Das ist doch Betrug - Wer kann weiterhelfen?

Hallo liebe Wissenden,

Herr X hat ein kleines Büro indem er unter anderen Geräten einen Drucker benutzt. Herr X verwendet seit Jahren für seinen Drucker nur Original-Toner für 2.500 Blatt. Nun hat er aufgrund eines Werbeanrufs einen Toner eines anderen Herrstellers für 7.500 Blatt bestellt und verwendet. Nun ist Herr X nicht ganz so leichtgläubig und hat sich Notizen gemacht: Wann wurde der Toner eingelegt, was zeigt der Computer an wieviel Blatt er damit drucken kann und wann war der Toner leer.

Im Ergebnis fand Herr X heraus, dass der Toner max. für 2.500 Blatt gereicht hat (Zeitraum, sowie manuelle Berechnung der gedruckten Blätter in diesem Zeitraum). Zudem hat er den Drucker von innen hoffnungslos verdreckt. Davon hat Herr X Fotos gemacht.

Welche Rechte hat Herr X nun? Wie kann Herr X Schadensersatz geltend machen? An wen wendet sich Herr X am Besten? Verbraucherschutzorganisationen? Normaler Rechtsanwalt? Fernsehsender (die decken solche Betrügereien doch auch gerne auf)?

Für viele Tipps und Antworten danke ich schon mal.

Sonnige Grüße von Soni.

off topic … wie werde ich werbe-Anrufe los
Man kauft keinen Toner am Telefon. In diesem Fall hat man generell einen Wartungvertrag incl. Verbrauchsmaterial.

Nils, den diese Anrufe nerven.

PS: Und für die Neonröhren kommt der Elektriker (ein guter Bekannter) regelmäßig

PS2: Unbekannte Versicherungen: Onkel/Schwager… hat quasi den Exklusiv-Vertrag

Im Ergebnis fand Herr X heraus, dass der Toner max. für 2.500
Blatt gereicht hat (Zeitraum, sowie manuelle Berechnung der
gedruckten Blätter in diesem Zeitraum). Zudem hat er den
Drucker von innen hoffnungslos verdreckt. Davon hat Herr X
Fotos gemacht.

Es könnte sich hier um arglistige Täuschung (§123 BGB) handeln, denn es ist schon ein großer Unterschied zwischen 2500 Blatt und 7500 Blatt. Fraglich ist nur, ob der Verkäufer von dem Mangel wusste (was ich stark annehme) und wenn ja, ob er es so einfach zugeben würde.

Welche Rechte hat Herr X nun? Wie kann Herr X Schadensersatz
geltend machen? An wen wendet sich Herr X am Besten?
Verbraucherschutzorganisationen? Normaler Rechtsanwalt?
Fernsehsender (die decken solche Betrügereien doch auch gerne
auf)?

Hat X schon bei der Toner-Firma angerufen und reklamiert? Oder mit dem Rechtsanwalt gedroht? Meist wirkt dies schon Wunder (kann ich aus eigener Erfahrung mit einem sehr bekannten Telefonnetzbetreiber bestätigen).

Beste Grüße und eine zufriedenstellende Lösung wünschend

Nasenbär

Etwas OT
Hallo,

ist zwar im Rechtsbrett etwas OT, dennoch:

Im Ergebnis fand Herr X heraus, dass der Toner max. für 2.500
Blatt gereicht hat (Zeitraum, sowie manuelle Berechnung der
gedruckten Blätter in diesem Zeitraum).

Die 7500 Blatt beziehen sich auf Ausdrucke mit einer gewissen prozentualen Deckung an Farbe(http://de.wikipedia.org/wiki/Tonerkartusche). Die größeren Druckerhersteller orientieren sich z.B. an ISO/IEC 19752 (http://www.hp.com/pageyield/articles/de/de/MonoLaser…).
Will sagen: 7500 Ausdrucke nach ISO bedeuten nicht garantierte 7500 Ausdrucke für jede Art der Verwendung.

Hilfreicher wäre es hier gewesen, bei unverändertem Verhalten auch die Anzahl Ausdrucke mit den vorherigen Tonerkartuschen, die auf 2500 Ausdrucke ausgelegt sind, zu erfassen und diese Erfahrungswerte als Vergleichszahl heran zu ziehen.

Und wenn der Hersteller der vorherigen Kartusche die Verbrauchszahlen anhand einer anderen Norm als der Hersteller der zweiten Kartusche berechnet, sind die Zahlen nur schwer oder überhaupt nicht vergleichbar.

Zudem hat er den
Drucker von innen hoffnungslos verdreckt. Davon hat Herr X
Fotos gemacht.

Hat Herr X auch Fotos von dem Drucker VOR dem Einsetzen der neuen Kartusche gemacht?

