Hallo!
Weiß jemand, ob es Pflicht ist, dem Käufer eines Verkaufsanhängers vorm Kauf zu sagen, dass dieser schon einmal einen Unfall hatte?
Konkreter Fall: Jemand hatte mit einer Firma, die Anhänger vertreibt, mehrfach wegen des Kaufs eines solchen telefoniert. Es war keine Rede von einem Unfall oder ähnlichem. Erst als die Person zur Firma hinfuhr, um den Anhänger zu besichtigen, sagte man ihr in einem Nebensatz, dass der Anhänger schon mal umgefallen sei und einen Totalschaden gehabt habe.
Dafür war diese Person 600km (eine Strecke) gefahren und hatte auch übernachten müssen.
Und es ging um die Summe von 6000,- Euro.
War das richtig, dass man es ihr erst so späte gesagt hat?
Und muß es dann nicht im Kostenvoranschlag stehen, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt?
Danke für Eure Antworten!
Also, den Verkäufer jetzt irgendwie dazu zu verpflichten die entstanden Kosten zu übernehmen, weil er nicht sofort gesagt hat das der Anhänger einen Unfallschaden hat dürfte schwierig wenn nicht sogar unmöglich sein. Er hat ja vor dem direkten Verkauf darauf hin gewiesen, oder haben Sie ihn vorher schon gefragt und haben das schriftlich?
Beim nächsten mal: VORHER Fragen!
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das hört sich nach verschulden bei vertragsabschluß an, da der verkäufer eine eigenschaft, die er als wichtig ansehen mußte, bis zu letzt verschwiegen hat.
das hört sich nach verschulden bei vertragsabschluß an, da der
verkäufer eine eigenschaft, die er als wichtig ansehen mußte,
bis zu letzt verschwiegen hat.
wann genau war denn deiner Meinung nach der Vertragsabschluss? Ich denke nicht, dass dieser schon telefonisch erfolgte. Angebot und Annahme erfolgten vermutlich erst bei Besichtigung. Und erst da müsste der VK alle Eigenschaften wahrheitsgemäß nennen. Wenn vorher nicht gefragt wurde, sehe ich den VK nicht in der Verantwortung.
Ein guter Einwand, aber man könnte sich hier angesichts der weiten Entfernung schon fragen, ob nicht ein Fall der c.i.c. vorliegt; letztlich ist das wohl Ansichtssache.
Ein guter Einwand, aber man könnte sich hier angesichts der
weiten Entfernung schon fragen, ob nicht ein Fall der c.i.c.
vorliegt; letztlich ist das wohl Ansichtssache.
die wesendliche Frage ist wohl dabei, wusste der Verkäufer von den 600 km? oder wurde nur gefragt, kann man den sich ansehen und kaufen?
vorallem, wenn der Anhänger unter dem marktüblichen Preis liegt ( was ja schon eine so weite Anreisebereitschaft vermuten lässt) wieso hat der Käufer von sich aus nicht nachgefragt?
Ja, der Verkäufer wußte von der weiten Entfernung und auch davon, dass der potentielle Käufer dafür extra übernachten mußte, also relativ hohe Kosten hatte.
Der potentielle Käufer hatte vorher lediglich nach dem Allgemeinzustand des Anhängers gefragt. Und darauf die Antwort bekommen, er sei noch recht gut in Schuss.
Der Grund, warum der Interessent so weit gefahren ist, liegt nicht am günstigen Preis, sondern daran, dass es solche Anhänger so gut wie gar nicht auf dem Markt gibt.
Grüße,
Antje
die wesendliche Frage ist wohl dabei, wusste der Verkäufer von
den 600 km? oder wurde nur gefragt, kann man den sich ansehen
und kaufen?
vorallem, wenn der Anhänger unter dem marktüblichen Preis
liegt ( was ja schon eine so weite Anreisebereitschaft
vermuten lässt) wieso hat der Käufer von sich aus nicht
nachgefragt?