ich brauche eine Meinung von Euch…
Ich hatte neulich schon mal angefragt, weil ein Inkassoinstitut Geld von mir will für einen Call-by-Call-Anbieter.
Da meine Telekomrechnungen aber alle bezahlt sind, lehne ich die Zahlung ab.
Es geht um 22DM aus August 2000.
Ich habe denen also alles schriftlich erklärt und eine Kopie einer Telekommahnung mitgeschickt aus der hervorgeht, daß nur noch die Dez.-Rechnung offen ist und Telekom das Inkasso macht und sie sich doch bitte mit den Telekomikern auseinandersetzen sollen was diese mit dem Geld anstellen und blabla.
Der Umkehrschluß: alles andere ist bezahlt.
So, daß war der Sachverhalt.
Dann kam ein Schreiben vom RA gleiches Thema.
Ich also meine Kopie vom letzten Schreiben beigefügt und die Bitte mir doch eine Kopie der Vollmacht zu senden, daß der RA berechtigt ist diese Pappenheimer zu vertreten. Das war
am 27.2.01. Die Summe lag nun bei 123,–DM…
Heute kam nun (mal wieder)ein Schreiben vom Inkassoinstitut(!) (nicht vom RA):
Ich zitiere: „wir können Ihne heute ein einmaliges
und faires Angebot unterbreiten:
Sie zahlen binnen 10 Tagen 80% der Gesamtforderung
in Höhe von 124,83 DM und damit ist für Sie die Angelegenheit erledigt“
Ja und nun Frage ich mich: Sind wir hier auf einem orientalischen Basar? Was soll das? Entweder haben sie eine Forderung oder nicht (eher nicht…)
Wollen sie mich verarschen?
Habt Ihr Ideen, was ich jetzt schreiben soll? Muß ich überhaupt schreiben?
Ich habe ja gute Lust eine Gegenrechnung zu stellen.
Arbeitsaufwand/Schriftverkehr mit Inkassoinstitut 3 Std á 45DM oder so… plus Porto…
Hi,
die Methoden der Inkassounternehmen in Deutschland erscheinen immer nach dem gleichen Muster. Sie kaufen einer Forderung an oder übernehmen den Inkassoauftrag, schreiben dem Forderungsschuldner einen bösen Brief, wenn sie damit keinen Eindruck gemacht haben, wollen sie ihn mit einem Angebot locken.
Inkassobüros dürfen für ihre Klienten nicht vor Gericht auftreten. Deshalb versuchen sie alles nur erdenkliche, um eine außergerichtliche Lösung herbei zu führen. Und da bewegen sie sich oft auf ganz dünnem Eis.
Das Problem in deiner Sache ist, dass der geringe Forderungsbetrag durch die Einschaltung von Inkassobüro und Rechtsanwalt mit Gebühren und Kosten angehäuft wird. Dazu werden mit der Zeit noch erhebliche Zinsen kommen.
Andererseits ist der Forderungsinhaber verpflichtet, seine Forderung nachvollziehbar an dich heran zu bringen. Er muß den Grund der Forderung nachweisen. Solange er dies nicht tut, mußt du weder Kosten der Inkassobüros und Rechtsanwälte und auch keine Zinsen fürchten.
Gruß,
Francesco
danke für Deinen Hinweis.
Ich mache jetzt erstmal gar nichts mehr. Der Anwalt (wenn es denn einer war) hat sich nicht mehr geäußert und ich habe ein reines Gewissen, da meine Telekomrechnungen alle bezahlt sind.
Das Problem wird für alle sein, daß die Verbindungsdaten nur 80 Tage gespeichert sind und jetzt sicherlich niemand mehr etwas nachweisen kann?!
Ich weiss nicht genau, wie ein Inkassobüro arbeitet. Habe ich das richtig verstanden? Die kaufen die Forderungen auf und wollen dann das Geld von mir? Das würde ja heissen, daß sie etwas von Talkline gekauft haben ohne zu wissen ob ich mit der Telekom klar bin? Ich denke die Telekom macht das Inkasso für die Call-by-call anbieter? Ich verstehe das nicht.
Das heisst für mich, dass Talkline oder das Inkassobüro sich an die Telekom wenden muss und nicht an mich. Aber die Telekom hat wohl eine gute Rechtsabteilung da wagen sie sich wohl nicht ran…
Ich bleibe jetzt erst mal cool und warte ab.
jeder Gläubiger kann seine Forderung an ein Inkassoinstitut abtreten. Der Gläubiger bokommt dan vom Inkassoinstitut
ein Teil der Forderung sofort gezahlt und die Arbeit ist dann beim Inkassoinstitut.
Hi,
Inkassounternehmen bieten mehrere Varianten an. Die beiden gebräuchlichsten sind
die bloße Einziehung einer Forderung. Dafür bezahlst du als Auftraggeber eine Pauschalgebühr
die Abtretung der Forderung (Ankauf). Der Forderungsinhaber verkauft die Forderung für 10% bis 30% des eigentlichen Forderungsbetrages und das Inkassounternehmen wird damit neuer Forderungsinhaber, tritt also dem Schuldner in eigener Sache gegenüber.
Gruß,
Francesco