Darf Anwalt Geld verlangen trotz Prozeskostenhilfe

Ist ein Anwalt berechtigt von einem Mandanten 150€ zu verlangen, wenn dieser Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen muss um evtl. Prozesskosten zu tragen?

Vor der Bewilligung ja, denn der Anwalt muss nicht das Risiko tragen.

Nach der Bewilligung nein, § 122 Abs. 1 Nr. 3 ZPO.

Ist ein Anwalt berechtigt von einem Mandanten 150€ zu
verlangen, wenn dieser Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen
muss um evtl. Prozesskosten zu tragen?


Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen muss?

Heisst das, es liegt noch kein Bescheid vor vom Gericht über die Gewährung von Prozesskostenhilfe?

Wenn dem so ist und der Anwalt bereits im Vorfeld eines Prozesses tätig ist, darf er natürlich seine Leistungen, die er bisher erbracht hat, in Rechnung stellen. Denn noch… erbringt oder erbrachte der Anwalt Leistungen ohne zu wissen wer letztendlich diese bezahlt.

Dies ist das eine…

Das andere ist noch ob… überhaupt Prozesskostenhilfe gewährt wird.

Denn neben den wirtschaftlichen Verhältnissen des Antragstellers auf Gewährung von Prozesskostenhilfe müssen auch die Aussichten auf einen erfolgreichen Prozessausgang gegeben sein.

Also sollte man vielleicht im vorfeld mal mit dem Anwalt reden…

ok! das heißt er darf bei prozesskostenhilfe kein geld verlangen.
frage 2: die 150€ wie sich jetzt herausgestellt hat sah der anwalt als vorschuss. er erklärte dem mandanten, dass trotz prozesskostenhilfe ca. 300€ am ende des gewonnen verfahren auf ihn zukommen… begründung: betrag erechnet sich aus der differenz zwischen normaler berechnungen der kosten und den kosten aus der prozesskostenhilfe. ist dies rechtens!!! ich verstehe die welt nicht mehr!