Paketfahrer: Vorwurf der Unterschlagung

Hallo,

ein Paketfahrer, der seit etwas über einem jahr bei einem bekannten Logistik Unternehmen fährt, bekommt Unterschlagung unterstellt. Der Sachverhalt ist folgender:

Auf der festen Tour des Fahrers sind 2 Pakete von hohem Wert verschwunden, ein Handy und ein Notebook. Das Unternehmen unterstellt dem Fahrer, dass er die Pakete selbst unterschrieben und unterschlagen hat (Diebstahl?). Der Fahrer hat diese Pakete allerdings weder selbst unterschrieben noch unterschlagen. Nun wurde dem Fahrer von seitens des Transportunternehmens eine Anzeige wegen Unterschlagung angedroht und Haus- und Hofverbot erteilt. Das Transportunternehmen hat dem Fahrer Zeit gegeben den Verlust dieser Pakete zu klären oder die Ware zurückzugeben. Ansonsten würde man ihn wegen Unterschlagung anzeigen.

Nun die Frage: Wie soll der Fahrer sich verhalten? Er ist sich keiner Schuld bewusst, macht sich aber sehr viele Gedanken darüber, was die nahe Zukunft bringen kann. Polizeiliche Vorladung zum Verhör? Wäre es sinnvoll einen Anwalt mit dieser Sache zu betrauen?

Vielen Dank für die Antworten.

Der Fahrer
hat diese Pakete allerdings weder selbst unterschrieben noch
unterschlagen.

Er ist sich
keiner Schuld bewusst, macht sich aber sehr viele Gedanken
darüber, was die nahe Zukunft bringen kann. Polizeiliche
Vorladung zum Verhör?

Wenn er sich keiner Schuld bewusst ist und überzeugt ist, dass er diese Tat nicht begangen hat, sollte er sich auch nicht allzu große Sorgen machen, da es dann auch keine Beweise gegen ihn geben kann.
Zur Polizei würde ich gehen und entsprechende Angaben machen; wieso auch nicht?

Wäre es sinnvoll einen Anwalt mit dieser
Sache zu betrauen?

Wenn eine Anzeige erfolgt ist, würde ich das tun. Bei einem Freispruch bekommst du ja das Geld für den Rechtsanwalt zurück.
(Wie die genauen Bestimmungen zu dieser Erstattung sind würde ich aber vorher nocheinmal genau klären.)
Weiterhin könnte der Anwalt auch klären, inwiefern das Haus- und Hofverbot und eine eventuelle Kündigung gerechtfertigt sind.

Unter Verdacht zu geraten, gehört leider zum Lebensrisiko. Aber wenn du unschuldig bist, würde ich mir da auch keinen zu großen Kopf machen. Alles wird denke ich auf die Unterschriften hinauslaufen. Ich würde man anfragen, ob du die dir mal anschauen kannst.

Hallo Paul.

Alles wird denke ich auf die
Unterschriften hinauslaufen.
Ich würde man anfragen, ob du die
dir mal anschauen kannst.

Welchen Nutzen könnte das haben?

Gruß,
Zeh_14

Welchen Nutzen könnte das haben?

Man könnte Gegenargumente gegenüber dem Arbeitgeber finden oder dem Ganzen irgendwie auf die Schliche kommen, ohne auf das Verfahren zu warten, was sich ja wahrscheinlich ziemlich lange hinziehen wird.