Offtopic
Hallo.
Folgender, fiktiver Fall in der Erwachsenenbildung:
Ein Kursteilnehmer auf einer Privatschule bekommt eine Klausur
mit einer 5 zurück.
Die Note wird von der Dozentin damit begründet, dass die
Frage-bzw. Aufgabenstellungen " nicht verstanden" wurden.
Beispiel:
Frage: Nennen Sie 3 Eigenschaften von XXX
(Der Kursteilnehmer wusste aber alle 6 Eigenschaften und hat
diese auch niedergeschhrieben)
0 Punkte mit der Begründung:
Es wurden nur nach 3 Eigenschaften gefragt und nicht nach 6
Wenn alle 6 genannten Eigenschaften auch richtig waren, wäre das ja voll die Verarschung.
Frage:Was ist BaföG?
Der Teilnehmer erläuterte bekam aber 0 Punkte mit der
Begründung, dass nicht nach der Erläuterung gefragt
wurde,sondern nach dem Kürzel.
Hätte jetzt auch auf eine Erklärung, nicht auf Kürzel, getippt.
Der Kursteilnehmer merkte im Gespräch an, dass die
Fragestellung dann aber hätte heißen müssen:
Wofür steht BaföG?
Dozentin lässt sich auf kein Gespräch ein.
Klingt eher so, als ob die Dozentin ein Problem mit dem Schüler hätte.
Demnach kann dem Teilnehmer wirklich jede Antwort im Mund
umgedreht und jede Fragestellung der Dozenten gewendet werden.
Erfahrungsgemäß: Im Prinzip schon, denn mit der BaföG-Frage war ja gemeint, was das Kürzel bedeutet. Auch wenn es dort nicht explizit gestanden hat. Vielleicht wurde im Unterricht aber auch nur gesagt: „BaföG steht für…“ und näher wurde darauf nicht eingegangen. Dann hätte der Schüler sich denken können, dass nur das Kürzel gemeint ist.
Ein Problem sehe ich erst dann, wenn der Schüler wirklich ungerecht bewertet wurde. Soll heißen: Wenn andere diese „BaföG-Frage“ auch mit einer Erklärung ohne Kürzel-erklärung beantwortet haben, dafür aber Punkte bekamen…
Frage, inwieweit ist jemand der Benotung ausgesetzt?
Wenn sich jemand unfair in der Benotung behandelt fühlt, gibt es an der Schule doch sicher auch einen Schulleiter, mit dem man darüber mal sprechen kann. Oder auch eine Art „Klassenlehrer“, an den man sich wenden kann. Oder zur Not auch jeder andere Lehrer des Vertrauens.