Herr X ist der Nachbar von Y (leben in einer Siedlung) und ist ständig auf Ärger aus. Die Tochter von Y hat zwei Katzen.
Herr X hat nun seinen Rechtsanwalt eingeschaltet und Herrn Y eine Aufforderung geschickt einen 4stelligen Geldbetrag zu überweisen, da eine der Katzen des Y sein Auto zerkratzt haben soll. Sein Auto steht trotz einer Doppelgarage immer im Freien. In der Siedlung sind auch andere Katzen und Marder unterwegs.
Der Anwalt des Herrn X hat ein Gutachten beigefügt aus dem „nur“ hervorgeht, dass 3 - 4 schwache bis stärkere Kratzer am Auto sind (u.a. auf dem Kotflügel, auf der Motorhaube und am Spiegel).
Herr X behauptet Fotos zu haben, die zeigen, dass die Katze des Y auf seinem Auto sitzt.
Nun meine Frage:
Die Katzen gehören nicht Herrn Y sondern der (volljährigen) Tochter. Dies wurde dem Rechtsanwalt mitgeteilt und Y teilte dem Anwalt mit, dass er sein Schreiben als Gegenstandlos ansieht. Ist das so in Ordnung?
Können Katzen wirklich Kratzer auf Autos hinterlassen?
Gibt es Urteile hierzu (außer das Lüneburger Urteil vom Porsche…)?
Meiner Meinung nach ist das nur ein weiterer „Akt“ des Herrn X um Y zu ärgern.
Ich würde mich über sachliche Hinweise sehr freuen.
Können Katzen wirklich Kratzer auf Autos hinterlassen?
Jein. Also wenn sie nicht gerade Sand zwischen den Pfoten hat, ist es eher unwahrscheinlich, daß Kratzer entstehen, wenn es sich eine Katze auf dem Auto bequem macht.
Wenn sie sich nicht gerade erschreckt, wird die Katze noch nicht mal die Krallen einsetzen, wenn sie sich aufs oder vom Auto bewegt.
Mein Auto steht schon jahrelang draußen und ist - wie alle anderen Autos auf dem Parkplatz - ein beliebter Schlafplatz der Hauskatzen.
Kratzer habe ich keine und soweit ich weiß, auch die anderen Autobesitzer nicht.
Ob Katzen Kratzer am Auto hinterlassen können, ist wohl eher weniger eine Rechtsfrage. Grundsätzlich müsste der Halter, wenn dem so wäre, für den Schaden aufkommen. Allerdings wird das vor Gericht wohl an den Beweisen scheitern. Die Tatsache, dass eine Katze auf einem Auto sitzt, beweist ja nicht, dass sie einen Kratzer - auch wenn der wirklich da sein sollte - verursacht hat. Weder das Gutachten noch das Foto und nicht einmal die Zusammenschau der beiden dürfte hier zum Erfolg der Klage führen.
ich weiß garnicht ob ich diesen Sachverhalt ernst nehmen sollte? Das ist ja so ein Unfug. Darüber kann man eigentlich nur lachen. Also ich denke im Großen und Ganzen sind Fotos, wo eine Katze AUF dem Auto sitzt vor Gericht nicht haltbar. Wenn er ein Video hätte wo dies zu erkennen ist, wie sich die Katze über sein Auto hermacht wäre die Sachlage bestimmt anders. Also ich würde dem Katzenhalter raten sich einen Anwalt zu suchen. Den wird er so oder so brauchen.
Hallo Caty,
eigentlich finde ich so Nachbarschaftsstreit einfach nur furchtbar! Ich meine, als wenn es nix anderes auf der Welt gäbe als um Gründe zu suchen, andere Leute zu ägern! Naja…
Ein Video hat er angeblich auch gemacht - auf dem man sieht dass die Katze auf das Auto springt und wieder runterspringt. Na ich bin auf den Ausgang der Geschichte gespannt! Falls er recht bekommt (was ich nicht hoffe…) - werde ich es posten. Dann kann jeder der sein Auto im Freien hat, seinen Nachbarn verklagen um das Auto lackiert/poliert zu bekommen… *kopfschüttel*
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Also ich würde dem Katzenhalter raten sich einen Anwalt zu
suchen. Den wird er so oder so brauchen.
