Schulpflicht, Sprengel'pflicht' Bayern

Hallo Schulprofis!
:smile:
Soweit ich weiß ist ein (Haupt)-Schüler in Bayern nicht nach der Haupschule, sondern erst nach 10 Schuljahren nicht mehr schulpflichtig.
Annahme: Im Laufe und nach der 9. Klasse verweigert die HS trotz (sehr) guter Noten die Aufnahme eines Schülers wegen seines Verhaltens in die 10 Klasse mündlich.
Der Schüler (und die Eltern) möchte gerne die mittlere Reife M10 machen (lassen).
Aufgrund des schlechten Verhältnisses zur alten Schule sind sie nicht traurig über einen Schulwechsel für die 10. Klasse.

Leider gibt es dazu einen Gastschülerantrag den die

  • alte Schulleitung
  • neue Schulleitung
  • „alte“ Gemeinde (am Wohnsitz)
  • „neue“ Gemeinde (Ort der neuen Schule)
    nacheinander unterschreiben müssen (?)

Es entstehen der alten Gemeinde Kosten (1200.- Euro p.a.), zu zahlen an die neue Gde für die Schulausbildung.

Die alte Gemeinde könnte sagen, wir wollen nix zahlen, wir haben doch ne Schule vor Ort.
Können die verweigern?
Kann das dazu führen, dass die alte Schule zur Aufnahme des Schülers 10 Klasse „gezwungen“ wird?
Deadlock für die Eltern wäre, wenn die neue Schule nicht darf UND die alte nicht will…
Ok - notfalls hilft eine Ummeldung des ersten Wohnsitzes das Schülers in die neue Gemeinde. Das könnte aber nach der Vorgeschichte als offensichtlich „proforma“ betrachtet werden - müssen die Eltern da mit Kontrollen rechnen?

Die Zeit drängt - in 3 Wochen sind Ferien. Ein Gespräch der Eltern mit der neuen Schule ist am Dienstag. Dazu wäre es gut, wenn die Eltern ihre Rechte kennen würden.
Es besteht Grund zur Annahme, dass sich die neue Schulleitung bereits von der alten beeinflussen ließ.

Danke für jeder Tip!
Timsy

Hallo Timsy,

auch wenn du hier einen neuen Strang aufmachst, bleibt das Thema ja das alte.

Deiner Nachfrage nach zu urteilen läuft das alles nicht so glatt, wie du dachtest. (Stichwort Schüler = Kunde und einfordern gewisser Sachen).

So wie du die Situation geschildert hast, hattest du eine neue Schule, die dir zumindest zuhören wollte und wohl auch noch will, sonst hättest du keinen Termin. Völlig unabhängig von der rechtlichen Situation (bezogen auf die bayerische Sprengelpflicht kenne ich mich nicht aus) kann ich dir nur raten, deine eigene Haltung noch mal zu überdenken:

Du bzw. dein Sohn wird diese neue Schule brauchen! Seine unmittelbare Zukunft hängt von denen ab. Auch, wenn es vielleicht nicht deiner Mentalität und deinem „Gerechtigkeitsempfinden“ entspricht: IHR seid auf diese Schule angewiesen, die brauchen euch nicht!

Das, was am Dienstag passieren wird, ist ein Gespräch, bei dem es ganz besonders auf den Eindruck ankommen wird, den der neue Rektor von euch bekommt. Wenn du da nur mit einem Bruchteil von dem auftauchst, was du hier gezeigt / geäußerst hast, dann kannst du dir den Termin sparen - dein Sohn wird nicht angenommen werden. Und zwar nicht, weil der alte Schulleiter interveniert hat, sondern weil ihr euch das selbst verbockt habt! Und nach dem, was du hier erzählt hast, scheint mir eher, dass dein Auftritt (bspw. das Kindengeschwafel) da was lädiert hat, als der alte Schulleiter.

Wenn du hier nach deinen Rechten fragst, solltest du das nicht tun, um deine Rechte einzufordern - jedenfalls nicht bei der neuen Schule. Die BITTEST du um Aufnahme! Du kannst nach deinen Rechten fragen, um die MÖGLICHKEITEN abzuklären. Das ist etwas ganz anderes. Du kannst nach deinen Rechten fragen, damit dir die neue Schule HILFT, dass der Karren, der bei euch (warum auch immer) mit zwei Rädern im Dreck steht, nicht vollends rein rutscht.

Wenn es stimmt, dass diese alte Schule einen gewissen Ruf weg hat, dann weiß der neue auch davon. Das ändert aber nichts daran, dass er einen Teufel tun wird und sich einen Jungen für ein Jahr in die Schule holt, der meint, er hätte alles richtig gemacht - und noch viel schlimmer, der eine Mutter im Schlepptau hat, die ordentlich einfordert. Und genau so bist du hier bisher rüber gekommen.

Wenn du Aggressionsabbau in Richtung alte Schule brauchst, dann schnapp dir einen Strohballen, pinn das Bild vom alten Schulleiter drauf und drisch notfalls auf ihn ein, wenn es dir hilft. Aber lass den anderen Quatsch…

LG Petra*

*die wahrlich weiß, was es heißt mit Zähnen und Klauen zu kämpfen. Durchaus auch gegen Schule. Aber die auch weiß, wann man sich zurückhalten muss und wie das Wörtchen Bitte formuliert wird.

Hallo Petra,

ich glaub, du hast das besser formuliert als ich.

Gruß
Elke

Hallo "Mitstreiter(innen),

Nochmals danke für euer Engagement.
Erst noch mal zur Sache:
Ich bin weder Vater noch Mutter des Jungen, sondern Freund der Mutter - und Freund des Jungen.

Es fällt mir unendlich schwer, bei in meinen Augen ungerechter Behandlung nett zu sein und als Bittsteller aufzutreten - das habt ihr ja schon bemerkt. Aber ich denke, HIER im Forum muss ich nicht schauspielern. Aber ich garantiere euch: ich mach das am Dienstag perfekt, professionell wie ein Lamm. Keien Angst :smile:

auch wenn du hier einen neuen Strang aufmachst, bleibt das
Thema ja das alte.

Nö - neu ist das Sprengel - Problem

Deiner Nachfrage nach zu urteilen läuft das alles nicht so
glatt, wie du dachtest. (Stichwort Schüler = Kunde und
einfordern gewisser Sachen).

Ich dachte nie, dass dass glatt läuft. Meine „Kunden“- Philosophie für Schulen teilt weder jemand im Forum hier noch in der Schule - nur die Agentur für Arbeit und andere Behörden, Krankenhäuser lernens langsam oder habens schon kapiert. Das wird noch Jahre dauern.
Kindergärten können es überigens teilweise auch schon - einfach mal vergleichen, wie Eltern dort früher behandelt wurden (Bittsteller) und jetzt (Kunden, um die man werben muss, weil sonst der laden dicht macht oder Leute ausstellen muss)!
Ich bin also nur meiner Zeit voraus :smile:

Du bzw. dein Sohn wird diese neue Schule brauchen! Seine
unmittelbare Zukunft hängt von denen ab. Auch, wenn es
vielleicht nicht deiner Mentalität und deinem
„Gerechtigkeitsempfinden“ entspricht: IHR seid auf diese
Schule angewiesen, die brauchen euch nicht!

Schon gut - ich werd mich ja bemühen.
Wenn du in dein Stammlokal gehst zum Essen und man schüttet dir 3x Suppe übern Kopf: bittest du dann um die 4. Suppe, weil du das Restaurant brauchst und Hunger hast oder gehst du nicht lieber zum näxten Laden, solange einer akzeptabel ist?
Noch hab ich ein paar (aber nur 2-3) Optionen offen. Erst wenn alles schief geht bitte ich um Suppe Nummer 4 im Stammlokal.
Kann hier nicht mal jemand über seinen Schatten springen und die Wahrheit sagen:
"Timsy, du hast zwar völlig Recht mit deiner „Kundenphilosophie und es wird eines Tages auch hoffentlich so werden, aber noch musst du aufpassen. Denn wenn alle „deine“ Schulen clevere Ganoven sind und sich absprechen dann hast du zwar Recht, aber verloren!“
(Und verlieren ist wie gewinnen, nur andersrum.)

