Preisminderung bei Internetzugängen?

Hallo,

angenommen jemand hat einen DSL-Anschluss und der Provider verspricht **bis zu 16000kbit/s es existiert noch ein günstigerer 6000kbit/s Tarif. Der Kunde hat also den 16000er Tarif und bekommt aber weniger als 6000kbit/s.
Besteht dann die Möglichkeit für den Kunden den Preis zu mindern? Oder ist der Provider durch das „bis zu“ so weit abgesichert, dass er bei dem 1600er Tarif sogar weniger geben kann als bei dem 6000er Tarif?
Ich bedanke mich schonmal.

MfG
Mathze**

Moin, Mathze,

Oder ist der Provider durch das „bis zu“ so weit
abgesichert, dass er bei dem 1600er Tarif sogar weniger geben
kann als bei dem 6000er Tarif?

so ist es. Der Provider „gibt“ übrigens nicht, sondern stellt einen Kanal zur Verfügung, der die angegebene Menge übertragen kann. Nirgends steht, dass auf dem Kanal nur 1 Teilnehmer sitzen darf; sind also mehrere Teilnehmer zur gleichen Zeit unterwegs, dann teilen sie sich die Kapazität. Deswegen heißen sie ja Teilnehmer :smile:1

Gruß Ralf

1 OK, meine Scherze waren schon besser.

Hallo,
was steht den genau im fiktiven vertrag?
gruss

Oder ist der Provider durch das „bis zu“ so weit
abgesichert, dass er bei dem 1600er Tarif sogar weniger geben
kann als bei dem 6000er Tarif?

so ist es.

Irgendeine Grenze muss es ja wohl geben (wo immer die liegt und wie immer sie aussehen mag). Andernfalls hieße das: Mein Provider bietet mir einen Tarif für „bis zu 16000 Mbit“, stellt aber nur eine Anbindung mit 100 kbit zur Verfügung, natürlich mit einem 2-Jahres-Vertrag, aus dem ich nicht herauskomme. So kann’s wohl nicht sein.

Moin,

da müsste man im Vertrag suchen. Aktuell habe ich gerade bei einem Provider DSL 16000 beantragt der zusichert mindestens DSL 6000 zu bieten, ansonsten käme der nächstniedrigere Tarif zum Tragen.
Sollte es der Provider sein, der zur Zeit das „blaue Wunder“ verspricht wäre ich vorsichtig.

Gruss Jakob

Sollte es der Provider sein, der zur Zeit das „blaue Wunder“
verspricht wäre ich vorsichtig.

Blau wäre es wohl, ein Wunder wohl kaum.

Einen Vertrag hab ich nicht zur Hand, ist ja wie gesagt auch der Vertrag von irgenjemandem. Da könnte man also überhaupt nichts machen?

Moin,

da bin ich überfragt. Ich kenne die einzelnen Passagen bei den Providern nicht. Aber in den meisten AGB steht „eine bestimmte Zugangsbandbreite wird nicht gewährleistet“.
Es ist Nepp, aber kein Betrug. Artikel dazu?
http://www.stern.de/tv/sterntv/:Langsame-Leitungen-D…

Gruss Jakob

Moin, hirse,

Irgendeine Grenze muss es ja wohl geben (wo immer die liegt

die liegt nicht, sondern steht - in den AGB, und zwar windelweich:

_ Maximale Bandbreite

Der Kunden muss zur Kenntnis nehmen, dass Bandbreitenzusagen im Vorfeld sich nur auf eine errechnete, voraussichtliche Anschlussbandbreite beziehen können. Eine genaue Aussage zur erzielbaren maximalen Anschlussbandbreite ist erst möglich, nachdem der Anschluss geschaltet wurde und sich das DSL-Modem mit dem DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer, d. h. einem Sammelpunkt für entbündelte Breitbandanschlüsse) synchronisiert hat._
Von einer minimalen Bandbreite ist in den AGB nicht die Rede.

Gruß Ralf

die liegt nicht, sondern steht - in den AGB, und zwar
windelweich:

Von einer minimalen Bandbreite ist in den AGB nicht die Rede.

Wie gesagt, das kann ja wohl kaum bedeuten, dass eine untere Grenze nicht existiert, nur weil die nicht in den AGB steht. Denn somit wäre der Kunde nach Vertragsschluss gezwungen, jeden beliebigen Extremfall zu akzeptieren, bis hin zu Geschwindigkeiten, mit denen der Zugang zum I-net zwar prinzipiell gegeben, aber angesichts heute üblicher Datenvolumen nicht mehr praktikabel ist.

Wie gesagt, das kann ja wohl kaum bedeuten, dass eine untere
Grenze nicht existiert, nur weil die nicht in den AGB steht.

Die Frage ist nicht, was wir für möglich halten, sondern was der Provider zusichert. Ich habe bislang nichts gefunden. Du?

Selbst das Versprechen, (Zitat aus Jakobs Artikel) „mindestens DSL 6000 zu bieten, ansonsten käme der nächstniedrigere Tarif zum Tragen“, steht auf dünnen Beinchen. Da müsste der Kunde schon nachweisen, dass er dauernd unter 6000 liegt. Wie macht er das?

Gruß Ralf

Die Frage ist nicht, was wir für möglich halten, sondern was
der Provider zusichert. Ich habe bislang nichts gefunden. Du?

Nein, darum geht es ja. Wir drehen uns im Kreis. Der Provider sichert gar nichts zu, gibt aber eine Zahl von „bis zu 16000“ vor. Diese Vorgabe würde er bereits dann erfüllen, wenn er nur 1 kbit effektiv zur Verfügung stellt, das wäre dann ein sechzehnmillionstel des angegebenen Maximums und in der Praxis unbrauchbar. Es ist nicht anzunehmen, dass er damit durchkommt. Dennoch würde es formal dem Angebot entsprechen.