Trickreicher Immobilienkauf (Geht das überhaupt?)

Hallo!

Herr X vereinbart mit dem Eigentümer einer Immobilie einen Notartermin.

Herr Y, der sich für pfiffig hält, erscheint eine halbe Stunde vor dem Termin beim Notar und sagt: „Guten Tag, ich bin Herr Y. Herr X kommt später. Übrigens läuft der Vertrag auf mich. Herr X will die Immobilie kaufen, aber mein Name soll in der Urkunde stehen, und ich unterschreibe.“

Notar und Eigentümer merken nix, der Käufername wird schnell geändert, die Urkunde neu ausgedruckt, Herr Y unterschreibt, der Notar beurkundet den Vertrag.

Plötzlich kommt Herr X und weiß von nix.

Herr Y, der sich davon schlich, hat alle drei ausgetrixt. Verflixt!

Der Notar schreibt einen bösen Brief: Arglistige Täuschung!

Herr Y schreibt zurück: Ich zitiere: „Guten Tag, ich bin Herr Y. Herr X kommt später. Übrigens läuft der Vertrag auf mich. Herr X will die Immobilie kaufen, aber mein Name soll in der Urkunde stehen, und ich unterschreibe.“ Nix falsche Tatsachen, also nix Arglistige Täuschung!

Und zu allem Überflux sagt Herr X: Ich zahle, sobald ich Geld habe. Hat aber nix.

Frage vorab: Wie lange kann Herr X mit der Zahlung warten, bis es Ärger gibt?

Hauptfrage: Geht so was überhaupt?

Ich brauche das für einen Roman.

Danke.

Grüße

Hallo,

  1. Da verkauft y an y seine eigene Immobilie und keiner merkt es ?
  2. Was soll der Tick sein ?

Christian

Und zu allem Überflux sagt Herr X: Ich zahle, sobald ich Geld
habe. Hat aber nix.

Frage vorab: Wie lange kann Herr X mit der Zahlung warten, bis
es Ärger gibt?

Hallo,

Warum soll Herr X überhaupt für eine Immobilie zahlen, die Herr Y gekauft hat?

mfg, muse

Und zu allem Überflux sagt Herr X: Ich zahle, sobald ich Geld
habe. Hat aber nix.

Frage vorab: Wie lange kann Herr X mit der Zahlung warten, bis
es Ärger gibt?

Hallo,

Warum soll Herr X überhaupt für eine Immobilie zahlen, die
Herr Y gekauft hat?

Hallo Muse!

Sorry, da habe ich was verwechselt. Herr Y hat kein Geld.

Grüße

Andreas

Hallo Christian!

  1. Da verkauft y an y seine eigene Immobilie und keiner merkt
    es ?
  2. Was soll der Tick sein ?

Nein, Herr Y kauf vom Eigentümer. Der Eigentümer ist jemand anders, nicht Herr Y und auch nicht Herr X.

Grüße

Andreas

Hallo,

Notar und Eigentümer merken nix, der Käufername wird schnell
geändert, die Urkunde neu ausgedruckt, Herr Y unterschreibt,
der Notar beurkundet den Vertrag.

das wird niemals passieren, weil sich darauf weder der Notar noch der Verkäufer einlassen wird.

Hauptfrage: Geht so was überhaupt?

Nein.

Gruß
Christian

Hallo!

Notar und Eigentümer merken nix

Dazu müssten sie sehr dämlich sein … aber ok, gehen wir mal davon aus. Laufen genug Dämliche rum.

Herr Y schreibt zurück: Ich zitiere: „Guten Tag, ich bin Herr
Y. Herr X kommt später. Übrigens läuft der Vertrag auf mich.
Herr X will die Immobilie kaufen, aber mein Name soll in der
Urkunde stehen, und ich unterschreibe.“ Nix falsche Tatsachen,
also nix Arglistige Täuschung!

Doch. Arglistige Täuschung ist die Vorspiegelung falscher Tatsachen (http://de.wikipedia.org/wiki/Arglistige_T%C3%A4uschung). Und das tut Herr Y, denn er erweckt durch die geschickte Wortwahl den Eindruck, er handle im Einvernehmen mit X. Das er wörtlich nichts falsches gesagt hat, spielt da mE keine Rolle.

Abgesehen davon ist „mein Name soll in der Urkunde stehen“ aber auch hart an der Grenze zur falschen Behauptung - denn der Name soll ja nicht in der Urkunde stehen, sondern Y möchte, daß er da steht.

lg,
Max

Hallo Denker!

Danke für deinen Beitrag, der bis jetzt m. E. der beste ist.

Grüße

Andreas

Hallo!

Hast du mal den Film „Catch me, if you can“ gesehen?

Trotzdem danke.

Grüße

Andreas

Hast du mal den Film „Catch me, if you can“ gesehen?

