mal angenommen herr meier wohnt an einem dicht bewohnten platz in einer stadt.
gegenüber von herrn meiers haus gibt es eine so genannte herren-kneipe. nennen wir diese mal türkspor123, in der kneipe wird geraucht, karten gespielt und fussball geschaut.
im sommer ist immer die tür auf sodass der raum gut belüftet wird. nun wir es aber wieder kälter draußen und den herren ist kalt. der chef von türkspor123, herr Y hatte eine super idee… kurzum wurde dann über die tür ein stück rausgenommen und ein werkslüfter, kuhstallüfter, gebläselüfter oder wie das heißt eingebaut.
soweit so gut, tür ist zu lüfter ist an, raum wird belüftet, klasse gelöst herr Y !
allerdings hat herr Y eines unbeachtet gelassen: der lüfter erzeugt einen derart penetranten lauten&tiefen brummton dass herr meier das gefühl hat auf dem platz steht ein kühl-LKW mit laufendem gebläse.
das gefällt dem herr meier natürlich nicht wirklich da sein schlaf und durch die neue gewonnene emission erheblich gestört wird…
so, die frage ist: was könnte man dem herr meier raten bevor dieser ein bürerinitiative gründet oder andere dummheiten zu beseitigung des problems macht?
geht da evtl. was mit BImSchG §30 ?
danke für feedback?
Hallo,
das BImSchG hilft da nicht weiter. Herr Meier sollte sich mal mit seinem LImSchG beschäftigen. Wobei die Werte bei Gaststätten mit hoher Wahrscheinlichkeit über die TA LÄrm
http://www.dfld.de/Link.php?URL=Archiv/TALaerm/TALae…
laufen.
Dann sollte Herr Meier mal herausfinden, in was für einem Gebiet er wohnt (Mischgebiet, Wohngebiet, Gewerbegebiet) - daraus ergeben sich dann die Sollwerte (Immissionsrichtwerte). Wichtig beim von Herr Meier beschriebenen Ton:
Das sind mit hoher Wahrscheinlichkeit zweit Sonderfälle in der Bewertung von Lärm: zum einen ist es ein Dauerton, das heißt es müsste ein Zuschlag für Tonhaltigkeit greifen (ein einzelner Ton ist nerviger, aufdringlicher als mehrere) - und dann dürfte es sich auch um tieffrequente Geräusche handeln, die nach DIN 45680 zu messen sind.
Mit den Vorinfos mal ab zum Umweltamt der Gemeinde und da auf den Busch klopfen, die mögen doch bitte mal messen. Und das sind dann auch eigentlich die, die aktiv werden, wenn es zu laut ist.
LG Petra
so, die frage ist: was könnte man dem herr meier raten bevor
dieser ein bürerinitiative gründet oder andere dummheiten zu
beseitigung des problems macht?
hallo jockel
einfach mal mit dem betreiber der kneipe reden!
sabine
Guten Tag,
danke für eure tipps,
der alte hippie herr meier wohnt in einem stark bewohnten wohngebiet in der innenstadt, an einem sogenannten marktplatz. da ist es eh schon laut aber dieser lüfter im hause gegenüber (wo der platz eigentlich wieder zur verkehrsberuhigten straße wird ) ist dann doch etwas zuviel da der oft bis spät nachts (3.00/4.00 und länger) an ist… bis kein fussball mehr läuft, die herren müde sind und keine luste mehr haben zu rauchen und karten zu spielen oder sich zu streiten… bon nuit!
mal sehen wie der herr meier weitermacht, es wird berichtet 
Nichtrechtlicher Tipp zur Deeskalation
Hallo,
Das Folgende schreibe ich aus eigener Erfahrung, denn wir hatten ein analog gelagertes Problem auch schon einmal. (Da keine rechtlichen Tipps folgen, nehme ich an, dass dieser Hinweis erlaubt ist.)
Diese Ventilatoren haben meistens verschiedene Stufen. Die oberste Stufe ist meist recht laut und tatsächlich für die Nachbarschaft nervig. Die unterste Stufe dagegen hört man im Nachbarhaus nicht mehr (und sie reicht zur Belüftung offenbar auch aus).
Meistens haben diese Ventialtoren Zeitschaltuhren und sind vom Hausmeister oder Firma „irgendwie“ eingestellt worden. Deshalb könnte es sich lohnen, mit dem Beitreiber (und falls dieser sich nicht auskennt mit dem Hausmeister) zu sprechen und vorzuschlagen, dass der Ventilator nicht ausgeschaltet sondern auf niedrigerer Stufe betrieben wird.
Nach meiner Erfahrung können damit dann beide Seiten leben.
Mit vielen Grüssen,
Walkuerax