Das, was am Dienstag passieren wird, ist ein Gespräch, bei dem
es ganz besonders auf den Eindruck ankommen wird, den der neue
Rektor von euch bekommt. Wenn du da nur mit einem Bruchteil
von dem auftauchst, was du hier gezeigt / geäußerst hast, dann
kannst du dir den Termin sparen - dein Sohn wird nicht
angenommen werden. Und zwar nicht, weil der alte Schulleiter
interveniert hat, sondern weil ihr euch das selbst verbockt
habt! Und nach dem, was du hier erzählt hast, scheint mir
eher, dass dein Auftritt (bspw. das Kindengeschwafel) da was
lädiert hat, als der alte Schulleiter.

Ich werd beim Termin an euch denken - und an den Jungen und seine Mutter. Nicht an meine Vorstellung von einer netten Welt…versprochen.

Wenn du hier nach deinen Rechten fragst, solltest du das nicht
tun, um deine Rechte einzufordern - jedenfalls nicht bei der
neuen Schule. Die BITTEST du um Aufnahme!

Seufz…

Du kannst nach
deinen Rechten fragen, um die MÖGLICHKEITEN abzuklären. Das
ist etwas ganz anderes.

Hatte ich schon lange - da war noch alles ok, noch kein Anruf der alten Schulleitung…
Wir hatten ein nettes, entspanntes Gespräch unter normalen Erwachsenen. Also lags wohl nicht an mir!

Wenn es stimmt, dass diese alte Schule einen gewissen Ruf weg
hat, dann weiß der neue auch davon. Das ändert aber nichts
daran, dass er einen Teufel tun wird und sich einen Jungen für
ein Jahr in die Schule holt, der meint, er hätte alles richtig
gemacht - und noch viel schlimmer, der eine Mutter im
Schlepptau hat, die ordentlich einfordert.

Diese Annahme ist falsch. Dem Jungen ist völlig klar, dass er Mist gebaut hat.

Wenn du Aggressionsabbau in Richtung alte Schule brauchst,
dann schnapp dir einen Strohballen, pinn das Bild vom alten
Schulleiter drauf und drisch notfalls auf ihn ein, wenn es dir
hilft. Aber lass den anderen Quatsch…

Mach ich - ab Mittwoch :smile: mal sehen, vielleicht OHNE Bild, nur Strohballen und Schulleiter :smile:

*die wahrlich weiß, was es heißt mit Zähnen und Klauen zu
kämpfen. Durchaus auch gegen Schule. Aber die auch weiß, wann
man sich zurückhalten muss und wie das Wörtchen Bitte
formuliert wird.

Ich denke, das weiß ich auch - sehr genau. Nur das muss ich hier im Forum nicht üben - ich kann das. :smile:

BITTE kommentiert weiter!
Danke für eure Hilfe!

Grüße!
Timsy

Hallo,

Kann hier nicht mal jemand über seinen Schatten springen und
die Wahrheit sagen:
"Timsy, du hast zwar völlig Recht mit deiner
„Kundenphilosophie und es wird eines Tages auch hoffentlich so
werden, aber noch musst du aufpassen. Denn wenn alle „deine“
Schulen clevere Ganoven sind und sich absprechen dann hast du
zwar Recht, aber verloren!“

Nein, kann ich nicht.
Meine Kinder waren bis sie 12 und 13 waren „Kunden“, d.h. sie gingen an Privatschulen (wir lebten im Ausland, es waren aus versch. Gründen mehrere Privatschulen, außerdem habe ich immer mal wieder an Privatschulen gearbeitet, bzw. arbeite nun an einer zwar staatlichen, aber teilweise gebührenpflichtigen Schule).
Auch an diesen Schulen (die z.T. sich wirklich um Schüler bemühen mussten) gibt es diese Kundenmentalität/Dienstleistungsmentalität NICHT, oder jedenfalls nicht so, wie du dir das vorstellst. An allen Privatschulen, die ich kenne (außer an superteueren), werden Eltern viel konkreter ins Schulleben eingebunden (frag mal Waldorf-Eltern, aber ich kenne es wie gesagt, von allen privaten Schulen). Eltern wird da in der Tat ein größeres Mitspracherecht eingeräumt - aber nicht bei der Aufnahme, nicht bei Disziplinarmaßnahmen, nicht in irgendeiner Form der demokratischen Mitbestimmung, sondern wenn es um Fundraising geht bzw. wie das Geld, dass da eingenommen wird (zum Teil) ausgegeben wird.
Eine Schule ist erstmal ihren derzeitigen Schülern gegenüber verantwortlich. D.h. konkret, dass man immer überlegt, wenn ein neuer Schüler hinzukommt, wie er in die Schulgemeinschaft passen wird - wird vermutet, dass er den Schulfrieden stören wird, dann sind die Schüler, die bereits an der Schule sind, wichtiger (und deren Eltern).

Diese Annahme ist falsch. Dem Jungen ist völlig klar, dass er
Mist gebaut hat.

Bist du sicher? Denn so wie du es beschrieben hast, hat er keinen Mist gebaut. Deshalb vermutet man ja was Größeres hinter der Geschichte.

Ich denke, das weiß ich auch - sehr genau. Nur das muss ich
hier im Forum nicht üben - ich kann das. :smile:

Wenn das stimmt gut, so ganz sicher ist man nach deinen Beiträgen nicht.
Nochwas, auch wenn es schwer fällt:
Der Junge kriegt mit, wenn du die Lehrer und Schulleiter alle für Pfeifen hälst. Das macht es ihm viel schwerer, sich dort unterzuordnen und deren Autorität anzuerkennen.

Noch eine weitere Frage: wenn du nur der Partner der Mutter bist, kann die Schulleitung ablehnen mit dir zu sprechen. Du hast da nämlich ganz eigentlich nichts verloren.

Gruß
Elke

Meine Kinder waren bis sie 12 und 13 waren „Kunden“…

Was du aus Erfahrung schreibst beschreibt sicherlich korrekt die Realität. Bestätigt also nur meine Annahme, dass die Gesellschaft eben immer noch nicht soweit ist - jedenfalls nicht die Schulen.
Andere Einrichtungen sind bereits unterwegs oder angekommen:
vor 30 Jahren hätte kaum jemand gedacht, dass er im Krankenhaus oder in einer Behörde als Kunde nett behandelt werden könnte. :smile:

Diese Annahme ist falsch. Dem Jungen ist völlig klar, dass er
Mist gebaut hat.

Bist du sicher?

Ja - natürlich! Er hat Erfahrung im „Mist bauen“ :smile:

Denn so wie du es beschrieben hast, hat
er keinen Mist gebaut. Deshalb vermutet man ja was Größeres
hinter der Geschichte.

Falsch. Ich hab doch geschrieben, dass er die Lehrertoilette benutzt hat - das ist eindeutig Mist und ne Provokation, oder? Das kapiert jeder Schüler, er auch.
Wir sind also keinesfalls unschuldig oder uneinsichtig denke ich.
Aber die Reaktionen der Schule sind unangemessen und verstossen gegen die Spielregeln der Schule (!!)
Es ist auch nix „Größeres hinter der Geschichte“, aber zugegeben vie zuviele kleine und mittlere „Verstöße“ - aus meiner Sicht.
Aber hier würde die Schule sicher was anderes sagen. Und ich bin auch nicht mehr wirklich objektiv.

