Hallo, Gemeinde.
Folgender hypothetischer Fall habe sich am letzten Montag zugetragen:
Im Supermarkt stehe ein älterer Herr mit seinem Einkaufswagen an der Kasse und werde von einem dahinterstehenden liebreizenden Vierkäsehoch als Rammbock für dessen Einkaufswagen benutzt, was dessen mutmaßlich erwachsene weibliche Begleitperson mit mahlenden Kieferbewegungen beglitte. Auf höfliche, in der Lautstärke allmählich eskalierende Hinweise erfolge keine Verhaltensänderung.
Hypothetischer älterer Herr ergreife selbiges Kind an der im Volksmund Schlafittchen genannten Stelle der Bekleidung und deponiere es (das Kind nämlich) in den bereitstehenden Behälter für Umverpackungen, mit welchselbigen er den Ableger noch dekoröre. Es erfolge zweistimmiges Geschrei, welches von dem älteren Herrn ignoriert werde.
Heute nun träfe ein Schreiben der örtlich zuständigen Behörde ein, mit der eher unhöflichen Bitte um Äußerung behufs des Verdachts der Körperverletzung bzw. Misshandlung Schutzbedürftiger.
Was hätte der Entsorger ggf. zu erwarten?
Gruß Eillicht zu Vensre
Lieber Eillicht,
hätte ich zu richten, wäre der Fall klar.
Der Entsorger hat von seinem Recht zur Selbstverteidigung (Abwendung eines körperverletzenden Angriffs zuungunsten seiner Hacken) durch eine Handlung Gebrauch gemacht, die verhältnismäßig, angemessen und wirksam eine weitergehende Beschädigung seiner Geh- und damit Handlungsfähigkeit verunmöglichte. Die kurzfristige Verbringung des unbotmäßigen Minderjährigen in ein eigentlich der Entsorgung von Verpackungsmaterial gewidmetes Behältnis ist im Verhältnis zu dem vorausgegangenen Angriff auf die körperliche Unversehrtheit des Beklagten als durchaus angemessen einzustufen, zumal einerseits sich keinerlei andere vorübergehende Aufbewahrungsmöglichkeit bot, zum anderen einer umgehenden Befreiung des Festgesetzten aus seiner Lage außer der fortgesetzten Äußerung von Klage- und/oder Schimpflauten von Seiten der Erziehungsberechtigten, nichts im Wege stand.
Die Klage ist abgewiesen. Die Kosten trägt die Klägerin.
Gruß
Eckard
Hallo Eckard,
mir wäre aber ein Richter suspekt, der ein Urteil fällt, ohne beide Seiten gehört zu haben. Nur um mal „devil’s advocate“ zu spielen, könnte die Aussage der Mutter so lauten.
Wir warteten in der Schlange vor der Supermarktkasse. Mein Sohn war unruhig, ist er leider immer, er braucht sehr viel Bewegung und hat seine Aktionen nicht unter Kontrolle (er besucht deswegen auch eine Ergotherapie). Er kam an den Wagen und stieß ihn dem älteren Herrn vor uns in die HAcken. Mir war das sehr peinlich, und deswegen hab ich einfach mal weggeguckt, ich wusste auch nicht, wie ich mich richtig verhalten soll. Der ältere Herr hat auch gleich böse gegrummelt und ich hab mich einfach nur weggewünscht. Dann ist mein Sohn nochmal an ihn gestoßen, ganz leicht und eigentlich auch nur, weil er dem hinter uns stehenden Einkaufswagen ausweichen musste. Und da ist der Mann vor uns unheimlich ausgerastet und hat meinen Sohn geschnappt und ihn in die Umverpackungsentsorgungstonne gestopft. Mein Sohn war total schockiert und verängstigt. Wir konnten bisher nicht mehr in diesen Laden gehen, weil er immer, wenn wir daran vorbeikommen sagt: „Da ist der böse Mann drin!“
Nur so als Gegengeschichte. Und du weißt ja: Auf hoher See und vor Gericht…
Könnte natürlich auch sein, dass die Dame sagt: Der alte Typ hat meinen Kleinen ohne Provokation da reingesteckt. Meine Freundin stand hinter mir, die hat auch nur gesehen, dass der Typ schon die ganze Zeit vor sich hingemurmelt hat und dann sich einfach umgedreht und meinen Sohn geschnappt hat.
Und dann?
Gruß
Elke
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Hallo Eckard,
mir wäre aber ein Richter suspekt, der ein Urteil fällt, ohne
beide Seiten gehört zu haben. Nur um mal „devil’s advocate“ zu
spielen, könnte die Aussage der Mutter so lauten.
Wir warteten in der Schlange vor der Supermarktkasse. Mein
Sohn war unruhig, ist er leider immer, er braucht sehr viel
Bewegung und hat seine Aktionen nicht unter Kontrolle (er
besucht deswegen auch eine Ergotherapie). Er kam an den Wagen
und stieß ihn dem älteren Herrn vor uns in die HAcken. Mir
war das sehr peinlich, und deswegen hab ich einfach mal
weggeguckt, ich wusste auch nicht, wie ich mich richtig
verhalten soll. Der ältere Herr hat auch gleich böse
gegrummelt und ich hab mich einfach nur weggewünscht. Dann
ist mein Sohn nochmal an ihn gestoßen, ganz leicht und
eigentlich auch nur, weil er dem hinter uns stehenden
Einkaufswagen ausweichen musste. Und da ist der Mann vor uns
unheimlich ausgerastet und hat meinen Sohn geschnappt und ihn
in die Umverpackungsentsorgungstonne gestopft. Mein Sohn war
total schockiert und verängstigt. Wir konnten bisher nicht
mehr in diesen Laden gehen, weil er immer, wenn wir daran
vorbeikommen sagt: „Da ist der böse Mann drin!“
Nur so als Gegengeschichte. Und du weißt ja: Auf hoher See
und vor Gericht…
Könnte natürlich auch sein, dass die Dame sagt: Der alte Typ
hat meinen Kleinen ohne Provokation da reingesteckt. Meine
Freundin stand hinter mir, die hat auch nur gesehen, dass der
Typ schon die ganze Zeit vor sich hingemurmelt hat und dann
sich einfach umgedreht und meinen Sohn geschnappt hat.
Und dann?
gibts ne Geldstrafe an ne Kindereinrichtung und bei nichtbezahlen ersatzweise Sozialstunden im Kindergarten
Die Variante halte ich für die realistischere 
Gruß
Elke
LG
Der Kater
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Allen Beteilogenen bestornenen Dank owT