür gibt,
dass sie jedes Mal, wenn sie mit dem Auto raus will, vor einer
zugeparkten Garage steht, die freigeschippt ist. Und da das
Sommers wie Winters passiert,
Polarkreis?
hoffe ich, dass deine Aussage
ironisch aufzufassen ist,
Ehrlich gesagt, warte ich darauf, daß Du die Auflösung präsentierst, denn mir fällt es schwer zu glauben, daß Du ernsthaft der Meinung bist, die Pflicht zum Winterdienst sei vom Gesundheitszustand abhängig.
Was wäre überhaupt, wenn sich der 23 Jahre alte Bodybuilder den Nacken verknackst hat und deswegen nicht räumen kann, weswegen sich wiederum eine alte kränkelnde Frau vor der Haustür tierisch auf die Fresse legt?
Gruß,
Christian