Davon würde ich an dieser Stelle abraten, denn der verursacht Kosten, die nicht vom Autobesitzer zurückverlangt werden können, und zu einer Klage wird es vermutlich doch eh nicht kommen - wenn aber doch, so würde es in diesem Fall doch immer noch reichen, einen Anwalt einzuschalten.
Alles kompletter Tinnef. Der müsste schon beweisen können, dass es eine Katze, und zwar diese eine bestimmte Katze, gewesen ist. Und selbst wenn, müsste er sich vorhalten lassen, dass er anscheinend seine Garage nicht benutzt. Und wenn er das nicht tut, nimmt er, gerade dort, wo Tierhaltung üblich ist, in Kauf, dass eben mal ein Hund dranstrullert, ein Vogel draufkackt oder ein Wasauchimmer dran kratzt. Gar nit ignoriern - spätestens der Richter, wahrscheinlicher aber noch der Anwalt bzw. seine Rechtsschutzversicherung, werden ihm den Puls fühlen.
Können Katzen wirklich Kratzer auf Autos hinterlassen?
Jein. Also wenn sie nicht gerade Sand zwischen den Pfoten hat,
ist es eher unwahrscheinlich, daß Kratzer entstehen, wenn es
sich eine Katze auf dem Auto bequem macht.
Nur leider hängt es vom Autotyp und von den Eigentümlichkeiten der Fellnase ab, welchen Weg sie wie beim Hochklettern benutzt.
Wir haben 2 solcher Minitiger, eine davon kann Türen öffnen. Das hat sie letztens auch genau so mit meinem Auto probiert und meinte dann (weil’s nicht klappte), über die Fahrertür aufs Dach zu gelangen.
Mit den Vorderpfoten also das Fenstergummi erwischt, daran hochgezogen und mit den Hinterpfoten mal kräftig nachgeschoben. CSI hätte seine wahre Freude an den Spuren.
Und - wie schon erwähnt - wer Katzen runterscheucht riskiert erst recht Kratzer.
Gruß Ulrich (IANAL)
Das ist keine Lüge sondern eine sachzwangreduzierte Ehrlichkeit. (Dieter Hildebrandt)
Hallo littlePanda,
kann nur beipflichten:
Habe selbst drei Fellnasen, eine davon schlüpft immer in die Garage und springt über Motorhaube und Dach des Autos ins Regal zum Schlafen,
wenn sie es sich nicht direkt auf der warmen Motorhaube bequem macht.
Die schmutzigen Tapsen sind eindeutig zu identifizieren, jedoch aber ich noch niemals Lackkratzer festgestellt.
Der gute Mensch soll sich nicht ins Bockshorn jagen lassen.
MfG BM
ja natürlich verursacht ein Anwalt Kosten. Das ist ja auch normal. Aber wenn der Anwalt des Nachbarn schon ein „böses“ Schreiben aufgesetzt hat, dann sollte sich auch ein Anwalt darum kümmern das bestimmte Punkte berücksichtigt werden. Wir im Forum können bestimmte Dinge doch garnicht zu 100% einschätzen. Wie das Schreiben aufgesetzt ist und und und…Ist jedenfalls meine Meinung.
Ja solche Leute haben anscheinend nix besseres zu tun als sich den ganzen Tag / Nacht damit zu beschäftigten anderen Leuten zu schaden und das (eventuell) auch unbegründet. Diese Geschichte ist ja schon reif für die „Bi…-Zeitung“. Schrecklich. Naja ich würde mich freuen, wenn du eventuell ein kurzes Statement dazu hier im Forum oder auf meine Mail abgeben könntest, was aus dieser Geschichte geworden ist. Würde mich schon interessieren
Katzen können unter ganz bestimmten Umständen Kratzer im Lack hinterlassen - und zwar wenn man, um sie nicht zu überfahren, in die nächste Mauer rauscht
Sonst sind Katzenpfoten a) sehr weich und gut geferdert und b) auch immer gut gepflegt. Also auch die immer gern herangezogene Argumentation mit Sand zwischen den Ballen greift nicht. Ich selbst bin Besitzerin von 4 Tiger light, von denen eine immer sehr gern auf der warmen Motorhaube hockt (ich fahre eine Felidae, für einen Jaguar fehlt das Geld…).
