Guten Tag,
meine Frage besteht darin, ob man die Schule dafür verklagen kann, dass man jetzt weder mit einer guten Ausbildung anfangen kann bzw. auf eine weiterführende Schule gehen kann.
Ich beschreibe die Situation:
Ein Schüler war auf einer Realschule und ist dort in der 9. Klasse sitzen geblieben. Er ist in eine neue Klasse gekommen und kann nicht sehr gut mit weniger intelligenten Menschen umgehen bzw. fühlt sich einfach nicht wohl bei ihnen. Derjenige hat die 9. Klasse mit einem mittelmäßigen Zeugnis gemeistert. Er konnte sich immernoch nicht in die Klasse integrieren, weil er es auch nicht wollte.
In der 10. Klasse fehlte er sehr oft, weil er einfach keine Lust mehr hatte in diese Klasse einen Fuß zu setzen. Er habe schon des öfteren mit seiner Mutter gesprochen gehabt, ob es nicht möglich sei in die Parallelklasse zu gehen, weil dort sein bester Freund reingeht und sie sich bestens verstehen und somit hätten sie auch zusammen für die Schule lernen können etc. Der Rest der Klasse von seinem Freund war ihm auch sehr sympatisch, weil er einige aus seiner Freizeit kennt und er sich allgemein dort wohler fühlte.
Er ging nahezu jede Pause in die Klasse seines Freundes, um dort zu verweilen.
Er war sich seinen Problemen bewusst und versuchte es über andere Wege. Er ging zur Schulleitung und fragte seinen Klassenlehrer und den Schulleiter, ob er nicht in die Parallelklasse wechseln könne. Daraufhin kam wenn nur ein:„Du bist in deiner jetzigen Klasse besser aufgehoben.“
Daraufhin verschlechterte sich auch sein psychischer Zustand. Seine Mutter ist dann mit ihm zum Schulpsychologen gegangen, jedoch konnte dieser auch nichts bzw wollte nichts tun in Hinsicht auf einen Klassenwechsel.
Zuletzt ist er noch zu seinem Hausarzt gegangen und habe ihm auch erzählt dass er sich unwohl fühle in der jetzigen Klasse. Der Arzt meinte, er würde sich darum kümmern, jedoch geschah nichts.
Nach seinem 18. Geburtstag ist er garnicht mehr in die Schule gegangen und meldete sich für die Berufsschule an, an der er auch angenommen wurde und jetzt ist und er sich sehr langweilt, da er den Stoff zum größten Teil beherrscht.
Gut genug Gerede … um zum Punkt zu kommen: Kann er die Schule dafür verklagen, dass sie ihm die Chance verwehrt hat seinen Realschulabschluss zu machen oder dass sie ihm einfach nicht helfen wollte, obwohl ihnen sein Problem bekannt war? Pädagogisch gesehn haben sie in seiner subjektiven Sicht voll und ganz versagt.
Ich bitte um Antworten auf Hinsicht inwiefern er sie verklagen könnte.
Es geht ihm nicht um Geld oder Sonstiges, es geht ihm hauptsächlich um Grechtigkeit, aufgrund der vergeudeten Zeit.
Fragen die noch offen sein könnten?
-Kein Realschulabschluss
-Teilweise selber Schuld daran keinen Schulabschluss bekommen zu haben aufgrund von Faulheit aus psychischen Gründen
-Er verstand sich größtenteils auch nicht mit den Lehrern. ( Die andere Klasse hatte größtenteils andere Lehrer)
-Er muss nun 2 Jahre in der Schule sein um den Realschulabschluss nachzuholen
Ich bedanke mich schonmal im Vorraus auf eure Hilfe!