Hallo S.J.
mich juckts einfach zu sehr in den Fingern, Deine Darstellung ist einfach zu falsch
also EU-weit kostet das, soweit ich mich erinnere, so um die 2500 Euro
der Preis ist abhängig von der Anzahl der Klassen und es ist auch nicht alles sofort fällig
und dauert ewig, weil jeder Hans und Franz in irgendeinem Land unberechtigt :Widerspruch einlegt.
Ob der Widerspruch berechtigt ist oder nicht, entscheidet immer noch das Markenamt … Außerdem, was würdest Du machen, wenn jemand eine Marke gleich/ähnlich zu Deiner anmeldet und Du Dich/Deine Geschäfte dadurch gestört fühlst? Ich denke mal, Widerspruch einlegen …
Das Problem ist, dass jeder Widerspruch in Allicante (EU Markenamt) bearbeitet :werden muss. Bei der letzten Marke, die ich angemeldet habe, hat das über 3 :Jahre gedauert, bis diese eingetragen und somit geschützt war.
Man muss halt wissen, worauf man sich einlässt und ob man sich das leisten kann. 3 Jahre sind bei einem Widerspruch keine ungewöhnlich lange Zeit und Alicante ist eh eines der am schnellsten und effektivsten arbeitenden Ämter
Ich möchte also gar nicht wissen, wie lange das international dauert und was :das kostet.
Bei vielen anderen Ländern (auch Deutschland) wird erst eingetragen und DANACH gibt’s für Dritte die Möglichkeit Widerspruch einzulegen und auch wenn ein Widerspruch anhängig ist hat man (erstmal) eine eingetragene Marke und somit Schutz.
Bei EU-Marken wird erst Widerspruch eingelegt und DANACH ggf. die Marke eingetragen (kleiner, aber feiner Unterschied)
Lohnt sich sowieso nur, wenn man wirklich international tätig wird. Aber :sicher muss man damit rechnen, dass immer unberechtigt Widerspruch eingelegt :wird. So kann es immer sein, dass ein Inhaber der Marke ZXY, die in Burkina :Faso für Waschmaschinen eingetragen ist, bei einer Anmeldung der Marke XYZ :für T-Shirts erstmal pauschal Widerspruch einlegt.
Der Inhaber der Marke ZXY kann aber nur in Burkina Faso Widerspruch einlegen. Und gegen XYZ für T-Shirts eher nicht, weil er das Verfahren nämlich sicher verlieren wird und die ganzen Kosten tragen muss
Liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit in Deutschland, sollte man die Marke :zunächst in Deutschland anmelden, auch wenn EU-weiter oder internationaler :Markenschutz die Marke in Deutschland sowieso schützt.
Eine Internationale Marke schützt aber nicht in Deutschland. Man braucht eine deutsche Basismarke, um überhaupt international anmelden zu können und hat dadurch natürlich Schutz in Deutschland, aber eine Internationale Marke gilt NICHT in Deutschland
Das sinnvolle an diesem Vorgehen ist, dass die Marke in Deutschland relativ :schnell eingetragen ist. Und was man hat, das hat man.
Sinnvoll ist es meistens, aber auch eingetragene Marken können durch ein Gerichtsverfahren gelöscht werden (wenn es auch schwieriger und teurer ist als mit einem Widerspruch)
GrußS.J.
Gruß schoko