Auf meiner Motorhaube kann ich beim besten Willen keine Kratzer von Katzenpfoten finden, nur Steinschläge, Vogelmist und Fluggeziefer. Also behaupte ich glatt, daß das Auto bei ordnungsgemäßer und bestimmungsgerechter Benutzung im Alltag deutlich mehr leidet als unter eine Katze.
Und wer das nicht glaubt, kann ja mal mit den eigenen Krallen, Verzeihung, Fingernägeln über Lack kratzen. Das ist unangenehm und außer das das Horn leidet, passiert nichts. Auch Katzenkrallen sind nur aus Horn.
Und wenn das alles nichts bringt: Soll er doch mal beweisen, daß genau die Katze genau die Kratzer gemacht hat.
ja natürlich verursacht ein Anwalt Kosten. Das ist ja auch
normal. Aber wenn der Anwalt des Nachbarn schon ein
„böses“ Schreiben aufgesetzt hat, dann sollte sich auch ein
Anwalt darum kümmern das bestimmte Punkte berücksichtigt
werden.
Was Leavay meint, ist dass man sich den Anwalt solange sparen kann, bis es richtig „in Sachen“ geht. Bei so einer Angelegenheit können mir Anwälte Briefe schreiben, bis sie grinsen (der Auftraggeber zahlt erstmal!). Da reagiert man mal gar nicht drauf. Und wenn wegen irgendeiner Forderung ein Mahnbescheid eintrifft, wiederspricht man der erstmal! Danach hat man immer noch Zeit einen Anwalt aufzusuchen.
Und wer das nicht glaubt, kann ja mal mit den eigenen Krallen,
Verzeihung, Fingernägeln über Lack kratzen. Das ist unangenehm
und außer das das Horn leidet, passiert nichts. Auch
Katzenkrallen sind nur aus Horn.
vorher sollte man aber nicht vergessen, die Fingernägel so spitz zu feilen, wie es Katzenkrallen idR sind.
Eine Katze kann durchaus Kratzer im Lack hinterlassen, bspw. an den Radkästen, wenn sie sich an den Reifen die Krallen schärfen will. Ebenso, wenn sie vom Auto zu rutschen droht und sich festhalten will.
Hallo,
ich bin Otto-Normalverbraucher.
Aber mal im Ernst: Wenn man sich nicht sicher ist, kann man natürlich sich Beraten lassen. Kostet allerdings ca. 75€. Die müsste ich ggf. zurückfordern (mit extrem mäßigem Erfolg).
In sehr vielen Fällen allerdings, sagt einen der normale Menschenverstand doch ob die Person irgendwelche berechtigte Forderungen stellen kann. Wenn ich mir sicher bin, kein Unrecht getan zu haben, warte ich doch erstmal ab. Und dem gegnerischen Anwalt muss ich gar nichts erzählen oder beweisen. Und solange noch kein Prozess läuft, muss ich meine Anwaltkosten selber tragen. Und das wegen irgendwelche Querulanten? Nö!
Aber entscheiden muss das natürlich jeder für sich. So ein Forum kann da nur Anreize geben!
Andreas
eine Katze wetzt ihre Krallen am Radkasten?? Sowas hab ich ja noch nie gesehen… Ich denke, dass denen Bäume lieber sind und nur auf Autos springen um sich wärmen zu lassen, falls der Motor warm ist.
LG
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Das ist ja so ein Unfug. Darüber kann man eigentlich
nur lachen.
dto. !
Also ich würde dem Katzenhalter raten sich einen Anwalt zu
suchen. Den wird er so oder so brauchen.
Katzen sind zahme Haustiere und als solche in der Privathaftpflicht eingeschlossen. Der PHV melden, die wehrt bedingungsgemäss unberechtigte Ansprüche ab -notfalls auch gerichtlich- und für den VN kostenfrei.