Zahlungsfrist für Übersetzungen

Hallo zusammen,

angenommen ein Übersetzer hat eine Übersetzung für ein Übersetzungsbüro in England ausgeführt und anschließend eine Rechnung mit Zahlungsfrist von 8 Tagen ab Rechnungsdatum geschickt. Das Übersetzungsbüro weist nun auf seine eigenen Zahlungsbedingungen hin - 30 Tage nach Lieferung. Vor Ausführung des Auftrags war nicht über Fristen gesprochen worden.

Wer hätte nun Recht bzw. was könnte der Übersetzer tun um seine Zahlungsfrist durchzusetzen? Gibt es hier rechtliche Grundlagen?

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten.

anna

Tach,

Wer hätte nun Recht bzw. was könnte der Übersetzer tun um
seine Zahlungsfrist durchzusetzen? Gibt es hier rechtliche
Grundlagen?

sofern der Übersetzer da vorher nicht drauf hingewiesen hat,
gibt’s auch nichts durchzusetzen. Das Büro dürfte mit seinen
ja zumindest vorher schon irgendwo niedergeschrieben gewesen
seienden Geschäftsbedingungen in der deutlich besseren Position
sein.

Meine (recht unfundierte) Meinung ist, dass sich eine
internationale Auseinandersetzung wegen drei Wochen Zahlungsziel
in dieser Position keinesfalls lohnt, und der Übersetzer diese
Zeit als Lehrgeld verbuchen sollte - hat er doch gelernt, sich
über so etwas zukünftig vorher Gedanken zu machen.

In kurz: Selbst Schuld.

Gruß,

Malte

Was sagt der Gesetzgeber?
Hallo Malte,

mich würde allerdings auch interessieren, wie hier der rein rechtliche Aspekt aussieht. Zwischen den beiden Parteien - Auftraggeber und Auftragnehmer - ist ja doch ein Vertrag zustande gekommen (Dienstleistungsvertrag?). Der AG geht von _seinen_ 30 Tagen Zahlungsziel aus, der AN von _seinen_ 8 Tagen. Keiner von beiden hat offensichtlich den anderen über _seine_ Bedingungen in Kenntnis gesetzt. Was würde denn nun wirklich gelten? Was sagt denn der Gesetzgeber in einem solchen Fall dazu? In Deutschland gibt es doch eigentlich immer eine Regelung für den Fall, dass nichts besonderes vereinbart wurde…

Gruß
(Woly)