Büttenrede

Angenommen, ein Büttenrede beinhaltet Verleumdungen??? Personen wurden namentlich genannt. Darf man das denn?
Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen, eventuell lustig und mit Witz umschrieben sein? Dürfen reale Namen überhaupt genannt werden?

Danke für eventuelle Antworten schon mal.
VG Marlies

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen

Nein. Das ist eben Satire.

.m

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen, eventuell
lustig und mit Witz umschrieben sein? Dürfen reale Namen überhaupt genannt werden?

Der Meinungsfreiheit wird in unserem Rechtssystem sehr große Bedeutung beigemssen, deswegen „darf“ man sehr viel sagen, bevor man in rechtliche (straf- oder zivilrechtliche) Schwierigkeiten kommt. Und bei einer Büttenrede sind die Grenzen mit Sicherheit noch weiter gesteckt.

Hallo!

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen

Nein. Das ist eben Satire.

Also, so einfach ist das bei weitem nicht. Wenn auf einer Betriebsfeier jemand in einer Büttenrede über Kollegen erzieht, ist das was ganz anderes, als wenn in vergleichbarer Weise in einer Fernseh-Büttenrede jemand über Merkel oder Stoiber herzieht.
Major

Hallo!

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen

Nein. Das ist eben Satire.

Also, so einfach ist das bei weitem nicht. Wenn auf einer
Betriebsfeier jemand in einer Büttenrede über Kollegen
erzieht, ist das was ganz anderes, als wenn in vergleichbarer
Weise in einer Fernseh-Büttenrede jemand über Merkel oder
Stoiber herzieht.

Das ist sicher richtig, ändert aber nichts daran, dass meine
Antwort auf diese Frage korrekt ist :smile:

Gruß,

Malte

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen

Nein. Das ist eben Satire.

Eine unwahre Behauptung ist m.E. keine Satire, oder liege ich ganz falsch??? Zumal eine Namensnennung erfolgte, die Rede erfolgte in der Öffentlichkeit vor ca. 500 Zuschauern bzw. Zuhörern…
VG Marlies

Hallo!

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen

Nein. Das ist eben Satire.

Also, so einfach ist das bei weitem nicht. Wenn auf einer
Betriebsfeier jemand in einer Büttenrede über Kollegen
erzieht, ist das was ganz anderes, als wenn in vergleichbarer
Weise in einer Fernseh-Büttenrede jemand über Merkel oder
Stoiber herzieht.

Unwahrheiten sind doch auch evtl. üble Nachreden… keine Satire.
VG Marlies

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen

Nein. Das ist eben Satire.

Eine unwahre Behauptung ist m.E. keine Satire, oder liege ich
ganz falsch??? Zumal eine Namensnennung erfolgte, die Rede
erfolgte in der Öffentlichkeit vor ca. 500 Zuschauern bzw.
Zuhörern…

Das kommt drauf an. Sollte jemandem so etwas passiert sein, kann
man natürlich zum Anwalt gehen und sich mal beraten lassen.

Mehr kann man m.E. hier nicht dazu sagen.

.m

Vom Umgang mit Büttenreden
Hallo, Marlies,
ob es denn regelrecht beleidigend war, müsste man anhand des Textes ermitteln. Satire - und zumal in Büttenreden - darf vieles und muss unter anderen Gesichtspunkten betrachtet werden als ernsthafte Äußerungen.

Immer noch gilt Erich Kästners Spruch: „Was auch immer geschieht: Nie dürft Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken!“

Als probates Gegenmittel hat sich erwiesen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, zu lachen und das Ganze zu ignorieren. Je mehr man sich drüber aufregt, desto eher kommt man in den Verdacht, dass am Ende an der Behauptung doch ein Fizzelchen Wahrheit sein könnte. Man muß sich nicht jeden Schuh anziehen.

Gruß
Eckard

Niemand nimmt die für bare Münze die Büttenrede
E.V liegt die Satiere ja gerade darin dass es nicht stimmte.

Es wird schwer sein - je mehr man sich aufregt um so schlimmer die Wirkung.

Je lauter der Aufschrei, um so besser der Treffer.

Helau

Rolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Marlies,

Angenommen, ein Büttenrede beinhaltet Verleumdungen???
Personen wurden namentlich genannt. Darf man das denn?

der Ursprung des Karnevals liegt auch darin, daß man zu dieser Zeit seinen Vorgesetzten (vulgo den Adeligen und Mächtigen, aber auch dem Klerus) ungestraft!!! die Meinung sagen durfte.
Da ging es zeitweise mehr als deftig zu.
Im Rheinland ist diese Tradition immer noch z.T. erhalten und Dinge, die in der Bütt gesagt werden, werden nun so gar nicht auf die Goldwaage gelegt.
Das mag für einen Immi zwar eigentümlich erscheinen (gelinde gesagt), ist aber so.
In vielen Fällen machen sich Vorgesetzte in Betriebsfeiern auch freiwillig zum Affen (ich erinnere mich an ein Ballet von Abteilungsleitern in rose Tutu zur Musik von Schwanensee) und am Aschermittwoch werden sie genauso respektvoll behandelt wie davor, wahrscheinlich sogar respektvoller.

