Hallo Experten,
was kann *praktisch* gegen Honorarforderungen eines
Rechtsanwalts getan werden, wenn durch seine lange
Untaetigkeit Nachteile entstanden sind?
Wie sind Erfolgsaussichten z.B. bei Schiedsstelle ?
Gruss,
Dix
Hallo Experten,
was kann *praktisch* gegen Honorarforderungen eines
Rechtsanwalts getan werden, wenn durch seine lange
Untaetigkeit Nachteile entstanden sind?
Wie sind Erfolgsaussichten z.B. bei Schiedsstelle ?
Gruss,
Dix
Hallo Dix,
was kann *praktisch* gegen Honorarforderungen eines
Rechtsanwalts getan werden, wenn durch seine lange
Untaetigkeit Nachteile entstanden sind?
Leider ist Deine Frage sehr pauschal gestellt, so daß ich Dir vorerst nur eine sehr allgemeine Antwort geben kann.
Grundsätzlich kämen in einem solchen Fall zwei Möglichkeiten in Frage: 1.) Haftung wegen Verzuges (§ 286 BGB) bzw. 2.) Nichterfüllung des Vertrages (§ 325 BGB). Auf der anderen Seite hast Du meines Erachtens nur eine Chance, wenn der Anwalt fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat. Um Genaueres zu sagen, bräuchte ich Antworten auf nachfolgende Fragen:
Wie sind Erfolgsaussichten z.B. bei Schiedsstelle?
Grundsätzlich nicht schlecht, wenn nicht die Anwaltshaftpflichtversicherung eintritt.
Vielleicht schreibst Du aber ein bißchen mehr zu dem Fall.
So long
Tessa
Hallo Tessa,
kurz: Trennung vor 6 1/2 Jahren, Scheidung vor fast 3 Jahren, bisher wurde weder Trennungs- noch Aufstockungsunterhalt bei Gericht eingeklagt, obwohl mir dieser (lt. Anwalt) zustünde. Beim Amtsgricht liegt seit fast 3 Jahren Geld herum (Zwangsver-steigerung des gemeinsamen Hauses wg. Auflösung der Gemeinschaft - Ex hat Haus ersteigert- auf Anraten meines Anwaltes habe ich den Gesamtbetrag bei Gericht hinterlegen lassen).Das Geld wird mit 1% verzinst. Bin zwar berufstätig, aber der Zinsverlust tut weh und ich schränke mich nunmehr seit 6 1/2 Jahren ein. Auf mein Drängen, etwas zu tun, reagiert mein Anwalt mit:„Sie kriegen für Ihr Geld z.Zt. doch eh keine Zinsen draußen“ oder er hat irgendetwas nicht gekriegt von mir, oder er kommt nicht dazu, meine Sachen zu bearbeiten, weil seine Mutter gestorben ist, ect., etc. Ich habe über ein Forum nun erfahren, dass nach 3 Jahren meine Ansprüche verjährt sind. Anwalt wurde deswegen angeschrieben und um Auskunft gebeten (2 x auch mit Fristsetzung) Ich kriege keine Antworten. Wenn ich einen Termin bei ihm habe und da dränge, höre ich: „Das machen wir…und das und das…“ und dann macht er nix. Und so geht das nun schon seit Jahren.
War 26 Jahre verheiratet, 3 Kinder (erwachsen), immer berufstätig, muss von meiner Rente ziemlich was abgeben, da Ex (selbstständig und bestens verdienend) für Alterssicherung erst nach der Trennung angefangen hat, vorzusorgen.
Was mache ich, wenn dieser Anwalt nun für seine Untätigkeit auch noch ein Riesenhonorar verlangt? Habe schon andere RA befragt, die halten sich bedeckt.
Wär froh, mal Genaueres zu erfahren.
Dix
Hi!
So wie´s aussieht solltest du dem Anwalt jegliche Vollmachten entziehen und einen anderen beauftragen!
Eventuell lohnt auch ein Schreiben an die Anwaltskammer…
Bernd
vorsicht!
solltest du es drauf ankommen lassen und dein „alter“ Anwalt gewinnt bzw. weist nach, daß er nicht untätig war, dann verlangen alter und neuer anwalt gebühren (und zwar jeder für sich!)
Daniel
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Hi!
solltest du es drauf ankommen lassen und dein „alter“ Anwalt
gewinnt bzw. weist nach, daß er nicht untätig war, dann
verlangen alter und neuer anwalt gebühren (und zwar jeder für
sich!)
Richtig, aber wenn mann es net drauf ankommen läßt zahlt man eine Gebühr, sieht aber nie was von seinem Geld!
Ich persönlich hatte einen Anwalt, der sich trotz Drängens 8 Monate net gemeldet hat und sogar zwischenzeitlich einen Prozeß verloren hat ohne daß ich es erfuhr und einen zweiten abgewickelt hat ohne mich zu informieren!
Da zahl ich doch lieber zwei Gebühren ;o)))
Bernd
Daniel
tach zusammen,
das erste Problem wird ja schon sein, einen Anwalt zu finden, der einen Prozess gegen einen Kollegen führen möchte. Ist ja schon erwähnt worden, dass andere Rechtsanwälte sich in dieser Sache nicht so eindeutig äußern wollten und sich bedeckt hielten.
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, oder wie war das doch???
Gruß
Dagmar