Ich denke, das weiß ich auch - sehr genau. Nur das muss ich
hier im Forum nicht üben - ich kann das. :smile:

Wenn das stimmt gut, so ganz sicher ist man nach deinen
Beiträgen nicht.

Das kann ich gut verstehen - sorry. Aber vertraut mir einfach :smile:

Nochwas, auch wenn es schwer fällt:
Der Junge kriegt mit, wenn du die Lehrer und Schulleiter alle
für Pfeifen hälst. Das macht es ihm viel schwerer, sich dort
unterzuordnen und deren Autorität anzuerkennen.

Du hast recht, das ist ein Problem, ein Ernstes.
Ich mach es so: ich „decke“ die Lehrer bis zu einer gewissen Schmerzgrenze, nehme sie vor ihm in Schutz. Alle sind Menschen und dürfen auch Fehler machen.
Hier gelingt das allerdings nicht mehr, weil auch die Schulleitung eklatanter Mehrfachtäter ist.
Es gab Vorfälle, wo wir fast schon nen Anwalt gebraucht hätten, um unsere Unschuld zu beweisen. Es ging um den schriftlichen Vorwurf einer Sachbeschädigung mit Schdenersatzforderung. Gottseidank war der betroffene Lehrer dämlich genug, sich in dieser Anklageschrift selbst zu widersprechen - er hatte nämlich den Schaden am Wochenende selbst verursacht, wie sich herausstellte, war aber zu feige, es zuzugeben. Und das der junge wäre ein ideales „schwarzes Schaf“ gewesen mit negativer Vorgeschichte. Allein der Versuch ist doch ne Sauerei. Den Brief haben wir übrigens noch :smile:
Natürlich hatte die Schule nicht das Format, sich zu entschuldigen …
Wie soll ich da dem Jungen Respekt vor solchen Menschen vermitteln?
Mache ich mich nicht unglaubwürdig, wenn ich bei solch massiven Pannen immer noch Partei für die Schule ergreife?

Noch eine weitere Frage: wenn du nur der Partner der Mutter
bist, kann die Schulleitung ablehnen mit dir zu sprechen. Du
hast da nämlich ganz eigentlich nichts verloren.

Das ist sachlich hoffentlich falsch, weil die Mutter belibige Zeugen, Anwälte oder Verwandte zu Gesprächen mitnehmen kann.
Hat mir jedenfalls ein Kumpel gesagt, der Schulrat in Bayern ist.
Ich hoffe, er hat recht.
Aber die Befürchtung hatte ich ursprünglich auch.

Grüße!

Timsy

Andere Einrichtungen sind bereits unterwegs oder angekommen:
vor 30 Jahren hätte kaum jemand gedacht, dass er im
Krankenhaus oder in einer Behörde als Kunde nett behandelt
werden könnte. :smile:

Hi,

was reitest Du immer auf Kunde herum?
Wir haben unsere Jugendlichen immer als Kunden behandelt. Schließlich zahlten ja die Betriebe dafür. Die durften uns sogar bewerten.

Im Gegenzug haben wir auch wert darauf gelegt das sich die Jugendlichen auch entsprechend als Kunden verhalten. Und gab es mal echte Probleme, dann waren es nicht mehr unsere Kunden. So einfach ist das.

Höflichkeit ist keine Einbahnstraße.

Ja - natürlich! Er hat Erfahrung im „Mist bauen“ :smile:

Na dann, soll er doch die Suppe auslöffeln, er bekommt eben als Kunde die Mitteilung das er als Kunde unerwünscht ist.

Wir sind also keinesfalls unschuldig oder uneinsichtig denke
ich.

Da denke ich aber ganz anders. Die anderen sollen gefälligst alles über sich ergehen lassen, weil …
Sandkasten dein Schäufelchen mein Schäufelchen.

Aber die Reaktionen der Schule sind unangemessen und
verstossen gegen die Spielregeln der Schule (!!)

Echt, wer stellt die Spielregeln auf, wer hat das Hausrecht?

Wie soll ich da dem Jungen Respekt vor solchen Menschen
vermitteln?

Keine Sorge, die Schule wird sich selbst Respekt verschaffen. Zumindest bei den anderen Schülern.

Mache ich mich nicht unglaubwürdig, wenn ich bei solch
massiven Pannen immer noch Partei für die Schule ergreife?

Du machst alle unglaubwürdig. Junior spürt keine Konsequenzen für sein Verhalten. Setzt Du dich durch, untergräbst Du die Autorität der Lehrer, und ihr macht euch selbst unglaubwürdig weil ihr eure eigene Autorität untergrabt.

Q-Gruß

Da dir ja offenbar an dem Dienstleistungsgedanken so viel liegt, hier noch einmal ein paar Sätze dazu.

Du hast ein recht einseitiges Bild von Dienstleistung, wenn ich deine Äußerungen hier und die im all you can eat dazunehme.

  1. Dienstleistung heißt nicht, dass der eine „dient“ und der andere „bedient wird“. Es heißt also nicht, dass nur die eine Seite bestimmt. Dienstleistung heißt, dass der eine für den anderen eine Leistung erbringt. Welche Dienstleistung der Dienstleister erbringt, zu welchen Konditionen (Gegenleistung) und mit welchen Nebenleistungen bestimmt zunächst einmal der Dienstleister.

  2. Anspruch (im Sinne des Rechtsbrettes) hat der Kunde auf die Erbringung der Dienstleistung und auf die vereinbarten Nebenleistungen. Der Dienstleister hat Anspruch auf die Konditionen / Gegenleistungen, dazu gehöre neben der Bezahlungen aber auch Zuarbeiten oder ähnliches, die erforderlich sind, um die Leistung zu erbringen.

  3. Wird die Dienstleistung nicht wie vereinbart erbracht, gibt es in der Regel verschiedene Varianten der Nachbesserung, als ultima ratio dann Rücktritt vom Vertrag und in ganz besonderen Fällen ggf. auch Schadensersatz.

Übertragen auf dein Schulbeispiel:

  • Kunde ist nicht der Schüler, sondern Kunde sind die Eltern!

  • Die Dienstleistung, um die es geht, ist der Erziehungsauftrag, der nicht nur die reine Wissensvermittlung meint, sondern auch „Erziehung“ im eigentlichen Sinne, da ist soziales Verhalten bspw. mit eingeschlossen.

  • Es gibt aber auch eine Reihe von Gegenleistungen bzw. Rahmenbedingungen, an die sich der Kunde bzw. sein Gefolge (der Schüler) halten muss: Dazu gehören rechtliche, die wie im Gesundheitswesen auch, sehr umfangreich sind, dazu gehören aber auch die „AGB“ der Schule (Schul- und Hausordnung), die selbige braucht, um den Betrieb als solches aufrecht zu erhalten und um u.a. zu verhindern, dass das Verhalten eines Kunden zu Lasten anderer geht. Dazu gehört auch, dass - wie im Gesundheitswesen auch - meist derjenige der die Gegenleistung „Geld“ erbringt, nicht der ist, der die Dienstleistung in Anspruch nimmt.

  • Das Gebilde Eltern=Kunde bricht aber an einer weiteren Stelle zusammen: Es gibt nämlich noch eine weitere Besonderheit in dem Beispiel Schule, zumindest wenn wir von der Zeitspanne der Schulpflicht reden: Genau genommen sind nämlich gar nicht die Eltern die Kunden, sondern der Staat! Die Schule hat den ErziehungsAUFTRAG vom Staat bekommen. Das bedeutet, dass der Staat auch eine ganze Reihe Anforderungen stellen kann, an die sich dann die Schule, aber auch Eltern und Schüler halten müssen. Was das bedeutet spürt ihr gerade ganz akut in Sachen Sprengelpflicht!

Was bedeutet das konkret?

