Preis klitzeklein

Hallo zusammen,

stellen wir uns mal folgenden Sachverhalt vor:

Frau, einigermaßen bewandert im Internet, sucht einen Online-routenplaner, findet einen und meldet sich an um diesen nutzen zu können. Sie geht durchs Anmeldeprozedere, klickt auf Agbs gelesen obwohl nicht gelesen. Was soll schon passieren? Routenplaner im Netz sind ja alle kostenlos.
Einen Monat später kommt dann die Rechnung von 59€ für drei Monate und diese Frau ist ziemlich erstaunt und schaut sich die Seite nochmal an.

Tatsächlich, wenn man gaaaanz runterscrollt, steht der Preis sehr klein geschrieben da rum.

Nun, werdet ihr sagen, erst lesen, dann anklicken. Strafe muss sein, aber ist so eine Masche erlaubt, das man erstmal den Preis suchen muss? Musser nicht groß und deutlich schon am Eingang oder so stehen?

So, nun auf mich einschlagen bitte. Habs verdient.

Viele Grüße
Elke

Die Zeiten in denen man nicht aus AGBs achten mußte sind lange vorbei.
Immer mehr Seiten versprechen z.B. irgendetwas kostenloses, verschweigen aber ggf. Horror-Bearbeitungsgebühr. Liebste Masche derzeit Das Gratis Kondom oder Gratis Erste Hilfe Set, bei denen man bei der Anmeldung gleich ein Jahresabo für 100 Euro bestellt.
Ich hoffe für dich, das du da wieder herauskommst (mit Anwalt?) oder weitere Tips dir hier weiterhelfen. Ansonsten zahlen, Abmelden (Hier die AGBs berücksichtigen und am besten SOFORT abmelden, damit man noch viel Zeit zu reagieren, falls keine Abmeldung kommt).
Und nächstes mal Google Maps nehmen und immer schön die AGBs durchlesen. Die Hinweise zu den Zahlungen stehen meistens unter „Kosten“ oder so und sollten schnell zu finden sein (sollten…).
Und vielleicht auch noch mal die Seite genau anschauen. Oft steht es nämlich doch irgendwo ganz klein, das es „nur“ 19 Euro im Monat kostet.

Tut mir Echt leid die Sache. Da hat man sowieso schon weniger Geld und dann kommen noch solche Schweine dazu… Ärgerlich.
Gruß
Andreas

Moin,

stellen wir uns mal folgenden Sachverhalt vor:

Frau, einigermaßen bewandert im Internet, sucht einen
Online-routenplaner, findet einen und meldet sich an um
diesen nutzen zu können. Sie geht durchs Anmeldeprozedere,
klickt auf Agbs gelesen obwohl nicht gelesen. Was soll schon
passieren? Routenplaner im Netz sind ja alle kostenlos.
Einen Monat später kommt dann die Rechnung von 59€ für drei
Monate und diese Frau ist ziemlich erstaunt und schaut sich
die Seite nochmal an.

Tatsächlich, wenn man gaaaanz runterscrollt, steht der Preis
sehr klein geschrieben da rum.

Im Gegensatz zum Vorschreiber bin (vermutlich nicht nur) ich der Meinung, dass sowas an bewußte Irreführung grenzt. Es gilt: nicht irre machen lassen und dickes Fell anziehen bzw. zulegen. Siehe dazu auch diesen Thread: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß,
Ingo

Hallo Ingo,

was soll ich sagen? Unter „Beispiele für Internetabzocke“ vom Verbraucherschutz online gestellt, rangierte meine Seite auf Platz 1.

Danke für den Link zum Thread.

Viele Grüße
Elke

Hallo,

warum wird eigentlich immer angenommen, dass im Internet alles kostenlos sei?

Überall muss man für Leistung und Ware bezahlen und keiner käme auf die Idee in der Kneipe ein Bier zu bestellen und sich dann aufzuregen, wenn er es bezahlen müsste…

Gruß

S.J.

Tatsächlich, wenn man gaaaanz runterscrollt, steht der Preis
sehr klein geschrieben da rum.

