GEMA-Gebühren

Hi,

auf Videorecordern, CD-Brennern, Tape-Decks sowie die entspr. Medien werden ja diese GEMA-Gebühren erhoben.

Was hat denn das für eine rechtliche Grundlage?
Wenn ich ein Tape-deck kaufe um meine Hausmusik aufzunehmen (und nur dafür), warum MUSS ich dann diese Gebühr mitbezahlen?
Es wird hier doch davon ausgegangen, daß ich gegen die Copyrights der Künstler verstosse. Mit welchem Recht unterstellt man einfach jedem der ein Tape-Deck kauft eine rechtswidrige Handlung.

Danke für die Antworten

Steffen

Was hat denn das für eine rechtliche Grundlage?

Die Gema stammt meines Wissens noch aus der Nazizeit, in der der damalige Verein den Stauts einer Art staatlicher Organisation erhielt. Per Erlass ist die Satzung der Gema anerkannt worden.
Dieser Status wurde aus dem dritten Reich mit in die heutige Bundesrepublik übernommen. Genauen Text findest du in der Satzung der Gema wieder, die sie dir zuschicken müssen.

Wenn ich ein Tape-deck kaufe um meine Hausmusik aufzunehmen
(und nur dafür), warum MUSS ich dann diese Gebühr mitbezahlen?
Es wird hier doch davon ausgegangen, daß ich gegen die
Copyrights der Künstler verstosse. Mit welchem Recht
unterstellt man einfach jedem der ein Tape-Deck kauft eine
rechtswidrige Handlung.

Es ist ja keine rechtswiedrige Handlung, die Künstler sind ja damit einverstanden, dass du Ihre Stücke kopierst, sie verdienen ja daran.
Übrigens kenne ich persönlich keinen Kleinkünstler, der von der Gema in irgendeiner Art und Weise Tantjemen erhält, sie soll meines Wissens ja auch der Nachwuchsförderung dienen.
Meines Wissens nach versickert übrigens ein grossteil der Gemagebühren in deren Verwaltung und der Vorsitz wurde vom Vater auf den Sohne weitergegeben.
Die Gema ist neben dem TÜV (der Name sagt es ja schon) der einzige Verein, der eine solche Auswahl an Rechten hat und zeitgleich vom Staate so abgeschirmt wird.
Ich jedenfalls mag ihn nicht.

Beifügen möchte ich für eventuelle Mitarbeiter der Gema, die diese Antwort ebenfalls lesen, dass sich der darin enthaltene Text ausschlieslich auf mein Wissen bezieht.
Selbsverständlich kann ich mich irren und würde mich über eine eventuelle Richtigstellung der Dinge freuen.
Gruss
Alex

Hallo Steffen,

Die Gema nimmt die Urheberrechte fuer ihre Mitglieder war.
Die Mitglieder sind Komponisten, Textdichter und Musikverleger.
Die Rechtsgrundlage ist das Urheberrechtsgesetz von 1965.
Danach hat der Urheber das alleinige Recht an seinen Werken.
Wenn Du Musik aus dem Radio aufnimmst, zahlt der Sender für das Senden der Musik und du zahlst für die private Nutzung.
Solltest Du die Musik auf deiner HP nutzen, zahlst Du nnochmal.
Jede weitere öffentliche Auffuehrung kostet extra.

Ich habe als Hobbymusiker und Veranstalter ein gespaltenes Verhältnis zur Gema, zumal der Verteilerschlüssel für die eingenommenen Gebühren höchst umstritten ist.
Das größte Stück vom Kuchen bekommen die Schlagerfuzzis. (der Boss der Gema ist Schlagerkomponist)

für weitere Infos:
www.gema.de
über die Verteilung der knete:
www.drmv.de
drmv=Deutscher Rockmusikerverband

Holla

auf Videorecordern, CD-Brennern, Tape-Decks sowie die entspr.
Medien werden ja diese GEMA-Gebühren erhoben.

Was hat denn das für eine rechtliche Grundlage?

Zur GEMA haben schon andere was geschrieben, aber die rechtliche Grundlage ist in meinen Augen folgende:

Prinzipiell ist das Kopieren von geschuetzten Werken verboten, niemand darf das ohne Erlaubnis.
Nur gab es dabei Probleme, wie sollte man das feststellen, ob sich jemand die Schallplatte auf Kassette kopiert. Bei Privatpersonen, die sich eine Kopie ziehen, ist es unmoeglich, die entsprechende Gebuehr einzutreiben.
Also hat man festgelegt, dass es fuer den Privatbereich erlaubt ist (im kleinen Rahmen, max. 7(?) Kopien, nicht geschaeftsmaessig). Dafuer bekommt die GEMA als „Verlustausfall“ die Sonderabgabe, die auf alle Medien und Geraete(?) erhoben wird, die PRIMAER(!) fuer die Vervielfaeltigung geschuetzter Werke gedacht sind. (Leerkassetten werden/wurden wohl wirklich zum groessten Teil zum Ueberspielen von Musik gebraucht).

Jetzt kam aber die grosse Disskusion. Was ist mit dem PC, mit CD-Brennern? Ich kenne zwar keine Statistiken, aber wenn ich nur bei mir schaue, (ich hab zwei Einzelbrenner und einen 6fach Brennertower) sind ueber 90% der bespielten CDs Datensicherungen oder Kopien von eigenen Werken und da CDs oft als Backup- oder Uebertragunsmedium genutzt werden, sieht es woanders bestimmt aehnlich aus.
Ist der PC und der Brenner wirklich ein Geraet, das primaer zum Musikkopieren genutzt wird? HP hat es leider nicht bis zum Ende durchgepaukt. Vielleicht tut sich da noch was, und sobald (oder besser: falls) es Kopierschutzmechanismen gibt, ist diese Abgabe nicht mehr rechtmaessig.

Kurzum: Rechtsgrundlage ist ein Solidarpakt, wie bei der Rente, einer fuer alle, alle fuer einen :wink:

Gruss, Lutz

Hallo,
Gema zieht nicht nur bei Geräten Geld.
Überall wo wir von Musik berieselt werden, in Einkaufsgeschäften, Solarien, Wartemusik am Telefon etc. werden GEMA-Gebühren fällig. Ausser bei Gema-freien Musikstücken. Sogar Antennenmeßgeräte m. Bildschirm, das ein Fernsehtechniker zum Arbeiten braucht, sind GEMA-Pflichtig.(Obwohl er nicht zum Spaß auf dem Dach Fernseh schaut). Sogar für eine Ausstellungsbox für Autohifi-Geräte sind GEMA-Gebühren zu zahlen.

grüsse
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