Vordergründig muss die Schule erst einmal dafür sorgen, dass sie die Anforderungen des Kunden Staat bedient und den Erziehungsauftrag nach dessen Vorgaben erfüllt. Den „Kunden Eltern“ gibt es da erst einmal nicht. Den „Kunden Schüler“ sowieso nicht. Im Gegenteil: Zwar haben die Eltern das Recht auf Erziehung, aber in Artikel 6 heißt es auch: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ Um also bei deinem Kundenmodell zu bleiben: Wenn man es genau nimmt, dann sind die Eltern auch Dienstleister des Staates! Das heißt: Um den ErziehungsAUFTRAG des Staates zu erfüllen, sitzen Eltern und Schule praktisch in einem Boot.

Um das Bild auf euren Fall zu spinnen: Das Boot auf hoher See kurz vor dem Ziel zu wechseln, ist riskant, kann aber erforderlich sein. Nur sollte man gut überlegen, wie viele Rettungsboote drum herum sind und wie man sich den Kapitänen dieser Rettungsboote gegenüber verhält - sonst geht man kurz vor dem Ziel über Bord und kann dann noch versuchen, bis zum Ufer zu schwimmen, ohne dabei abzusaufen.

LG Petra

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Hi,

Meine Kinder waren bis sie 12 und 13 waren „Kunden“…

Was du aus Erfahrung schreibst beschreibt sicherlich korrekt
die Realität. Bestätigt also nur meine Annahme, dass die
Gesellschaft eben immer noch nicht soweit ist - jedenfalls
nicht die Schulen.

Ich glaube aber nicht, dass Kundenmentalität einer Schule hilft und sie besser macht.
„Nett behandelt werden“ hat nichts mit „Kunde“ zu tun. Natürlich sollen Eltern/Schüler keine Bittsteller sein, aber auch keine Kunden. Der Lehrauftrag (denn das ist ganz als erstes die Aufgabe der Schule!) würde kompromittiert werden. Wie bekomme ich 500 Elternpaare und ihre Vorstellungen, was und wie gelehrt werden soll unter einen Hut? Was du dir vorstellst ist entweder falsch ausgedrückt (Kunde) oder unmöglich und ich möchte weder an einer Schule arbeiten, wo Schüler sich wie Kunden fühlen, noch meine Kinder dorthin schicken.

Diese Annahme ist falsch. Dem Jungen ist völlig klar, dass er
Mist gebaut hat.

Bist du sicher?

Ja - natürlich! Er hat Erfahrung im „Mist bauen“ :smile:

Und damit, dass er rausgehauen wird und sich nichts gefallen lassen muss?

Falsch. Ich hab doch geschrieben, dass er die Lehrertoilette
benutzt hat - das ist eindeutig Mist und ne Provokation, oder?

In jeder Schule, die ich kenne, ist die Lehrertoilette eigentlich abgeschlossen.

Das kapiert jeder Schüler, er auch.
Wir sind also keinesfalls unschuldig oder uneinsichtig denke
ich.

„Aber Lehrertoilette benutzen“ ist kein Grund von der Schule verwiesen zu werden.

Aber die Reaktionen der Schule sind unangemessen und
verstossen gegen die Spielregeln der Schule (!!)

Deshalb vermutet man eben mehr dahinter, wenn man deine Postings liest.

Mache ich mich nicht unglaubwürdig, wenn ich bei solch
massiven Pannen immer noch Partei für die Schule ergreife?

Nein, natürlich nicht, wenn wahr (versteh mich nicht falsch, aber wir kennen ja nur deine Seite, nur deshalb dieser caveat). Dennoch vermutest du, vor dem Gespräch am Dienstag bereits Mauscheleien und vermittelst dieses Misstrauen auch dem Jungen. :smiley:as ist sachlich hoffentlich falsch, weil die Mutter belibige

Zeugen, Anwälte oder Verwandte zu Gesprächen mitnehmen kann.

Mit nehmen kann sie, soweit ich weiß. Du hattest bisher aber immer nur von dir und dem Jungen geschrieben.

Gruß
Elke

schriftlicher Schulausschluss eingetroffen
Erstmal vorab: am Freitag kam der schriftliche Schulausschluss. Genau eine Woche nach dem Toiletten - Vorfall. „…erhält einen Schulausschluss für die restliche Schulzeit der Schuljahres…“
Begründung: Damentoilette verunreinigt.
Das hätte ich schon gerne genauer erfahren:

  • ist „verunreinigen“ wie pinkeln in die Toilette nicht Sinn einer solchen?
  • Wann?
  • Wo?
  • Warum bemerkt/ reklamiert das die Schule erst nach einer Woche?
  • Wo war der Schüler eigentlich letzte Woche?
  • Zeugen, Fotos?
    Oder hat da jemand ein Nickerchen gemacht, geschlampt, Angst gehabt?
    Der Junge bleibt dabei: er hat die nicht abgeschlossene (!) Toilette „bestimmungsgemäß“ benutzt.

Ich glaube aber nicht, dass Kundenmentalität einer Schule hilft und sie besser macht.
„Nett behandelt werden“ hat nichts mit „Kunde“ zu tun. Natürlich sollen Eltern/Schüler :keine Bittsteller sein, aber auch keine Kunden…
…Was du dir vorstellst ist entweder falsch ausgedrückt (Kunde) oder unmöglich und ich :möchte weder an einer Schule arbeiten, wo Schüler sich wie Kunden fühlen, noch meine :Kinder dorthin schicken.

Wir wechseln zwar schon wieder das Thema, aber ganz kurz noch.
Du hast völlig recht, ich hab mich falsch ausgedrückt. Genaugenommen will ich ja gerade KEIN Kunden – Lieferanten – „Gefälle“, sondern ein Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen den Beteiligten. Den „Kunden“ betone ich nur immer dann, wenn ich mich ungerecht und schlecht behandelt fühle – was hier mehrfach der Fall war und ist- um den Kurs zu korrigieren.

Diese Annahme ist falsch. Dem Jungen ist völlig klar, dass er
Mist gebaut hat.

Bist du sicher?

Ja - natürlich! Er hat Erfahrung im „Mist bauen“ :smile:

Und damit, dass er rausgehauen wird und sich nichts gefallen lassen muss?

Das ist ein Unterstellung und sachlich falsch. Er wird nicht „rausgehauen“, sondern sitzt alle Strafen (auch die ungerechten, s.o.) schön brav alleine ab.
Schule hat besonders in unserem Falle auch den Nebennutzen dass die Kinder lernen, auch mal ungerecht behandelt zu werden ohne auszuflippen – wie im richtigen Leben.
Aber hier wurde und wird sein Verhalten benutzt, um seine Leistungen zu schmälern und seine Ausbildung zu behinden – also nix mit „Lehrauftrag“: der Ausschluss aus dem M- Zug über die Schiene „schlechtes Betragen“ vor Jahren geht mir und vielen anderen (auch hier) deutlich zu weit. Da fühle ich mich nicht mehr als „Partner“, das ist Machtmissbrauch.
Ich hab schon mehrfach geschrieben, dass ich eher für zu harte als zu lasche „Maßnahmen“ bin. Aber die Spielregeln sollten vorher (!) bekannt und kalkulierbar sein und nicht manipuliert werden.
Wer 3 mal falsch parkt weiß zwar meist, dass er „böse“ war- rechnet aber nicht mit ner Gefängnisstrafe. Wenn er dann im Knast sitzt, dann darf man sich nicht wundern, wenn er rebelliert.

„Aber Lehrertoilette benutzen“ ist kein Grund von der Schule verwiesen zu werden.

Finde ich auch. Details dazu oben.

Aber die Reaktionen der Schule sind unangemessen und
verstoßen gegen die Spielregeln der Schule (!!)

Deshalb vermutet man eben mehr dahinter, wenn man deine Postings liest.