Welche Rechte hat Herr X nun? Wie kann Herr X Schadensersatz
geltend machen?

Welcher Schaden ist denn entstanden?

An wen wendet sich Herr X am Besten?
Verbraucherschutzorganisationen? Normaler Rechtsanwalt?
Fernsehsender (die decken solche Betrügereien doch auch gerne
auf)?

Herr X sollte sich vor dem Kauf von Verbrauchsmaterial schlau machen, auf welche Norm sich die Verbrauchszahlen beziehen und ob es sich bei Tonerkartuschen um wiederbefüllte oder Originalkartuschen handelt.

Gruß

Christian

Hallo,

Es könnte sich hier um arglistige Täuschung (§123 BGB)

also das halte ich für sehr weit hergeholt.

handeln, denn es ist schon ein großer Unterschied zwischen
2500 Blatt und 7500 Blatt. Fraglich ist nur, ob der Verkäufer

Da käme ggf. §434 zur Anwendung. Aber auch das ist fraglich, da ganz offensichtlich die Kapazität nicht nach anerkannten Methoden ermittelt wurde. Und wenn der Toner leer ist, kann man das nicht mehr nachvollziehen.

von dem Mangel wusste (was ich stark annehme) und wenn ja, ob
er es so einfach zugeben würde.

was bringt dich zu dieser Annahme? Ist schon erstaunlich: Da wird eine aus meiner Sicht relativ haltlose Reklamation geschildert und sofort ist der Verkäufer das Schwein, was auch noch vorsätzlich und in übelster Absicht handelt.

Hat X schon bei der Toner-Firma angerufen und reklamiert? Oder
mit dem Rechtsanwalt gedroht? Meist wirkt dies schon Wunder
(kann ich aus eigener Erfahrung mit einem sehr bekannten
Telefonnetzbetreiber bestätigen).

Drohen kann man natürlich mit Anwalt, seinem großen Bruder oder Atomwaffen. Wenn die Reklamation aber haltlos ist, wird sich auch keiner von einer Drohung beeindrucken lassen (kann ich aus eigener langjähriger Berufserfahrung im Service bestätigen).

Gruß

S.J.

Hallo,

Im Ergebnis fand Herr X heraus, dass der Toner max. für 2.500
Blatt gereicht hat (Zeitraum, sowie manuelle Berechnung der
gedruckten Blätter in diesem Zeitraum).

Die 7500 Blatt beziehen sich auf Ausdrucke mit einer gewissen :stuck_out_tongue:rozentualen Deckung an Farbe(http://de.wikipedia.org
/wiki/Tonerkar…). Die größeren Druckerhersteller orientieren sich :z.B. an ISO/IEC 19752 (http://www.hp.com/pageyield/articles/…).
Will sagen: 7500 Ausdrucke nach ISO bedeuten nicht garantierte 7500 :Ausdrucke für jede Art der Verwendung.

Hilfreicher wäre es hier gewesen, bei unverändertem Verhalten auch :die Anzahl Ausdrucke mit den vorherigen Tonerkartuschen, die auf :2500 Ausdrucke ausgelegt sind, zu erfassen und diese Erfahrungswerte :als Vergleichszahl heran zu ziehen.

Hierzu kann Herr X bestätigen, dass die anderen Toner im Schnitt 2 Monate gehalten haben, genauso lang wie der „neue“ Toner. Dass die Toner nicht exat 7.500 Blatt ausdrucken ist Herrn X bekannt! Aber der neue Toner hätte nach Adam-Riese zwischen 5 und 6 Monate halten müssen.

Zudem hat er den
Drucker von innen hoffnungslos verdreckt. Davon hat Herr X
Fotos gemacht.

Hat Herr X auch Fotos von dem Drucker VOR dem Einsetzen der neuen :Kartusche gemacht?

Nein leider nicht, gab allerdings auch keinen Anlass, da sauber.

Welche Rechte hat Herr X nun? Wie kann Herr X Schadensersatz
geltend machen?

Welcher Schaden ist denn entstanden?

Das wird sich noch feststellen, ob der Drucker nun durch die Verdreckung kaputt ist.

Herr X sollte sich vor dem Kauf von Verbrauchsmaterial schlau :machen, auf welche Norm sich die Verbrauchszahlen beziehen und ob es :sich bei Tonerkartuschen um wiederbefüllte oder Originalkartuschen :handelt.

Angeblich handelte es sich um Originale, da wiederbefüllte Herr X grundsätzlich nicht verwendet.

Im Übrigen wurde Reklamiert, die Firma möchte einen Ersatztoner zusenden und den leeren mitnehmen. Die Firma behauptet, der Toner gehört ihr, weshalb sie diesen wieder abholen möchte. Herr X wird aber den leeren Toner nicht herausgeben, da er ihn käuflich erworben hat.

Sonnige Grüße von Soni