Zur Zeit rät das Auswärtige Amt in Berlin von Reisen in die Westbank und nach Gaza dringend ab. Für reisen nach Israel selber wird höchste Vorsicht angeraten (wg. Attentaten etc.).
Welche Konsequenzen köännte es haben, wenn ich nun doch dorthin reise? Könnten im Ernstfall bestimmte Versicherungen (Kranken-, Unfall-, Lebensversicherung) die Zahlung verweigern?
Laß es doch. Die haben es doch nicht verdient, daß man Ihr Land besucht, wenn sie es für Touristen nicht erträglich gestalten, weil sie politisch unfähig sind.
Seufz…was soll ich nun damit anfangen…ich will das ja gar nicht für mich wissen, sondrrn eigentlich für eine Freundin, die demnächst mit einer Touri-Gruppe nach Israel fahren wollte und der Veranstalter will bisher trotz der Situation vor Ort die Fahrt nicht absagen…seufz…kann ich nun BITTE eine Antwort auf meine Frage bekommen??? Danke!
Schmarrn!
Hätte D es denn verdient, dass uns noch ein Tourist besucht? Siehe aktuelle Debatte über Warnungen in engl.-sprachigen Reiseführern?
Ich kenne jemanden, der gerad aus ISR wieder gekommen ist. Früher. Weil es einfach keinen Spass macht, seine freien Tage dort zu verbringen, wo andere ihr Blut für ihre Ziele vergiessen. Ne Menge Sehenswürdigkeiten sind einfach abgesperrt, als wärst du vor 15 Jahren in Westberlin und darfst nicht durchs Brandenburger Tor.
Und auf die Frage, ob die Versicherungen zahlen - kann Dir doch egal sein, wenn Du im Sack nach Hause kommst, oder?
hi,
imvho ist das ein kalssischer reiserücktrittsgrund, der ohne
große schwierigkeiten gerichtlich durchzusetzen ist. reise
mit hinweis auf das auswärtige amt einfach nicht antreten
und gleichzeitig etwaige anzahlungen zurückverlangen.
schadensersatzforderungen seitens deiner freundin sind nicht möglich.
cu
scope
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hi,
imvho ist das ein kalssischer reiserücktrittsgrund, der ohne
große schwierigkeiten gerichtlich durchzusetzen ist. reise
mit hinweis auf das auswärtige amt einfach nicht antreten
und gleichzeitig etwaige anzahlungen zurückverlangen.
schadensersatzforderungen seitens deiner freundin sind nicht
möglich.
cu
scope
Ok, das klingt für den Anfang ja ganz prima. Aber meine Frage lautet eigentlich: Was kann passieren, wenn sie doch mitfährt und dann etwas passiert? Wie ist das mit den versicherungen etc.?
Wenn du mir diese Frage noch beantwortest, bin ich (fast) wunschlos glücklich!
hi gerd,
mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit werden
versicherer jegliche leistung ablehnen. sie werden
zu recht argumentieren, daß ein schaden nicht eingetreten
wäre, wäre die reise nicht angetreten worden. als leistungsnehmer hat man eine unabdingbare schadensminderungs-
pflicht, insbesondere, wenn diese prophylaktisch wirken kann.
das bezieht sich auf kranken-, reisegepäck-, kaskoversicherungen
usw. außerdem kannst du davon ausgehen, daß es erhebliche schwierigkeiten bei krankenrückführung, einschaltung regionaler
auslandsvertretungen usw. gibt, weil diese dienste nicht
oder nur sehr beschränkt arbeiten. auch der devisentausch ist
u.u. nicht möglich. darüberhinaus werden in krisengebieten die
menschenrechte gesetzmäßig eingeschränkt. herbergen, hotels,
autoverleiher usw. funktionieren nicht. gruppenweises auftreten
wird von polizei oder militär unterbunden, der gesamte tourismus
funktioniert nicht. alles selbst erlebt. reicht das?!
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nachtrag zum thema israel:
hier liegt der fall nicht so klar. im reisevertrag nachsehen,
was dort als rücktrittgrund akzeptiert wird. der vertrag kann
aber auch ungültig sein, wenn er nicht der gängigen rechtssprechng entspricht. hier würde ich die örtliche verbraucherschutzorganisation fragen, die sind immer auf dem
neuesten stand, alternativ den adac, rechtsabteilung.
israel ist insofern gefährlich, weil dort zwar die sicherheit von reisegruppen zum politischen ziel erklärt wurde (darauf
wird sich der reiseveranstalter berufen), dies aber nicht umgesetzt wird bzw. werden kann. auch eine fahrt dorthin
ist bodenloser leichtsinn zur zeit. verfolge die presse, die
lage ist mehr als instabil.
Da dürfest nicht einmal mehr nach Südfrankreich oder Spanien fahren. Eine der höchsten Diebstahlsraten (Handtaschen,…) bezügl. Touristen haben zB die Kanarischen Inseln und ich persönlich fühlte mich in St. Petersburg und Moskau sicherer als in San Francisco, Belfast gehört zB zu den sichersten Städten der Welt für Touristen. Gefährlich sind Kristengebiete vor allem dann, wenn sich der Terror explizit gegen Touristen richtet, im Normalfall muss man nur aufpassen, dass man nicht zwischen die Fronten gerät.
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wenn ich die letzte Reportage im Fernsehen recht verstanden habe, dann ist das wohl gängige Praxis!
Touristen wird vom Besuch der Ostländer dringend abgeraten…