Warum vermutest du eigentlich nie, dass (auch) die Schulleitung Dreck am Stecken hat, sondern nur wir?

Mache ich mich nicht unglaubwürdig, wenn ich bei solch
massiven Pannen immer noch Partei für die Schule ergreife?

Nein, natürlich nicht, wenn wahr (versteh mich nicht falsch, aber wir kennen ja nur deine Seite, nur deshalb dieser caveat). Dennoch vermutest du, vor dem Gespräch am Dienstag bereits Mauscheleien und vermittelst dieses Misstrauen auch dem Jungen.

Ja, ich VERMUTE. Kein Wunder nach DER Vorgeschichte. So wie du oben „mehr dahinter“ vermutest 
Und DASS der „alte“ bei der „neuen“ unaufgefordert angerufen hat steht fest.
Das Misstrauen ist hier in meinen Augen angebracht. Wenn sich die neue Schule im Gespräch seltsam verhalten sollte, dann wisen wir, warum.
Aber ich hab dem Jungen auch erklärt, dass wir offen und voreingenommen in dieses Gespräch gehen, weil ich davon ausgehe, dass die „neue“ sich eine eigene Meineung bilden will.
Ich hab ihm also nix verschwiegen - warum sollte ich.

Gruß!

Timsy

Dienstleister ‚Schule‘?

Du hast ein recht einseitiges Bild von Dienstleistung, wenn
ich deine Äußerungen hier und die im all you can eat dazunehme.

Dazu hab ich oben im Thread grad geschrieben. Ich denke, mein Bild ist gar nicht soooo einseitig, wirkt aber hier so, weil ich mich um „Partnerschaft in Augenhöhe“ bemühe, aber permanent mit der Forderung nach beinahe devotem Verhalten gegenüber Schulen und anderen Behörden konfrontiert werde. Hier wurde halt auch schon gesagt, ich sei „Bittsteller“ – und das sehe ich eben anders.
Könnten wir uns auf den Begriff „Partner“ einigen? Eltern UND Schule sollten doch ähnliche Ziele verfolgen, wenns um die Kids geht, oder? Also an einem Strang ziehen.

Welche Dienstleistung der Dienstleister erbringt, zu
welchen Konditionen (Gegenleistung) und mit
welchen Nebenleistungen :bestimmt zunächst einmal
der Dienstleister.

Sorry- das ist unvollständig, ist aber ein guter Ansatz, den man weiterführen sollte: Der Dienstleister kann zwar bestimmen, was er will und die verrückteste Dienstleistung anbieten – aber ein „Vertrag“ kommt natürlich erst zustande, wenn er jemanden findet, der „mitspielt“. Sonst handelt es sich nur um ein Angebot, das möglicherweise keiner annimmt.
Ein Dachdecker kann ein Dach aus Zeitungspapier anbieten – das bestimmt er wirklich ganz alleine. Aber einen Vertrag, einen Kunden hat er deshalb noch lange nicht.
Der Vergleich hinkt natürlich wegen der Schulpflicht und des fast fehlenden Wettbewerbs. Aber das sollte kein Freibrief für schlechte Qualität sein.

Kunde ist nicht der Schüler, sondern Kunde sind die Eltern!

Nö: Kunde ist der Schüler – vertreten durch die Eltern. Aber egal.

Die Dienstleistung, um die es geht, ist der Erziehungsauftrag, der : nicht nur die reine
Wissensvermittlung meint, sondern auch „Erziehung“ im eigentlichen : Sinne, da ist soziales
Verhalten bspw. mit eingeschlossen.

Das wäre schööön!

Es gibt aber auch eine Reihe von Gegenleistungen bzw.
Rahmenbedingungen, an die sich der Kunde bzw. sein Gefolge
(der Schüler) halten muss: Dazu gehören rechtliche, die wie im
Gesundheitswesen auch, sehr umfangreich sind, dazu gehören
aber auch die „AGB“ der Schule (Schul- und Hausordnung),
die selbige braucht, um den Betrieb als solches aufrecht
zu erhalten und um u.a. zu verhindern, dass das Verhalten
eines Kunden zu Lasten anderer geht. Dazu gehört auch, dass -
wie im Gesundheitswesen auch - meist derjenige der
die Gegenleistung „Geld“ erbringt, nicht der ist, der die
Dienstleistung in Anspruch nimmt.

Versteh ich nicht: ich zahle Beiträge und krieg dafür Leistungen, auch wenns über die Kasse abgerechnet wird: die Kohle kommt von mir, oder?

Die Schule hat den ErziehungsAUFTRAG vom Staat bekommen.
Das bedeutet, dass der Staat auch eine ganze Reihe
Anforderungen stellen kann, an die sich dann die Schule, aber
auch Eltern und Schüler halten müssen. Was das bedeutet spürt
ihr gerade ganz akut in Sachen Sprengelpflicht!

Stimmt, aber „das Volk sind wir“ :smile:

Was bedeutet das konkret?

Vordergründig muss die Schule erst einmal dafür sorgen, dass
sie die Anforderungen des Kunden Staat bedient und
den Erziehungsauftrag nach dessen Vorgaben erfüllt.

Da tut sie sich wegen des Beamtenrechts schon schwer – kaum ein Ausbilder, der sich so viele „Schnitzer“ erlaubt wie die alte Schulleitung würde in der freien Wirtschaft „überleben“. Ein paar (!) Abmahnungen oder Ähnliches wären das mindeste.

Wenn man es genau nimmt, dann sind die Eltern auch
Dienstleister des Staates!

Dazu gäbs einiges zu schreiben- das sprengt den Thread hier.

Das heißt: Um den ErziehungsAUFTRAG des Staates zu erfüllen,
sitzen Eltern und Schule praktisch in einem Boot.

Und das ist auch gut so – aber dann sollte der Steuermann Ahnung haben und die Schule „mitrudern“ – nicht einfach mal ne Woche „abschalten“, wie oben beschrieben …

Um das Bild auf euren Fall zu spinnen: Das Boot auf hoher See
kurz vor dem Ziel zu wechseln, ist riskant, kann aber
erforderlich sein. Nur sollte man gut überlegen, wie
viele Rettungsboote drum herum sind und wie man sich den
Kapitänen dieser Rettungsboote gegenüber verhält - sonst geht
man kurz vor dem Ziel über Bord und kann dann noch versuchen,
bis zum Ufer zu schwimmen, ohne dabei abzusaufen.

Sehr richtig. Wir haben halt das vehemente Gefühl, dass der alte Käptn immer besoffen ist und den Kurs nicht mehr kennt - daher die Meuterei. Morgen kapern wir ne neue Fregatte, deren Käptn wir zwar nicht kennen, aber es kann ja kaum schlechter werden.
Ihr könntet uns ja eigentlich die Daumen drücken!?

Grüße aus dem Beiboot!
Timsy

Kundenstatement

Andere Einrichtungen sind bereits unterwegs oder angekommen:
vor 30 Jahren hätte kaum jemand gedacht, dass er im
Krankenhaus oder in einer Behörde als Kunde nett behandelt
werden könnte. :smile:

Wir haben unsere Jugendlichen immer als Kunden
behandelt. Schließlich zahlten ja die
Betriebe dafür. Die durften uns sogar bewerten.

Ich bin begeistert, jetzt sind wie schon zu zweit mit unserer Meinung!
Das widerspricht fast allen anderen Meinungen hier.

Im Gegenzug haben wir auch wert darauf gelegt das sich
die Jugendlichen auch entsprechend
als Kunden verhalten. Und gab es mal echte Probleme, dann waren
es nicht mehr unsere Kunden.
So einfach ist das.

Hervorragend! Es geht also doch!

Höflichkeit ist keine Einbahnstraße.

Ich gebe aber zu dass meine Erwartungen an die Erwachsenen schon höher sind als an die Kids.

