Moin moin,
theoretische Frage: Jemand möchte eine Wohnung verkaufen, findet nach langer Suche einen Käufer, mit dem ein Preis vereinbart wird. Man ist sich einig, aus diversen Gründen wird ein Notartermin erst für 2 Wochen später vereinbart.
Wenn Käufer kommen, kommen meist mehrere. In diesem Fall kommt zwei Tage nach der Absprache ein weiterer Käufer, der einen höreren Preis zahlen möchte. Der Verkäufer fühlt sich an die Absprache gebunden und lehnt den Verkauf gegenüber des zweiten Käufers ab.
Nun ruft eine Woche später Käufer eins an und teilt mit, dass er die Immobilie nun doch nicht kaufen möchte. Verkäufer fragt bei Käufer zwei nach, der hat aber auch kein Interesse mehr.
Nun ist ja kein gültiger Vertrag zwischen Verkäufer und Käufer eins zustande gekommen (Immobilienvertrag immer nur mit Notar!). Kann man einen Schadensersatz (Folgekosten, entgangenen Gewinn) aus irgend einer vorvertraglichen Pflicht des Käufers ableiten?
Wie gesagt, ist ein rein theoretischer Fall, kann aber durchaus passieren.
Gruß
ALex