Mal angenommen eine Vermieterin verklagt Ihren Mieter auf Zahlung von Mietrückständen und unbezahlte Nebenkosten und die Gerichtsverhandlungen stehen kurz vor dem Abschluß und der letzte Haupttermin ist angesetzt.
Angenommen die Beklagte hat einen Zeugen benannt, der lt. eigener Aussage alles tun wird nicht vor Gericht zu erscheinen und eine Aussage abzugeben. Angenommen dieser Zeuge hat nun eine Entschuldigung abgegeben die das Gericht entsprechend würdigt und 1,5 Tage vor Verhandlugn eine Terminverschiebung um stattliche 2 Monate festsetzt.
Angenommen es geht um viel Geld und der Gegenseite spielt es in die Karten dass das Verfahren ständig in die Länge gezogen wird.
Welche rechtliche Möglichkeit hätte die Vermieterin, die ständige Verschiebung der Gerichtsverhandlung zu unterbinden, oder z.B. darauf zu bestehen, daß der Zeuge nur schriftlich gehört wird.
Was ist wenn die Klägerin Umstände und Kosten hat, weil sie am besagten Termin bereits einen Babysitter gebucht hat und andere Termine am Gerichtsort festgesetzt hat die sie jetzt dennoch wahrnehmen muss?
Danke für Eure fachliche Einschätzung.
Zum einen wird die Vermieterin doch mutmaßlich einen mit dem Fall befassten Anwalt haben, der hier sicherlich helfen kann, zum anderen sollte man eventuell mal das Gespräch mit dem Richter suchen, wenn der die Gesamtsituation nicht schon kennt. Letztenendes dürfte es hier an der Konsequenz des Richters liegen.
Gruß Andreas
Die Vermieterin hat versucht die Richterin zu erreichen, die jedoch liess über die Referendarin mitteilen, dass doch der Anwalt einen Schriftsatz einreichen solle, was denn gegen die Terminverschiebung spricht.
Zu Ihrem Anwalt hat Sie in dieser Hinsicht kein volles Vertrauen, da er, auch in anderen Angelegenheiten, immer nur das Nötigste macht. Er teilte ihr mit, dass man dagegen nichts machen kann.
Deshalb möchte die Vermieterin hier in Erfahrung bringen welche rechtlichen Möglichkeiten oder Rechtsmittel es in einer solchen Sache gibt.
Zu Ihrem Anwalt hat Sie in dieser Hinsicht kein volles Vertrauen,
Dann wäre es vielleicht die höchste zeit, den Anwalt zu wechseln.
welche rechtlichen Möglichkeiten oder Rechtsmittel es
in einer solchen Sache gibt.
Ohne die Hilfe des eigenen Anwaltes gegen die richterlichen Entscheidungen vorgehen zu wollen, steigert die Erfolgsaussichten des Prozesses sicherlich nicht.
Hallo!
Deshalb möchte die Vermieterin hier in Erfahrung bringen
welche rechtlichen Möglichkeiten oder Rechtsmittel es
in einer solchen Sache gibt.
Es gibt keine. Die Richterin könnte allenfalls wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden, da sehe ich die Erfolgsaussichten bei einer schlichten Terminsverschiebung aber als extrem mau an. Und so ein Verfahren packt mal locker noch ein halbes Jahr auf den Prozess mit drauf.
Ein Anwalt, der im gerichtlichen Verfahren nur „das Nötigste macht“, muss übrigens deswegen nciht schlecht sein. Solange er weiß, was er macht, ist das sogar sehr okay und förderlich.
Der Fall ist schon gewonnen, die Gegenseite will nur die Hauptverhandlung verzögern. Das Mandat aufzukündigen macht den Fall auch nicht unkomplizierter und kein Mensch sagte, dass man ohne Hilfe des Anwaltes gegen den richterlichen Entscheid vorgehen will - man konsultierte dieses Forum deshalb um eine qualifizierte Meinung abzufordern.
Diese wäre (nun nach weiteren Recherchen ist man schlauer) das Rechtsmittel der Beschwerde gewesen. Auch gibt es die Möglichkeit sich gegen die einhergehende Verzögerung zu beschweren und zu beantragen, dass der verhinderte Zeuge schriftlich gehört wird.
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Hallo nochmal!
Gibt’s zu Deinen Recherche-Ergebnissen auch Paragraphen?