Ja - natürlich! Er hat Erfahrung im „Mist bauen“ :smile:

Na dann, soll er doch die Suppe auslöffeln, er bekommt eben
als Kunde die Mitteilung das er
als Kunde unerwünscht ist.

Schön wärs – aber was ist mit dem Mist, den die Schule baut?
Warum bekommte ich dazu hier nie ne Antwort?
Wenn z.B. die Mitteilung nicht oder erst nach ner Woche kommt? Haben die noch alle Tassen im Schrank? Da hört mein Verständnis auf, da zweifle ich an der Eignung der Schule mehr als an der des Jungen.

Aber die Reaktionen der Schule sind unangemessen und
verstoßen gegen die Spielregeln der Schule (!!)

Echt, wer stellt die Spielregeln auf, wer hat das Hausrecht?

Die Spielregen stehen in der Bayr. Schulordnung oder so. Da ist genau geregelt, wie ein Schulausschluss ablaufen muss. Sollte ich vielleicht mal rauskopieren und der Schule faxen und meine Aufwendungen in Rechnung stellen. :smile:
Nochmals langsam zum mitdenken: Nix gegen Maßnahmen – aber immer schön an die Schulordnung halten. Vorbildfunktion nicht vergessen. Ist doch leicht zu verstehen, oder?
Her mit der angemessenen Strafe, sonst lernts der Junge nie! Aber sauber, nicht wie hier unter der Gürtellinie – mehr verlange ich nicht.
Und Hausrecht beinhaltet eben KEIN Recht zur Willkür.

Wie soll ich da dem Jungen Respekt vor solchen Menschen
vermitteln?

Keine Sorge, die Schule wird sich selbst Respekt
verschaffen. Zumindest bei den anderen Schülern.

Hat ja im Mittelalter auch geklappt, oder?
Das mit dem Respekt ist schon gescheitert – Schulausschluss ist an dieser Schule ein Standard – Druckmittel geworden - was auch zeigt, das das Problem nicht nur bei uns liegt. Die Schüler verlassen das sinkende Schiff derzeit wie die Ratten. Die Schulleitung ist überfordert.
Respekt ist was anderes – das wäre eine Schulleitung, mit der ich mich nicht schämen muss.

Du machst alle unglaubwürdig. Junior spürt keine Konsequenzen für sein Verhalten.

Falsch, wie kommst du eigentlich da drauf? Wie bereits mehrfach geschrieben, löffelt er „angemessen“ aus, was ich für angemessen halte. Sogar den Schulausschluss, den ich NICHT für angemessen halte. Aber wir werden NICHT die 10. Klasse gefährden wegen eines durchgeknallten Schulleiters.

Setzt Du dich durch, untergräbst Du die Autorität der Lehrer,
und ihr macht euch selbst unglaubwürdig weil ihr eure
eigene Autorität untergrabt.

Dein konstruktiver Vorschlag fehl mir hier: Erziehung zum Ja- Sager?
Wenn DU ernsthaft der Meinung wärst, dass DEIN Junge von wem auch immer (Schule, Amt, Polizei) ungerecht behandelt wird – z.B. weil er sich nicht wehrt. Würdest du dann nix tun?

Aber im Ernst: herzlichen Dank für deinen Beitrag – besonders oben mit deinem Kundenstatement hast du mir sehr geholfen, weil andere hier nicht wahrhaben wollen, dass es so was überhaupt geben darf.

Grüße!

Timsy

Hallo Timsy,

  • Warum bemerkt/ reklamiert das die Schule erst nach einer
    Woche?

Sie haben dir jetzt (wahrscheinlich am Freitag abgeschickt), die offizielle Mitteilung zukommenlassen. Es müssen einige formale Kriterien erfüllt sein (z.B. wie schon jemand erwähnt hat, muss eine Gesamtkonferenz über einen Schulausschluss entscheiden, zu einer Gesamtkonferenz muss formal richtig geladen werden, dann muss das Ergebnis noch von jemandem getippt, von jemand anderem unterschrieben, und schließlich frankiert und zur Post gebracht werden. Eine Woche finde ich nun nicht so schrecklich lang (allerdings gebe ich dir recht ,dass die Kommunikation in der Zeit zwischen dem Vorfall und dem Brief nicht richtig gelaufen ist).

Der Junge bleibt dabei: er hat die nicht abgeschlossene (!)
Toilette „bestimmungsgemäß“ benutzt.

Hier wird wohl Aussage gegen Aussage stehen und die vorgegangenen Verfehlungen werden durchaus bei seiner (Nicht)Glaubwürdigkeit zu Buche schlagen. Das mag im vorliegenden Fall nícht fair oder gerecht sein, aber nachvollziehbar.

Deine Annahme ist falsch. Dem Jungen ist völlig klar, dass er

Mist gebaut hat.

Bist du sicher?

Ja - natürlich! Er hat Erfahrung im „Mist bauen“ :smile:

Und damit, dass er rausgehauen wird und sich nichts gefallen lassen muss?

Das ist ein Unterstellung und sachlich falsch.

Bitte lies richtig. Ich habe nichts unterstellt, ich habe nachgefragt. Eine Frage, die mehr aufgrund dessen WIE du schreibst (weitaus mehr als WAS du schreibst) sich fast von selbst stellt, jedenfalls bei mir.

Er wird nicht
„rausgehauen“, sondern sitzt alle Strafen (auch die
ungerechten, s.o.) schön brav alleine ab.

Das klingt eben genau wieder nicht nach Einsicht, sondern nach „naja, wenn die meinen, aber recht haben sie nicht“. Und genau diese Haltung spricht aus allem ,was du schreibst.
Und dann wunderst du dich, dass man von deiner Darstellung nicht überzeugt ist.

Schule hat besonders in unserem Falle auch den Nebennutzen
dass die Kinder lernen, auch mal ungerecht behandelt zu werden
ohne auszuflippen – wie im richtigen Leben.

S.o. --> der Junge lernt nicht, dass er Mist gebaut hat, sondern bekommt (von dir?) vermittelt, dass man manchmal Mist ertragen muss.
Das ist genau das, was ich auch in den anderen Posts von dir gelesen habe.

Aber hier wurde und wird sein Verhalten benutzt, um seine
Leistungen zu schmälern und seine Ausbildung zu behinden –
also nix mit „Lehrauftrag“: der Ausschluss aus dem M- Zug über
die Schiene „schlechtes Betragen“ vor Jahren geht mir und
vielen anderen (auch hier) deutlich zu weit. Da fühle ich mich
nicht mehr als „Partner“, das ist Machtmissbrauch.

Vielleicht - bitte, ich will die Schule nicht unbedingt entschuldigen, nur versuchen eine andere mögliche Sichtweise darzustellen - war es der Versuch, dem Jungen durch einen Schuss vor den Bug klarzumachen, dass er sein Verhalten ändern muss. Hat wohl nicht funktioniert, sonst würdest du nicht von seinen Fehltaten schreiben.

Ich hab schon mehrfach geschrieben, dass ich eher für zu harte
als zu lasche „Maßnahmen“ bin. Aber die Spielregeln sollten
vorher (!) bekannt und kalkulierbar sein und nicht manipuliert
werden.

Ja. Aber das kann ich von hier nicht beurteilen.

Wer 3 mal falsch parkt weiß zwar meist, dass er „böse“ war-
rechnet aber nicht mit ner Gefängnisstrafe. Wenn er dann im
Knast sitzt, dann darf man sich nicht wundern, wenn er
rebelliert.

