Mal angenommen, man hätte einen Bekannten der kein eigenes Auto besitzt und sich deshalb gelegentlich einen Wagen mietet.
Dieser Bekannte leiht nun zum ersten Mal einen Wagen bei einer neuen, besonders günstigen Mietwagenfirma - ich nenne sie hier mal „Heart-Car“ Autovermietung.
Dem Bekannten fällt auf, daß der Wagen bei der Übergabe ungewöhnlich viele kleine Dellen und Kratzer hat, die aber alle sauber auf dem Mietvertrag ausgewiesen sind.
Nach 3 Tagen ohne Probleme gibt der Bekannte das Auto wieder zurück.
Einige Zeit später flattert ihm ein Brief ins Haus, es sei ein Schaden am Wagen gefunden worden. Bei einem Termin bei Heart-Car wird dieser Schaden von einem Mitarbeiter der Firma erst nicht gefunden. Ein anderer Mitarbeiter präsentiert aber etwas später tatsächlich einen winzigen Kratzer im Lack.
Die Selbstbeteiligung bei der abgeschlossenen Vollkaskoversicherung beläuft sich auf 700 Euro.
Der Bekannte soll nun 500 Euro für die Neulackierung der gesamten Autotür bezahlen. Darüber hinaus noch ein von Heart-Car erstelltes Gutachten.
Bei einer kurzen Recherche im Internet findet mein Bekannter dann auch sofort mehrere Erfahrungsberichte, die genau dieses Vorgehen der Firma Heart-Car zum Thema haben. Anscheinend kein Einzelfall.
Lohnt es sich für meinen Bekannten einen Anwalt einzuschalten, oder ist die Lage für Ihn aussichtslos? Er hat schließlich den Mietvertrag unterschrieben und sich mit der hohen Selbstbeteiligung einverstanden erklärt.