Für oder gegen was soll denn der Film ein Argument liefern?

C.

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Hallo!

Hast du mal den Film „Catch me, if you can“ gesehen?

Für oder gegen was soll denn der Film ein Argument liefern?

Dafür, dass sogar intelligente Leute sich unglaublich dämlich und unvorsichtig verhalten, wenn ein Hochstapler nur sicher und selbstbewusst genug auftritt und spricht.

Na gut, das ist nur ein Film. Aber meins ist ja auch nur ein Roman.

Grüße

Andreas

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Hallo Andreas,

ich halte es für hochgradig unwahrscheinlich, dass ein Notar die Angaben in einem - bereits unterschriftsreif vorliegenden - Domument ohne Rücksprache mit den an dem Vorgang Beteiligten einfach ändert.

Des Weiteren ist es Usus, dass solch ein Dokument noch einmal zum Lesen vorgelegt wird, bevor die Unterschriften erfolgen.

Beste Grüße

=^…^=

Nicht möglich
Hi, m.E. nach ist der Beitrag von exc hier der beste, weil einzig richtige Beitrag.
In der Regel beauftragt der Käufer (hier X) den Notar. Aus welchem Grund sollte der Notar einem ihm unbekannten Menschen, der einfach so, unangemeldet, in seine Kanzlei schneit, mit freundlichen, aber verdattertem Gruß einen Kaufvertrag zur Unterschrift vorlegen?
Wenn das im Film passiert, sage ich nur - B-Movie-Niveau reicht nicht, ist irgendwo in der Gegend von G- oder N-Movie angesiedelt.
Da dreht sich einem ja glatt der Magen um.
Ganz ratlos

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Hallo KamikazeKatze!

ich halte es für hochgradig unwahrscheinlich…

Gut! Sonst wäre es ja auch langweilig. Das Problem ist also, es im Roman so zu formulieren, dass es wahrscheinlicher und glaubwürdiger wird. Jetzt müsste ich nur noch wissen, wie man das anstellen könnte.

Grüße

Andreas

Hallo!

Danke für die ehrliche Antwort. Dass der Notar so was auf eigene Faust macht, ist sicher kaum möglich. Aber wenn nun der Verkäufer dabei ist und einverstanden?

Grüße

Andreas

Tja, da bin ich ratlos. Meiner Meinung nach ist aber zumindest in D der Auftraggeber beim Notar in der Regel der Käufer, und an den ist der Notar gebunden. Wenn der Verkäufer jetzt an den netten Herrn X verkaufen möchte, so einfach ad hoc, ohne Bonitätsprüfung, dann kann ihn davon wohl keiner abhalten.
In diesem Fall wird der Notar neu beauftragt und die Frage ergibt sich, was ist mit dem ersten Honorar? Der Notar war ja bereits fertig bis zur Unterschriftsreife. Dafür hat x die Zahlungspflicht und dann vermutlich einen Erstattungsanspruch gegen den Verkäufer der Immobilie.
Aber die Idee so in einen Roman zu integrieren - das passt nicht, weil es unglaubwürdig ist.
Falls Du allerdings die Komiknummer einbauen kannst und das geht dann im Lachen unter, ok.
LG & viel Erfolg mit dem Roman

Ablenken oder Druck
Hallo!

Das Problem ist also,
es im Roman so zu formulieren, dass es wahrscheinlicher und
glaubwürdiger wird. Jetzt müsste ich nur noch wissen, wie man
das anstellen könnte.

Y koennte eine Goldkette auf dem Bodenfinden und diese der Notar in mit den Worten „Ist das ihre?“ um den Hals haengen.

-)

Also entweder nimmt man die Ablenkenschiene oder man bringt Druck ins Spiel. Y und der Notar hatten vor einem halben Jahr mal eine zufaellige, aber unangenehme Begegnung (mit Affaere erwischt, Autounfall etc.). Wenn Y den Raum betritt, erkennt der Notar ihn und will den Fall schnell erledigen, damit nicht auch Y ihn erkennt.

Gruss
Paul

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Hallo!

Vielen Dank für deinen Beitrag! Das hilft mir weiter!

Grüße

Andreas

Hallo Paul!

Danke für die Tipps! Das finde ich richtig gut! Sternchen dafür.

Grüße

Andreas

Moin,
Käufer kauft. Verkäufer verkauft. Notar beurkundet.
An wen Verkäufer verkauft ist verkäufersache.
Notar ist nur beurkunder.
Dass der Käufer nicht zahlen kann ist zivilrechtliche Sache zwischen Käufer und Verkäufer und nicht des Beurkunders. Ein Notar würde niemals in der angenommen Situation ein Schreiben wegen arglistige Täuschung schreiben, da er nicht getäuscht wurde. Er hat lediglich einen Vertrag zwischen zwei Parteien beurkundet.

vnA (ianal)