Vor kurzer Zeit war ja in Baden Baden der Nato-Gipfel. Wie auch schon an anderen Orten, geht damit eine enorme Einschränkung der unmittelbaren Anwohner einher.
Im Einzelnen wurde berichtet, dass Anwohner tagelang nur in Polizeibegleitung ihre Wohnung verlassen durften, nicht einmal an das Fenster treten durften, keinen Besuch empfangen durften usw.
Fragt sich, wie man seine Kinder tagelang davon abhalten soll, wie gewohnt auch mal aus dem Fenster zu schauen?
Geschäfte hatten mehrere Tage vollkommenen Ausfall sämtlicher Einnahmen, da niemand dort hin kam um einzukaufen.
Ein KFZ-Betrieb musste seinen gesamten Hof räumen und einige 100 Autos wegfahren, was neben Einnahmenausfall auch noch Spritkosten, Miete für Ersatz- Parkplatz und Gebühren für rote Nummernschilder kostete.
Wer kommt eigentlich für die ganzen Kosten auf? An welche Behörde kann sich ein Privatmann oder ein Geschäftsmann wenden, um seine Kosten erstattet zu bekommen?
Ist es überhaupt rechtlich abgedeckt, dass ich meine eigene Wohnung nicht nutzen kann, wie ich möchte und Abstand vom Fenster halten muss, weil mich sonst evtl. ein Scharfschütze aufs Korn nimmt?
Kann man auch im Nachhinein gegen diesen Quatsch klagen?
Ist zwar schön, Präsident Obama das schöne Baden Baden zu zeigen, aber sinnvoll kann doch nur sein, solche Gipfel an Orten stattfinden zu lassen, wo ohnehin die Sicherheit gewährleistet ist.
Warum treffen die sich nicht auf Militärgelände oder mieten ein ganzes, alleinstehendes Hotel, dass sie dann meinetwegen mit einer 10 Meter hohen Mauer umzäumen?
Grüße
Holygrail