Auch hier: die Schule sieht das eventuell anders. Auch bin ich fast sicher, dass zwischen Schule und Junge wesentlich mehr Kommunikation abgelaufen ist, als das, was du über den Jungen gehört hast. Da wird sehr oft von seiten der Jugend (und ich spreche hier als Mutter, nicht als Angestellte im Schulbetrieb) einfach nicht hingehört.
Gerade weil es immer eine zweite (und 3. und 4. und 5.) Chance gibt, wundert sich der betroffene Jugendliche, wenn es plötzlich diese Chancen nicht mehr gibt.
Andersrum: wahrscheinlich gibt es die Regel, um bei deinem Beispiel zu bleiben, nach 1. Parkvergehen Verweis, nach 2. Gefängnis. Weil man nicht unmenschlich sein will, drückt man bei 2 ein Auge zu und dann wundert sich der Falschparker, dass bei 3. plötzlich das passiert, was bereits bei 2 hätte passieren sollen.

„Aber Lehrertoilette benutzen“ ist kein Grund von der Schule verwiesen zu werden.

Finde ich auch. Details dazu oben.

Lehrertoilette zu versauen schon.
Gehen wir mal nicht von einem absichtlichen „Racheakt“ der Schulleitung und/oder des Hausmeister aus, sondern davon, dass vielleicht die Toilette schon vor dem Jungen von jemand anderem versaut worden ist - wie soll die Schulleitung reagieren, wenn sie denken, sie haben den Übeltäter, der zwar leugnet, aber eben nicht als kooperativer, verständiger Schüler bekannt ist?

Aber die Reaktionen der Schule sind unangemessen und
verstoßen gegen die Spielregeln der Schule (!!)

Wie gesagt, das mit den Spielregeln kann ich nicht beurteilen.

Deshalb vermutet man eben mehr dahinter, wenn man deine Postings liest.

Warum vermutest du eigentlich nie, dass (auch) die
Schulleitung Dreck am Stecken hat, sondern nur wir?

Weil du (nicht die Schulleitung) hier in einem Ton schreibst, der immer nur gerade soviel „Einsicht“ zeigt, wie du noch zeigen kannst, ohne deine Position zu verlieren. Weil dein Ton vermuten lässt, dass du nur darauf wartest, dass dir jemand halbwegs recht gibt. Und weil es nichts bringt, dich einfach nur zu bestätigen.

Und DASS der „alte“ bei der „neuen“ unaufgefordert angerufen
hat steht fest.

Nicht, so wie du es dargestellt hast und nicht so wie ich trans-schulische Kommunikation kenne.

Aber ich hab dem Jungen auch erklärt, dass wir offen und
voreingenommen in dieses Gespräch gehen, weil ich davon
ausgehe, dass die „neue“ sich eine eigene Meineung bilden
will.

Du meinst sicher „unvoreingenommen“. Da könnte man dir jetzt aber einen Freud draus drehen.

Gruß
Elke

Hallo,

Ich denke, mein
Bild ist gar nicht soooo einseitig, wirkt aber hier so, weil
ich mich um „Partnerschaft in Augenhöhe“ bemühe, aber
permanent mit der Forderung nach beinahe devotem Verhalten
gegenüber Schulen und anderen Behörden konfrontiert werde.

Das Problem ist schon, dass du nur die zwei Alternativen „devot“ und „partnerschaftlich“ siehst.
„Partnerschaftlich“ kann die Schule sich geben, aber sie wird es nie sein, weil die Positionen und die Absichten zu unterschiedlich sind.

Hier wurde halt auch schon gesagt, ich sei „Bittsteller“ – und
das sehe ich eben anders.

Ich kann mich nur erinnern, dass ich gesagt habe, du solltest dich nicht als Bittsteller verstehen.
Aber auch hier: zwischen Bittsteller und „auf die Kooperation der anderen angewiesen“ sein, ist ein großer Unterschied.

Könnten wir uns auf den Begriff „Partner“ einigen? Eltern UND
Schule sollten doch ähnliche Ziele verfolgen, wenns um die
Kids geht, oder? Also an einem Strang ziehen.

An einem Strang ziehen - natürlich. Aber vergiss nicht, dass die Schule 500 Schüler hat, denen sie alle gerecht werden muss.

Der Vergleich hinkt natürlich wegen der Schulpflicht und des
fast fehlenden Wettbewerbs. Aber das sollte kein Freibrief für
schlechte Qualität sein.

Das Problem hier ist allerdings, wer die Qualität wie definiert.

Kunde ist nicht der Schüler, sondern Kunde sind die Eltern!

Nö: Kunde ist der Schüler – vertreten durch die Eltern. Aber
egal.

Nein, es stimmt schon, was oben steht: der Schüler, solange er noch minderjährig ist, ist sicher kein Kunde, denn dann würde er Dinge fordern (liegt in der Natur von Minderjährigen), die dem Erziehungsauftrag widersprechen. Er kommt nicht mal hin, wann es ihm passt, und holt sich ein paar Brocken Wissen/Erziehung ab, sondern die Eltern machen sicher, dass der Jugendliche/das Kind zur Schule geht und erwarten, dass er dort etwas lernt, erzogen wird und wenigstens beaufsichtig wird.

Die Schule hat den ErziehungsAUFTRAG vom Staat bekommen.
Das bedeutet, dass der Staat auch eine ganze Reihe
Anforderungen stellen kann, an die sich dann die Schule, aber
auch Eltern und Schüler halten müssen. Was das bedeutet spürt
ihr gerade ganz akut in Sachen Sprengelpflicht!

Stimmt, aber „das Volk sind wir“ :smile:

Das heißt aber nicht, dass jeder Einzelne seine Vorstellungen 1:1 durchsetzen kann. Es gibt Gesetze, die ich nicht für richtig halte, aber das heißt nicht, dass ich sie ignorieren kann. Das heißt, ich kann mich in den demokratischen Prozess einbringen, um sie zu ändern. Wenn ich Glück habe, finde ich Gleichgesinnte, weil ich als Einzelner sonst in einer Demokratie nichts erreiche.

Gruß
Elke

Hallo Elke!

„Partnerschaftlich“ kann die Schule sich geben, aber sie wird
es nie sein, weil die Positionen und die Absichten zu
unterschiedlich sind.

Schade, aber du könntest recht haben. Wirklich schade.

An einem Strang ziehen - natürlich. Aber vergiss nicht, dass
die Schule 500 Schüler hat, denen sie alle gerecht werden
muss.

Ich weiß, dass das alles nicht einfach ist für die Schule, dass sie natürlich auch Fehler machen darf.
Aber im konkreten Beispiel geht es um sehr überlegtes Handeln der Schule - auch „Vorsatz“ genannt. Und möglicherweise aus sogenannten „niedrigen Beweggründen“ wie Rache - was ich natürlich nicht beweisen kann.
Und wenn es z.B.stimmt , wie hier schon geschrieben, dass die Schulleitung auf 180 ist, weil die Lehrertoiletten bereits öfter verschmutzt wurden - warum sind die dann nicht wie üblich abgeschlossen?
Und muss dann wirkicht der „erwischte“ Schüler ein Präzedenzfall werden? Warum zahlt der ausnahmsweise erwischte Temposünder dann nicht für 100 andere, die nie erwischt werden?

Der Vergleich hinkt natürlich wegen der Schulpflicht und des
fast fehlenden Wettbewerbs. Aber das sollte kein Freibrief für
schlechte Qualität sein.

Das Problem hier ist allerdings, wer die Qualität
wie definiert.

Ich nicht. Die Schule auch nicht. Sondern die Vorgaben, wie z.B. ein Schulausschluss „funktioniert“ kommen vom bayr. Schulgesetz.
Aber wie schon so oft hier geschrieben: das kennt die Schule wohl nicht - oder es interessiert sie nicht?
Tendenz zu letzterem.

Nö: Kunde ist der Schüler – vertreten durch die Eltern. Aber
egal.

Nein, es stimmt schon, was oben steht: der Schüler, solange er
noch minderjährig ist, ist sicher kein Kunde, denn dann würde
er Dinge fordern…, die
dem Erziehungsauftrag widersprechen.

