Folgender Fall: ein Ausländer (nicht EU) arbeitet in Deutschland mehrere Jahre regulär und zahlt in dieser Zeit ganz normal Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.
Jetzt verlässt er Deutschland wieder um in einen anderen Land zu arbeiten (EU oder nicht EU). Kann er dann die gezahlten Sozialversicherungsbeiträge zurück bekommen?
Bei uns in der Uni hatten wir mal so einen Fall (meine ich mich zu erinnern) - die Ausländer mussten nur beteuern, nicht wieder in Deutschland zu arbeiten.
Jetzt verlässt er Deutschland wieder um in einen anderen Land
zu arbeiten (EU oder nicht EU). Kann er dann die gezahlten
Sozialversicherungsbeiträge zurück bekommen?
Welche ? Die Krankenversicherungsbeiträge ? Wohl kaum, denn dafür war er ja während seines Aufenthaltes versichert. Arbeitslosenversicherung ? Dito. Rentenversicherungsbeiträge ? Darüber läßt sich evt. reden. Wenn weniger als 60 Monate Beiträge gezahlt wurden, dann kann man sich die Beiträge erstatten lassen. Ab dem 60. Monat ist ein Rentenanspruch entstanden und eine Erstattung nicht mehr möglich.
Wo kann man denn die Erstattung der
Rentenversicherungsbeiträge beantragen bzw. dazu weitere Informationen bekommen?
So überraschend das zu sein scheint: Bei der Deutschen
Rentenversicherung.
Ob du’s glaubst oder nicht - ein nicht seit Jahren im Berufsleben stehender Mensch, der jobbt und dem Rentenversicherungsbeiträge vom Lohn abgezogen werden, hat doch zunächst überhaupt nichts mit der „Deutschen Rentenversicherung“ zu tun. Man hat sich nie bewusst dort angemeldet und hat auch nicht unbedingt mit ihr Korrespondenz gehabt - woher sollte derjenige also wissen, an wen er sich zu wenden hat?
Noch dazu ist die Deutsche Rentenversicherung ein nicht wirklich so einheitliches Ding. Als ich mal dort angerufen habe, wurde ich gefragt, wer denn mein „Träger“ sei. Da hab ich erst mal eher dumm geschaut…
Ob du’s glaubst oder nicht - ein nicht seit Jahren im
Berufsleben stehender Mensch, der jobbt und dem
Rentenversicherungsbeiträge vom Lohn abgezogen werden, hat
doch zunächst überhaupt nichts mit der „Deutschen
Rentenversicherung“ zu tun.
Naja, üblicherweise bekommt man ein Anschreiben in dem Die Rentenversicherungsnummer zugeteilt wird. Außerdem schreibt einen diese Versicherung jährlich an, um die zu erwartende Rente mitzuteilen.
Man hat sich nie bewusst dort
angemeldet und hat auch nicht unbedingt mit ihr Korrespondenz
gehabt - woher sollte derjenige also wissen, an wen er sich zu
wenden hat?
Das erledigt der Arbeitgeber, trotzdem schreibt die Behörde einen an und teilt die Versichertennummer mit, außerdem erhält man seinen Sozialversicherungsausweis von dieser.
Ob du’s glaubst oder nicht - ein nicht seit Jahren im
Berufsleben stehender Mensch, der jobbt und dem
Rentenversicherungsbeiträge vom Lohn abgezogen werden, hat
doch zunächst überhaupt nichts mit der „Deutschen
Rentenversicherung“ zu tun.
Naja, üblicherweise bekommt man ein Anschreiben in dem Die
Rentenversicherungsnummer zugeteilt wird. Außerdem schreibt
einen diese Versicherung jährlich an, um die zu erwartende
Rente mitzuteilen.
Also ich habe als Schüler 1996 eine Sozialversicherungsnummer und einen Ausweis zugeteilt bekommen. Damals hieß es noch gar nicht „Deutsche Rentenversicherung“, und mir war damals auch eher schleierhaft, was es genau mit der Nummer auf sich hat (ich hatte einen geringfügigen sozialversicherungsfreien Job). Eventuell war mein Träger die Bundesknappschaft (?).
Das nächste Mal hatte ich mit der Rentenversicherung, trotz vieler kleiner Jobs und dem Berufseinstieg, erst wieder ca. 2007 im Rahmen einer Kontenklärung zu tun. Dazwischen war „Deutsche Rentenversicherung“ für mich eher kein Begriff.