Nun, werdet ihr sagen, erst lesen, dann anklicken. Strafe muss
sein, aber ist so eine Masche erlaubt, das man erstmal den
Preis suchen muss? Musser nicht groß und deutlich schon am
Eingang oder so stehen?

Moin Elke,

was soll ich sagen? Unter „Beispiele für Internetabzocke“ vom
Verbraucherschutz online gestellt, rangierte meine Seite auf
Platz 1.

Dann scheint die Sache ja klar.

Danke für den Link zum Thread.

Gerne geschen. Ich wünsche Dir dann ein dickes Fell, welches man wohl auch brauchen wird, wenn man sich an den Handlungsleitfaden der Verbraucherzentralen hält.

Gruß,
Ingo

Hallo,

warum wird eigentlich immer angenommen, dass im Internet alles
kostenlos sei?

wird nicht angenommen, aber man darf annehmen das es auch klar und deutlich zu lesen ist, wenn man so eine Seite besucht.

Überall muss man für Leistung und Ware bezahlen und keiner
käme auf die Idee in der Kneipe ein Bier zu bestellen und sich
dann aufzuregen, wenn er es bezahlen müsste…

wenn ich in einer Kneipe ein Bier bestelle, weiss ich vorher, das ich es bezahlen muss.

Komische Vergleiche ziehst du da. Seltsam.

Viele Grüße
Elke

4 „Gefällt mir“

warum wird eigentlich immer angenommen, dass im Internet alles
kostenlos sei?

Weil, um bei diesem Beispiel zu bleiben, Routenplaner fast immer kostenlos sind, und weil auch das hier angenommene Angebot versucht, diesen Eindruck zu erwecken.

Levay

4 „Gefällt mir“

Hallo Elke,
Du bist nicht alleine darauf hereingefallen, es stehen tausende in den Jurablogs im Internet. Ich habe bereits eine Mahnung vom Inkassobüro mit Androhung „Schufa-Eintrag“.

Die Anwaltskanzlei findet man nicht im Telefonbuch, sondern nur auf einer Internetseite mit einer 0180 … Telefonnummer. Seltsam - aber zugelassen bei der Anwaltskammer Koblenz!

Hart bleiben und nicht bezahlen, erst wenn ein Mahnbescheid kommt, Widerspruch einlegen.

Liebe Grüße von Irma

Erstmal vorab: Ich könnt jedesmal wieder schreien, wenn ich hier die Beiträge lese, in denen zwar die „fiktiven Geschädigten“ zur Schnecke gemacht werden, aber kein Wort über diese (…okay, uralte) Betrügermasche verloren wird.

Also, eine fiktive Möglichkeit ist, anzugeben, dass irgendjemand sich vermutlich unter dem Namen der „Betroffenen“ dort angemeldet hätte, man also selber von nichts wüsste. Nach alter Masche würde man dann ein Schreiben bekommen, dass das okay ist, aber nun Strafanzeige erstattet würde, wegen Betruges, und man ja auch die IP-Adresse hätte. Dem kann man jedoch ganz gelassen entgegen sehen, da IP-Adressen zwar mitgeloggt werden können, ggf. seit dem ersten ersten sogar die Zuordnungen zu den Anschlüssen etwas länger vom Provider gespeichert werden müssen, aber diese vom Provider bestimmt nicht für solche Recherchen herausgegeben werden. Und selbst wenn man die Zuordnung, also den Anschluss wüsste, wäre da immer noch die Möglichkeit, dass ein Mitglied des Haushaltes, der WG, den PC missbraucht hätte. Wichtig ist ja,ob man selber einen Vertrag, eine Willenserklärung abgeschlossen hat, oder ob es eine fiktive Möglichkeit durch einen Dritten gab, dieses unter fremdem Namen zu tun.

Gruß,

Markus

Hallo Elke,

die liebe Frau soll sich mal hier umlesen:
http://www.verbraucherrechtliches.de/2007/03/16/it-n…

  1. ob der betreffende Routenplaner dabei ist.
  2. den Link über die Vertragsfallen anklicken und
  3. die dort erwähnte FAQ deachten

Gruß
Maja