OT, aber egal: wenn ein 15-jähriger Jugendlicher ein Mopped mit seinem Geld kauft, dann ist er der Käufer und Kunde. Auch wenn die Eltern dabei sind und verhindern, dass er ne Honda mit 1000 PS kauft, sondern ein Mofa, das er fahren kann und darf. Sie vertreten seine Interessen - er ist trotzdem der Kunde - denke ich jedenfalls.

…erwarten, dass…er wenigstens beaufsichtigt wird.

Gescheitert - eine Woche ohne Aufsicht, wie du bereits weißt.

Stimmt, aber „das Volk sind wir“ :smile:

Es gibt Gesetze, die ich nicht für
richtig halte, aber das heißt nicht, dass ich sie ignorieren
kann.

Kann ich durchaus. Es gibt genügend Fälle in der Geschichte, wo ich das sogar muss - und das ist noch nicht so lange her. Ein Gesetz, das meiner Moral widerstrebt werde ich „umgehen“, wann immer ich kann. Das letzte Wort und die finale Verantwortung für mein Handeln hab nur ich - es gibt keine Ausrede, kein Gesetz, das mir das abnimmt.
Aber das sprengt wirklich den Rahmen hier.

Das heißt, ich kann mich in den demokratischen Prozess
einbringen, um sie zu ändern. Wenn ich Glück habe, finde ich
Gleichgesinnte, weil ich als Einzelner sonst in einer
Demokratie nichts erreiche.

Aber dafür bleibt nun keine Zeit - morgen ist der Termin :smile:

Danke, Elke!

Gruß!

Timsy

Hallo Timsy,

jetzt würde ich aber gerne wissen, wie das Gespräch und das Ergebnis desselben heute war.

Gruß
Elke

Hallo Elke!

Danke für dein Interesse.
Hab noch 2 Besprechungen und schreib hier, sobald ich kann.
War jedenfalls richtig spannend.
Resümee: wir haben einen Deal gemacht, wir drei sind mehr als zufrieden.

Alles wird gut :smile:
Timsy

Finaler Deal
Gestern war der Termin an der neuen Schule.
Junge, Mutter + ich, Schulleiter + ein Lehrer
Kühle Begrüßung mit sofortigem Start in ein „Verhör“: was war an der alten Schule genau, welche Vorfälle bis hin zu Frage nach dem Wortlaut. Der Junge antwortet verhalten und defensiv.
Erstaunen über unsere Statments, warum der M-Zug bei so guten Noten nicht besucht werden durfte: Schulausschluss mit „mangelhaft“ in nicht geschriebenen Proben ohne Nachschrift- Chance: sowas darf es doch nicht geben und wird daher mehrfach bezweifelt.
Das erscheint hier unglaublich - wird evtl. nochmal hinterfragt (bei der alten Schule?).
Uns ist das egal - Vergangenheit.
Die Schule betont mehrmals, dass sie unpassendes Verhalten keinesfalls tolerieren wird, aber ebenso keinesfalls mit schlechten Noten ahnden wird.
Hört sich an wie Musik in meinen Ohren :smile:

Dann nochmal Erwähnung der sehr guten bis guten Leistungen des Schülers durch den Lehrer, „Intelligenz muss also vorhanden sein“.
Man kann jeden Schüler gebrauchen, auch um bestimmte Mindestkursstärken zu erreichen.
Die Schule legt uns ihre Hausordnung und einen Gastschüler- Vertrag vor, in dem elementare Forderungen der Schule aufgelistet sind (Pünktlichkeit, keine Gewalt, Waffen, Zigaretten…)
Sowas können wir natürlich entspannt unterschreiben, weil in unseren Augen selbstverständlich. Diente wohl in erster Linie dazu, dem Schüler klarzumachen, dass er sich zu benehmen hat, sonst ist Schluss mit „Gast“.
Der Vertag ist zwar einseitig - nur Pflichten für uns, keine Rechte (im richtigen Leben hätte ich gefordert, dass die Schule ihrerseits bestätigt, dass sie sich an die Schulordnung halten wird) - aber das ist ja hier so was wie ne „Spielwelt“, insofern egal.
Dann noch Detaildiskussion über mögliche Kurswahl, Organisatorisches.
Ein paar Witzchen „Sie Haben Ihr Ziel Erreicht…“ etc…
Man bedankt sich gegenseitig. Wir gehen raus.
Am Parkplatz gibt uns der Lehrer noch Tips zu seinem Fach.
Ich hab den Jungen selten so erleichtert und strahlend gesehen. Er muss nie wieder in die alte Schule - die Bücherrückgabe übernehmen wir :smile:
Das Einverständnis der alten Schule liegt bereits vor, vermutlich macht die Gemeinde auch keine Probleme.
Jetzt liegt alles an uns. Es gibt natürlich keine Garantien - aber mehr konnten wir nicht erwarten.
Auch wenn die ersten Minuten anders aussahen - hier fühle ich mich (anders als in der alten Schule) zwar vielleicht nicht als Kunde, aber wenigstens als Partner.

Danke für euer Interesse!
(Habt ihr heimlich doch Daumen gedrückt?)

Grüße

Timsy - der schon wieder neue Fragen hat :smile:

Hallo Timsy,

danke für die Rückmeldung. Klingt gut, ich drücke dem Jungen die Daumen.

Dazu noch kurz:

Die Schule legt uns ihre Hausordnung und einen Gastschüler-
Vertrag vor, in dem elementare Forderungen der Schule
aufgelistet sind (Pünktlichkeit, keine Gewalt, Waffen,
Zigaretten…)

Der Vertag ist zwar einseitig - nur Pflichten für uns, keine
Rechte (im richtigen Leben hätte ich gefordert, dass die
Schule ihrerseits bestätigt, dass sie sich an die Schulordnung
halten wird) - aber das ist ja hier so was wie ne „Spielwelt“,
insofern egal.

Genau hier kommt wieder das gleiche Gefühl hoch, wie bei anderen Aussagen von dir.
Es ist kein richtiger Vertrag, bei einem Vertrag müssten tatsächlich mindestens zwei Parteien unterschreiben.
Die Schule hat euch die Regeln und Bedingungen erklärt und lässt unterschreiben, womit ihr die Kenntnis dieser Regeln bestätigt. An unserer Schule lassen wir inzwischen (nach leidvoller Erfahrung) die Eltern unterschreiben, dass sie erklärt bekommen haben, wie die flexible Eingangsstufe funktioniert und was das konkret für sie bedeutet. Aber das ist kein Vertrag.

Gruß + nochmal alles Gute (für den Jungen)
Elke

Hallo Elke,

Genau hier kommt wieder das gleiche Gefühl hoch, wie bei
anderen Aussagen von dir.

Klar - an meiner Grundeinstellung hat sich natürlich nix geändert.
Aber die sich hier anbahnende „Partnerschaft“ mit dem gemeinsamen Ziel, aus dem Jungen was zu machen ist doch in Ordnung?
Logisch, dass die Schule Ziele verfolgen muss, die mich nur sekundär interessieren (Schülerzahlen, Kurse auffüllen…)
Aber das ist ok.

Es ist kein richtiger Vertrag, bei einem Vertrag müssten
tatsächlich mindestens zwei Parteien unterschreiben.

Prinzipiell ist es ein Vertrag, weil:

  • beide Seiten unterschrieben haben
  • Vertrag drübersteht
    Nur die Beidseitigkeit von Leistungen fehlt.
    Aber ich zweifle ja derzeit nicht daran, dass DIESE Schule sich an die Schulordnung hält - das brauch ich nicht noch extra schriftlich.

Gruß und dankeschön für deine „Begleitung“…
Du hast mir wirklich geholfen. Vielleicht trffen wir uns ja hier mal wieder- würde mich freuen :smile:

Timsy