Muss eine Büttenrede nicht der Wahrheit entsprechen, eventuell
lustig und mit Witz umschrieben sein? Dürfen reale Namen
überhaupt genannt werden?

Das wird ev.im Einzelfall zu prüfen sein, aber ich fürchte, die Person macht sich so (zumindestens im Rheinland) noch lächerlicher als es jeder Büttenredner je könnte.
Wir sind nun mal ein sehr eigenes Volk :wink:

Alaaf

Gandalf

Guten Abend.

Satire darf sehr viel, aber nicht alles. Es existiert in Deutschland ein Satiremagazin, das bereits mehrfach verklagt und in einigen Fällen tatsächlich zu einer Entschädigungszahlung an den Verhöhnten verurteilt wurde (Stichwort „Badewanne“).

Wenn ich in der Fastnachtszeit den Fernseher einschalte, scheinen mir unwahre Behauptungen über prominente Personen gang und gäbe zu sein. Einen Grund zur Klage scheinen die Verhöhnten regelmäßig nicht zu sehen (nicht zuletzt, weil die im TV übertragenen Büttenreden die Grenzen mehr oder minder harmloser Satire nicht überschreiten; insbesondere weiß jeder Zuhörer, dass es sich um unwahre Behauptungen handelt); sie nehmen’s mit Humor, weil Ihnen kein anderer Schaden entsteht, als dass ein Lacher auf ihre Kosten geht.

Um auf die Eingangsfrage zu antworten: Wenn der sich verleumdet Fühlende zu dem Schluss kommen sollte, er könnte den ihm seiner Meinung nach entstandenen Schaden im Nachhinein durch Beschreiten des Rechtswegs verkleinern (oder sich zumindest vom angeblichen Verleumder finanziell entschädigen lassen), sei ihm geraten, sich anwaltlich beraten zu lassen. Auf eine Frage in der vagen Form „In einer Büttenrede wurde Unwahres behauptet - soll ich klagen?“ lässt sich kaum vernünftig antworten. Ein Berater muss sich schon ein genaues Bild machen können, wenn er ausloten soll, ob im vorliegenden Fall die weit gesteckten Grenzen der „Satirefreiheit“ überschritten wurden und ob der sich geschädigt Fühlende Aussicht darauf hat, sich erfolgreich gegen die behauptete bösartige Nachrede zur Wehr setzen zu können.

Gruß,
Zeh_14

Hallo Marlies,

in einer Büttenrede (oder anderen ähnlichen Veranstaltungen wie TV-Shows)
darf sehr wohl auch namentlich „attackiert“ werden…

Wie unser höchstes Gericht es so schön beschreibt…
in einer Büttenrede (oder ähnlichem) wird nicht die tatsächliche Aussprache gewertet,sondern das,was der Künstler „zwischen den Zeilen“ als eigentliche Nachricht vermitteln will…
Berechtigte Kritik (auch wenn sie überzeichnet vorgetragen wird) ist ein
expliziter Bestandteil einer funktionierenden Demokratie.

Hallo Marlies,
darf sehr wohl auch namentlich „attackiert“ werden…

Hätte keiner etwas dagegen gehabt

Wie unser höchstes Gericht es so schön beschreibt…
in einer Büttenrede (oder ähnlichem) wird nicht die
tatsächliche Aussprache gewertet,sondern das,was der Künstler
„zwischen den Zeilen“ als eigentliche Nachricht vermitteln
will…
Berechtigte Kritik (auch wenn sie überzeichnet vorgetragen
wird) ist ein
expliziter Bestandteil einer funktionierenden Demokratie.

Hatte ja ausdrücklich erwähnt, das es eigentlich eine üble Nachrede war und nichts mit irgendwelchen Wahrheiten oder Kritik zu tun gehabt hätte.
Ansonsten hätte man es sicher komplett ignoriert.
VG Marlies

Hallo,

ich empfehle dir einmal,Karnevals-Sitzungen im TV zu verfolgen…
Prädestiniert sind da vor allem die in den Öffentlich-Rechtlichen Sendern…schau dir einmal dort die Gesichter der Prominten (vor allem der Polkitiker) an,wenn sie in der „Bütt“ heftig attackiert werden…:smile:)

Hier heisst es „Gute Miene“ zu machen…

Zumindest die Politiker finden das besser,als einen Prozeß anzustrengen und dann „amtlich“ bescheinigt zu bekommen,was für *********** sie sind…*grinz*…