Was hält Deine Frau von dieser Möglichkeit?
Hi Thomas,
es ist klar, daß Deine Angetraute in den ersten Wochen Schwierigkeiten mit dem Gehen hat bzw. haben wird. Als absolute Expertin für Unfälle (hatte schon eine gaaaanze Menge, zwischendurch auch einen gebrochenen Fuß) kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß Deine Frau - trotz Krankschreibung - geschlagene drei Monate zu Hause erträgt. Sie ist ja in eigentlichem Sinne des Wortes NICHT krank. Deiner Frau geht es gut, nur der Knochen braucht Zeit, um zu heilen.
Als ich mir vor einigen Jahren in einer abenteuerlichen Aktion den Fuß gebrochen habe, habe ich - trotz des Vorschlag meines Docx - NICHT krankschreiben lassen, und habe weiter von zu Hause aus gearbeitet. Mit eMail, Fax, etc., ist es ja auch kein Problem. Lieber Himmel, was soll ich denn wochenlang zu Hause???!!! Da fällt einem die Decke auf den Kopf!
Sobald sie wieder zu Hause
ist, kann sie aber einen Teil ihrer Arbeit am Computer auch
von da durchführen.
Das ist doch heute kein Problem mehr. Wie gesagt: Laufen kann sie noch eine Weile nicht, aber eMail, Fax, Modem, Internet erledigen das Problem ruckzuck. Wenn sich Deine Frau mit Ihrem Chef einig wird, daß sie solange (Achtung: OHNE Krankschreibung!!!) von zu Hause aus arbeitet, sehe ich keinerlei Probleme, schließlich arbeitet Deine Frau nicht mit den Füßen. Telearbeit ist ohnehin absolut in.
Darf sie das überhaupt, auch wenn sie und der Arbeitgeber in
Umfang und Form übereinstimmen?
Nein, wenn sie krankgeschrieben ist, darf sie NICHT arbeiten.
- Wie steht es mit dem Geld, das die Krankenkassen nach Ende
der 6 Wochen zahlen müssen. Müsste nicht der Arbeitgeber das
Gehalt voll (oder zum Teil?) weiterzahlen.
Wenn Deine Frau trotz Krankschreibung arbeitet, ist der AG auf den ersten Blick erst einmal fein raus. Nach sechs Wochen springt die Krankenkasse ein. ABER ACHTUNG!: Passiert Deiner Frau während der AU ein „Arbeitsunfall“, wird dieser mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit NICHT von der Berufsgenossenschaft getragen.
Das Problem „krank/eigentlich aber doch nicht“ hatte ich bei mir im Büro schon öfters. Meistens haben wir uns dann darauf geeinigt, daß die Leute mit gebrochenenen Beinen oder einer ähnlichen Geschichte von zu Hause gearbeitet haben. Zu Hause kann man/frau ohnehin besser einschätzen, wann er/sie ein Päuschen ein- oder das Beinchen hochlegen muß. Funktionierte wunderbar.
Um ehrlich zu sein, bezahle ich doch lieber das volle Gehalt, auch wenn mit den Leutchen für ein paar Wochen auf Entfernung arbeiten muß. Ist ohnehin nicht so schlimm. Vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit für Deine Frau.
Ciao
Tessa
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