Probeabonnement schriflich kündigen - per eMail ?

Hallo, wie wirksam bzw. anerkannt ist eigentlich mittlerweile der eMail-Verkehr ?
Der Sachverhalt:
Ich habe eine Zeitschrift probeweise abonniert. Bis zehn Tage nach Erhalt des zweiten Heftes kann ich das Abonnement schriftlich kündigen.
Die Frage:
Ist diese Bedingung erfüllt, wenn ich die Kündigung per eMail rechtzeitig absende ?
Schon mal vielen Dank für Eure Aufklärung, Rupert

Hi,
Prinzipiell geht das per e-Mail, wenn keine spezielle Form für die Kündigung im Vertrag vorgesehen ist (Achtung: „Schriftlich“ ist u.U. != eMail).
Aber, selbst falls man eine Kündigung per eMail in Betracht ziehen sollte: Die Beweislage ist dann ganz schlecht. („Hach, da ist nie ein Mail von Ihnen angekommen“).

Deshalb falls es eilt: Vorab per Fax und Original per Einschreiben verschicken, ansonsten nur Original per Einschreiben.
Gerade wenn es um das liebe Geld geht sollte man auf eine nachvollziehbare und vor allem nachprüfbare Aktenlage achten - und das heißt heute noch „Papier“.

Cheers Rossi

PS.: Zu diesem Thema finden sich auch einige Artikel im Archiv.

Hallo Rupert,

schriftlich ist das, was vor den Gerichten anerkannt wird - und das ist in der Regel dass, was von diesen selbst praktiziert wird. Fax geht also schon.

Der E-mail-Verkehr soll jetzt kraft Gesetzes - das Bundesjustizministerium hat dies zumindest angedacht - als formal zulässig für den Schriftverkehr vor Gericht anerkannt werden. Aber durch ist das Gesetz meines Wissens noch nicht.

Deshalb bleibt das von meinem Vorredner aufgeworfene Problem des Beweises des Zugangs eines e-mails, da muss ich nichts hinzufügen.

Gruß, BeBro

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich bin jetzt beim dritten eMail angelangt, wobei ich es jedesmal an die Abo-Verwaltung, an die Redaktion und wieder zurück an mich gesandt habe. Bei mir kam es immer wieder an: abgeschickt in GMX, angekommen in T-Online. Ja, das beweist nur den Abgang, aber ist das beim Fax wirklich besser ? Wenn das Gerät das Papier unleserlich ausspuckt (hatte ich schon mal), kann ich das Gegenteil doch auch nicht beweisen ? Gruß, Rupert

Hallo,

…, aber ist das beim Fax wirklich besser ? Wenn
das Gerät das Papier unleserlich ausspuckt (hatte ich schon
mal), kann ich das Gegenteil doch auch nicht beweisen ?

Das ist richtig, aber wie Bebro bereits ausgeführt hat, ist Fax-Kommunikation im geschäftlichen Verkehr inzwischen absolut üblich und ausreichend.
Geschäftlich wickle ich inzwischen fast alle (Kauf)verträge per Fax ab. Lediglich in Fällen, in denen mir meine Erfahrung sagt, es könnte vielleicht Schwierigkeiten geben (oder auch bei neuen Geschäftsverbindungen), vertraue ich immer noch der gelben Post. (Aber auch hier ist die Beweisproblematik nicht gelöst.)

Wenn jedoch Ärger absehbar ist, investiere ich in ein (Einwurf-)Einschreiben, auch wenn es eigentlich aus juristischer Sicht nicht erforderlich ist. Ganz nebenbei signalisiert man nämlich auch dem Gegenüber, dass die billigen Tricks, wie „Das war aber heute nicht in der Post“, nicht funktionieren. Außerdem sind die Mitarbeiter beim Posteingang dann auch sorgfältiger (Das war bei meinem Studentenjob bei einem größeren deutschen Handelsunternehmen jedenfalls so).

Grüße Rossi

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**Hallo,

ich möchte dir an dieser Stelle nur meine Erfahrungen schildern.
Verlag X (burdadirect.de)hat zum Beispiel schon mit einer automatischen Bestätigung reagiert, dass meine email angekommen ist. Einen Tag später kam dann auch schon die Bestätigung, dass das Abo zu dem und dem Datum/Heftnummer wunschgemäß eingestellt wird.

Verlag Y dagegen hat niemals eine Antwort geschickt und auch zwei Briefe unbeachtet gelassen. Nachdem sich dann schon die Zeitschriften in gleichmäßig wöchentlicher Lieferung bei mir stapelten, ich die Rechnung erhielt und dazu gleich noch eine Zeitung, für welche ich niemals ein Probeabo bestellt habe, habe ich dort angerufen und DAS an Telefonkosten investiert, was ich durch das kostenlose Testheft eingespart hatte.
Ich war immer ein Freund von solchen Testheftchen und Probeabos. Bisher hat auch immer alles reibungslos geklappt. Künftig werde ich hier jedoch etwas kürzer treten denke ich.

Frohes Kündigen

Katrin**