Hallo Experten.
Also mal angenommen folgender Fall:
Ein Mann A gibt sich im Internet als Frau aus um die dortigen Typen, welche nur auf schnellen Cybersex aus sind, zu veräppeln.
Eines Tages trifft diese Frau auf einen Mann G, der sie sofort anbaggert und nach ein paar Stunden landen beide im virtuellen Bett.
Von dem Tag an sind Beide in diesem Internetspiel ein Paar. Mann G kauft Land in diesem Spiel und stellt es Mann A (von dem er immer noch ausgeht, es handele sich um eine Frau) zur Verfügung, bleibt aber Eigentümer mit allen Rechten und Pflichten.
Eines Tages macht Mann A nebenbei eine Bemerkung in der Art „muß gleich noch offline, meine letzten Euro in den Laden bringen, damit ich für’s Wochenende etwas zu Essen habe“. Mann G meint darauf „Wenn es dir finanziell so dreckig geht, unterstütze ich dich.“
Da Mann A ja schlecht sagen kann „Ja, schick mir das Geld, Schatz“, weil es sonst auffallen würde, daß er ein Mann und keine Frau ist, sagt Mann A „Da gibt es ein Problem. Ich habe einen Freund und der ist sehr eifersüchtig, er erlaubt mir noch nichteinmal mit Fremden zu telefonieren, wenn du mir aber etwas schicken möchtest, kannst du das gerne an meinen Bruder schicken.“ Mann A gibt Mann G seine eigene Adresse, die angeblich die Adresse „ihres“ Bruders ist.
Von da an schickt Mann G in regelmäßigen Abständen Geldbeträge per Einschreiben. Aber immer unaufgefordert, also aus freien Stücken.
In Zwischenzeit versucht Mann G, welcher Geschäftsmann ist, Kunden von der virtuellen Internetwelt zu überzeugen und verspricht Mann A das Blaue vom Himmel. Er schickt Mann A Kopien von Verträgen und verspricht, daß wenn es zur Vertragsunterzeichnung kommt, Mann A gerecht entlohnt wird.
Mann A, welcher seine Geschichte als Frau nur aufrecht erhält, da er das virtuelle Land nicht verlieren möchte, besteht darauf, daß er (sie) keine Geschenke möchte und das Geld nur akzeptiert, wenn Mann G es, wenn er mal einen Vertrag an Land ziehen sollte, mit dem Anteil von Mann A verrechnet. Dafür läßt Mann A auch über sich ergehen, Mann G in einem anderen Chat-client beim onanieren zuzuschauhen, gibt sogar an, heimlich an sich selber zu spielen (immer noch als Frau), aber dies so diskret wie möglich machen zu müssen, da „ihr“ Freund knappe 5 Meter von „ihr“ entfernt auf dem Sofa sitzt.
Mann G träumt davon, daß Frau ihren Freund verlässt und mit ihm zusammenkommt. Mann A schiebt es aus verständlichen Gründen immer wieder auf und zieht dann angeblich in eine andere Stadt um einen Job anzunehmen.
Seit diesem Tag ist Mann G am Boden zerstört und versucht fast täglich, Mann A dazu zu zwingen, ihn anzurufen. Langsam glaubt er, verarscht worden zu sein, und droht, Strafanzeige zu erstatten.
Mann A hat durch diverse Logfiles die Möglichkeit nachzuweisen, daß Mann G das Geld immer aus freien Stücken geschickt hat, Mann G hat sogar einmal erwähnt, daß es Schwarzgeld sei, da einige Kunden von ihm keine Rechnung wollten.
Nun erpresst Mann G Mann A und fordert, daß „Sie“ ihn anrufen soll. Geschieht dies nicht bis zu einem gewissen Datum, will Mann G Strafanzeige erstatten. Mittlerweile besteht er darauf, daß er das Geld nur geschickt hat, weil er die „Frau“ liebt und da es ja noch keine Verträge gegeben hätte, stünde „Frau“ ja auch kein Geld zu.
Sollte Mann G wirklich Strafanzeige erstatten, was kann Mann A im schlimmsten Falle passieren?
Kann Mann A, sollte es zu einem Verfahren kommen, Gegenanzeige wegen versuchter Erpressung erstatten?
Was meinen die Experten dazu?
Gruß
Sticky