Die jährlichen Schreiben bekommt man erst ab einem gewissen Alter und/oder einer gewissen Pflichtversicherungszeit (5 Jahre?) - ich bekomme jedenfalls noch keine.
Ob du’s glaubst oder nicht - ein nicht seit Jahren im
Schon mal was von Google gehört ?
Noch dazu ist die Deutsche Rentenversicherung ein nicht
wirklich so einheitliches Ding.
1986 noch nicht, stimmt. Inzwischen aber schon. Nennt sich „Deutsche Rentenversicherung Bund“.
habe, wurde ich gefragt, wer denn mein „Träger“ sei. Da hab
ich erst mal eher dumm geschaut…
Damals gab es auch noch die Unterscheidung in „Arbeiter“ und „Angestellte“, die hatten auch noch verschiedene Rentenversicherungsträger. Inzwischen gibt es regelmäßige Informationen über die gesetzliche Rente per Post ins Haus, auf der der Träger und seine Kontaktmöglichkeiten draufstehen.
Ob du’s glaubst oder nicht - ein nicht seit Jahren im
Schon mal was von Google gehört ?
Nee, was ist das? So eine Art Krapfen?
Noch dazu ist die Deutsche Rentenversicherung ein nicht
wirklich so einheitliches Ding.
1986 noch nicht, stimmt. Inzwischen aber schon. Nennt sich
„Deutsche Rentenversicherung Bund“.
Ist aber, wie gesagt, kein einheitliches Ding…:
_Die Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland (allgemeine Rentenversicherung und knappschaftliche Rentenversicherung) werden von Regionalträgern und Bundesträgern wahrgenommen, die seit dem 1. Oktober 2005 unter dem gemeinsamen Namen Deutsche Rentenversicherung firmieren. Der Name der Regionalträger der gesetzlichen Rentenversicherung besteht aus der Bezeichnung „Deutsche Rentenversicherung“ und einem Zusatz für ihre jeweilige regionale Zuständigkeit. Bundesträger sind die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Die Deutsche Rentenversicherung Bund nimmt auch die Grundsatz- und Querschnittsaufgaben und die gemeinsamen Angelegenheiten aller Träger der Rentenversicherung wahr. So ist der Oberbegriff Deutsche Rentenversicherung nur gemeinsamer Name, Logo und symbolisches Dach für alle Träger, jedoch keine ihnen übergeordnete Behörde. _
(Wikipedia)
Inzwischen gibt es regelmäßige
Informationen über die gesetzliche Rente per Post ins Haus,
auf der der Träger und seine Kontaktmöglichkeiten draufstehen.
Habe ich und haben viele andere noch nie bekommen:
Wer bekommt eine Renteninformation?
Von 2005 an erhalten alle Rentenversicherten ab dem 27. Lebensjahr eine Renteninformation. Voraussetzung ist, dass sie zu diesem Zeitpunkt mindestens für 5 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Insgesamt 42 Millionen Renteninformationen pro Jahr verschickt die Rentenversicherung. Nach Vollendung des 54. Lebensjahres bekommen die Versicherten alle 3 Jahre eine Rentenauskunft anstelle der Renteninformation. Darin ist die Höhe der Rente aufgeführt, die ihnen ohne weitere rentenrechtliche Zeiten als Regelaltersrente ab dem 65. Lebensjahr zusteht.
Ich wollte ja nur sagen, dass man es jemandem nicht vorwerfen kann, der jung ist und nicht weiß, wer für die Rentenversicherung der Ansprechpartner ist.
Ich wollte ja nur sagen, dass man es jemandem nicht vorwerfen
kann, der jung ist und nicht weiß, wer für die Rentenversicherung der Ansprechpartner ist.
Ich möchte auch keine Vorwürfe erheben, sondern zu etwas mehr Eigeninitiative auffordern. Die leichtfertig hingeworfenen Postings werden häufiger, so nach dem Motto „Ich will dieses oder jenes, was muß ich beachten“. Den Vogel abgeschossen hat kürzlich jemand, der nach einer Telefonnummer fragte (Nein keine Geheimnummer, hätte man über die entsprechende Homepage wahrscheinlich schneller gefunden, als hier zu fragen).
kein Wunder, dass es so viele Coach-Sendungen im Fernsehen gibt, es gibt dafür einfach einen Markt von ebenso doofen wie faulen Menschen, denen immer alles breiartig vorgekaut wird und die nicht mehr in der Lage sind, nachzudenken.