Hallo Bröselchen,
also, hätten da nicht die letzten 10 Zeilen gestanden, würde ich sagen, dass dies eine gänzlich unadäquate persönliche Antwort auf eine sachlich gestellte Frage ist. Aber auch die letzten 10 Zeilen helfen wenig weiter.
Fakt ist: Kind ist Ergebnis eine ONS. Vater will in jeder Hinsicht Verantwortung übernehmen, wird aber an seinem Recht gehindert. Warum darf eine Mutter gegenüber einem erziehungsberechtigten Vater mehr Einfluss auf die Erziehung ausüben? Vater kann sich natürlich sagen: OK, ich liefere das Geld und habe das Kind halt nur alle 2 Wochen für drei Tage. Kann ja eine neue Familie machen. Zum Anziehen hat Kind genug, das soziale Schicksal kann ihm egal sein. Ist es ihm aber nicht. Die Fragestellerin ist ebenfalls ein Scheidungskind und auch „nur“ bei der sozialhilfeempfangenden Mutter aufgewachsen. Heute ist sie Akademikerin - Belehrungen über Liebe und Bildung etc. tun also nicht not. Aber der fehlende Kontakt zum Vater hat ihr gefehlt und heute widerfährt ihr und ihrem Partner als Erwachsene ein ähnliches Schicksal, worunter insbesondere der VATER SEHR leidet. Die Fragestellerin und ihr Partner sind der Meinung, dass auch Väter ihre Kinder öfter als 6 Tage binnen 4 Wochen sehen sollten, damit auch Väter die Liebe und emotionale Kompetenz an ihre Kinder weitergeben können.
Bröselchen, bei dir gab es beide Eltern - hier liegt der Fall anders und wüßtest du, dass dein Kind zwar über Potenzial verfügt, dieses aber schlichtweg nicht mal ansatzweise gefördert wird und man dich daran hindert, dein Kind zu sehen, dann würdest auch du wohl anders reagieren.
Die Mutti verfügt sicherlich über viel Liebe - die sie, als nicht Berufstätige, ihrem Kind ab 17.00 gibt, weil dieses nämlich in den Ganztagskindergarten geht, anstatt ab und an mittags mal beim Papa zu sein. Mutti geht dafür gerne rauchenderweise bei den ebenfalls nicht berufstätigen Freundinnen Kaffee trinken …
Mutti ist es wie in Bezug auf Schwimmkurs oder andere Förderungen sicherlich auch egal, welchen Berufsweg (ok, ist noch früh) das Töchterchen mal einschlägt, denn Mutti hat es ja auch ohne geschafft und vom Amt und Geld des Kindsvaters lebt es sich ja auch ganz gut.
Das ist doch gruselig, oder?
Und um das auch noch mal klarzustellen: Vati und neue Partnerin haben kein chinesisches Kindermädchen und wollen keinen Tennisstar - Kind x spielt, wenn es bei Vati ist, ebenso mit den Nachbarskindern und sonntags ist bei vielen Familientag. Kind x lebt beim Vater ein ganz normales Kinderleben - so normal, dass es schon fast wieder unnormal ist, denn bei ihm lernt Kind x auch „hautnah“, was Natur und Tiere sind (im Gegensatz zu so manchen Stadtkindern). Und das alles mit eine Würze mehr Verbindlichkeit - man philosophiert nicht beim Kaffee übers Schwimmen, man lernt Schwimmen!
KIGA und Schule liefern sicherlich eine Fülle an Förderungen - aus eigener beruflicher Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass diese auf gar keine Fall die Förderung der Eltern ersetzen kann und darf. Das ist schlichtweg nicht machbar und kein Elternteil sollte sich darauf ausruhen. Dagegen können Lehrer nicht gegenan arbeiten!
Um noch mal zu meiner eigentlichen Frage zurückzukommen und weil ich keine Juristin bin: Gibt es ein Umgangsrecht Gesetz, welches da besagt, dass das Verhalten von Mutti rechtens ist und welches die Rechte des Vaters derart beschneidet?
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