Ein Käufer telefoniert mit einem Verkäufer um eine bestimmte Sache zu bestellen. Am Telefon einigen sich die Personen ( auch über einen Preis des Produkts ) und der Verkäufer bestellt die Ware.
Am tag der Abholung jedoch bekommt der Käufer einen Schock. Die Ware ist viel teurer als am Telefon ausgemacht( Abzocke ? ) und weigert sich diesen Preis zu zahlen.
Der Verkäufer weisst darauf hin das der Käufer sich bereit erklärt hat die Ware zu kaufen wenn sie bestellt wird. Der Käufer wiederum erklärt dem Verkäufer das niergendwo ein Preis vereinbart wurde und somit dieses überzogene Angebot nicht bezahlen wird
Wer bekommt im Falle eines Streits nun Recht ? ein schriftlicher Vertrag liegt nicht vor.
Nachfrage
Verstehe ich es recht, dass über den Kaufpreis überhaupt nicht gesprochen wurde? Wovon ging denn der Käufer dann aus? Konnte man irgendwelche Rückschlüsse auf den Kaufpreis ziehen? Ohne Kaufpreisabrede ist kein Kaufvertrag zustande gekommen, denn es handelt sich hierbei um einen wesentlichen Vertragsbestandteil.
Und insbesondere kann der Richter natürlich auch sagen, dass er nicht weiß, was er glauben soll (non liquet). Dann verliert derjenige, der die Beweislast trägt, das ist hinsichtlich des Kaufpreises der Verkäufer.