Hallo zusammen,
zuerst einmal zu dem Warnhinweis auf der Startseite des Bretts mit der Frage „Haben Sie dies verstanden und werden Sie sich daran halten?“
Ich finde es als Laien sehr schwer, zu beurteilen, ob man das, was da davor gesagt wird „verstanden“ hat. Also ehrlich, ich habe zwar „ja“ angeklickt, traue mir aber nicht zu überzeugt ja zu sagen. Von daher: sollte ich gegen dieses unwissenderweise dennoch verstoßen, bitte ich die MODs meine Frage einfach zu löschen.
Nun zu meiner Frage:
In einem anderen Forum, welches dem wer-weiss-was nicht ganz unähnlich ist, gibt es ebenfalls die Funktion „Brief an Autor“ (hier ist es das Brief-Symbol neben dem Verfassernamen).
Klickt man diese Funktion dort an, so erscheint automatisch seit zwei Tagen folgender Satz:
Zitat:
*** Dieses ist eine rein private Nachricht und darf nicht ohne ausdrueckliche Genehmigung des Absenders weitergeleitet werden! ***
Zitat Ende
Ist so ein Satz rechtens? Als Briefempfänger erlange ich doch automatisch das Eigentum an dem Schriftstück und kann damit machen, was ich will. Also auch weitergeben an Dritte (oder wegschmeißen oder oder oder).
Hintergrund ist just in diesem Forum, dass dort von Seiten der Mods versucht wird, Einfluss auf die Kommunikation der Teilnehmer untereinander zu erhalten und unerwünschte Kontakte zu unterbinden. Dabei werden durchaus in diesen e-mails schon mal von Seiten der Mods Formulierungen gewählt, die durchaus als Drohungen aufzufassen sind (z.B. wenn Du dieses Mail weitergibst, dann sperre ich Dich; und ähnliches).
In meinen Augen würde, wenn ein derartiger Passus wirklich rechtens wäre, Tür und Tor geöffnet würde für
- Beleidigungen
- Drohungen wie: ich werde Dich sperren, wenn Du …; wenn Du nicht sofort ein Mail schreibst mit … Inhalt, dann …
- Intrigen zur Schürung von Zwistigkeiten und Unfrieden
in solchen e-mails, ohne dass der Empfänger irgend etwas dagegen tun könnte: Er darf das Mail ja niemand anderem zeigen oder gar weitergeben.
Hintergrund waren ein paar Vorfälle, wo der Mod entsprechende e-mails versandt hat, der Empfänger sich von diesen bedroht gefühlt hatte und sie an andere Forumsteilnehmer - ebenfalls per e-mail - in unveränderter Form weitergeleitet hatte.
Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass der Mod ansich in rechtlichen Fragen hyper-übervorsichtig ist und er häufiger Teilnehmerbeiträge löscht, die auch nur den Hauch von Kritik an öffentlich bekannten Institutionen enthalten. Er begründet es immer damit, dass er Angst hat, dass diese Einrichtungen rechtliche Schritte gegen ihn als Mod unternehmen. In den Augen der meisten Forumsteilnehmern ist sein Verhalten aber bereits extrem hart an der Zensur. Da es sich aber bei den Teilnehmern um rechtliche Laien handelt, traut sich keiner so recht, etwas gegen den Mod zu sagen oder zu unternehmen.
Es ist sicher eine Grauzone zwischen rechtlicher Korrektnes und Einschränkung der Meinungsfreiheit, Einschränkung der Verfügungsgewalt über Eigentum.
Die Frage ist: Was muss man noch hinnehmen und was geht zu weit?
Ich glaube, dass der oben erwähnte Satz eindeutig zu weit geht.
Weiß jemand was Genaueres?
Vielen Dank für Euere Hinweise
einen schönen Sonntag wünscht
Alexander
