Warum zieht der vor Gericht?

Hallo,

folgender Fall, hier nachzulesen:
http://www.stern.de/computer-technik/internet/:Ebay-…

In Kurzform: Verkäufer bietet Navi bei EBay an und kopiert ein Bild vom Hersteller, ohne Genehmigung. Der Hersteller ist darüber verärgert, schickt eine Unterlassungserklärung. Der Verkäufer nimmt das nicht hin und zieht vor Gericht.
Wo er verliert und -wie üblich- alle Kosten tragen muss.

Meine Frage geht mehr in den psychologischen Bereich.
Warum geht der Verkäufer vor Gericht? Warum nimmt der den Prozess auf sich? Der ‚klaut‘ das Bild und fühlt sich auch noch im Recht?
Anstatt sein Navi einfach abzufotografieren, mit weißer Decke und einem Scheinwerfer/Büro-Verdrehlampe nimmt der das Bild ohne zu fragen und glaubt noch er darf das? Wieso?

Kann mir das jemand erklären?

Also das mit der Genehmigung würde sich wohl als schwierig gestalten, aber warum der überhaupt das Bild vom Hersteller nimmt -was ja auch an der Glaubwürdigkeit des Verkäufers kratzt- kann ich nicht nachvollziehen.

Gruß

Merrick

Hi,

Kann mir das jemand erklären?

Also ich glaube Du hast den Sachverhalt falsch verstanden.
Da steht:

„Nachdem der Verkäufer ohne Erfolg abgemahnt worden war, zog der Hersteller vor Gericht.“

Gruß,

Ich denke, die Antwort ist einfach:
Bild klauen is bequemer als Bild machen.

Hallo,

Meine Frage geht mehr in den psychologischen Bereich.
Warum geht der Verkäufer vor Gericht? Warum nimmt der den
Prozess auf sich? Der ‚klaut‘ das Bild und fühlt sich auch
noch im Recht?

auch wenn es in diesem Fall andersherum war, verstehe ich worum es dir hier geht. Die Frage hätte ja auch heißen können, warum er bei eines so eindeutigen Rechtslage nicht vorher einlenkt. Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit im Kundendienst folgende Erfahrungen gemacht:

1.) Jeder Vollpfosten meint, er hätte richtige dicke Ahnung von Recht und Gesetz („Ich kenne meine Rechte !!!“). Die Wirklickeit sieht anders aus. Leider veröffentlichen auch die Medien so manchen Stumpfsinn und animieren die Bürger zu Streitigkeiten.

2.) Die subjektive Meinung im Recht zu sein, weicht häufig von der Realität ab.

3.) Anwälten geht es häufig finanziell so schlecht, dass auch bei hoffnungslosen Fällen dem Mandant der Klageweg empfohlen wird. Geld bekommt der Anwalt ja in jedem Fall.

Da gibt es sicher noch einige weitere Gründe…

Gruß

S.J.

Hallo,

einlenkt. Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit im
Kundendienst folgende Erfahrungen gemacht:

Also deine drei Erfabrungen erklären die Reaktion.
Hätte ich nicht gedacht.
Besonders das mit dem Anwalt wundert mich.

1.) Jeder Vollpfosten meint, er hätte richtige dicke Ahnung
von Recht und Gesetz („Ich kenne meine Rechte !!!“). Die
Wirklickeit sieht anders aus. Leider veröffentlichen auch die
Medien so manchen Stumpfsinn und animieren die Bürger zu
Streitigkeiten.

Das finde ich interessant.

Ist dir da eine Situation noch im Gedächtnis geblieben?

Gruß

Merrick

Hallo,

Das finde ich interessant.

Ist dir da eine Situation noch im Gedächtnis geblieben?

Standardsituation:

Kunde meint, der Gesetzgeber schreibe eine zweijährige Garantie auf alle Produkte vor und will diese nun beim Hersteller einfordern.

Gerade dieses Thema wird von den Medien auch immer wieder völlig falsch dargestellt.

Anderes Thema: Ich darf alles innerhalb von 14 Tagen an meinen Verkäufer zurück geben.

Ansonsten die üblichen „Rechtsirrtümer“…

Gruß

S.J.

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