Kann das alles wahr sein ?

Nachdem ich, gelinde ausgedrückt, soviel Blödsinn innerhalb kürzester Zeit von dem armen Justizopfer gelesen habe, frage ich mich

a. wie kann man so krank und dennoch nicht schon längst in stationärer Behandlung sein (es muß doch auffallen)

b. wie finanziert das Opfer denn bloß seinen Internetspaß ?

Einen nettgemeinten Rat hab ich aber dennoch : Selbst wenn die finaziellen Mittel für eine KV nicht gegeben sind, jeder Bürger hat das Recht, sich über das Sozialamt bei verschiedensten Krankenkassen als freiwilliges Mitglied versichern zu lassen, und dann kann es mit der psychotherapeutischen Behandlung auch schon losgehen !!!

Hierbei viel Erfolg und Durchhaltevermögen

Gruß, Vanessa

Hallo, Vanessa-Schätzchen,

natürlich ist das alles war. Die Justiz ist der gehorsame Büttel der Fuldaer Kreissparkasse, und wenn die Kreissparkasse Fulda Dich auf dem Kieker har, dann Gnade Dir Gott!

Es haben sich schließlich auch 150 Menschen gefunden, die rechtskräftig vollstreckbare Titel gegen den armen Tropf, unser „Justizmissbrauchsopfer“, erwirkt haben. Völlig grundlos! Aber leider hatte unser Schützling keinen Anwalt. Pech! Schicksal! Ungerechte Welt!

Hamlet hatte auch so ein Pech. Erst kann er sich nicht entschließen, und dann ersticht er diesen Dingsbums durch den Vorhang hindurch. Sechs Monate Knast ab dem 19.3… Die beiden sollten sich zusammentun. Selbsthilfegruppe, oder so.

Bedenke! Wenn Du in dieser Situation wärst? Du hast 150 vollstreckbare Titel gegen Dich (wegen der Scheißgeldgierigenfuldaerrechtsverdrehendenwinkeladvokaten!) und dann bestellst Du für sechstausend Mark Möbel, die Du leider nicht bezahlen kannst, aufgrund irgendsoeiner vermaledeiten Intrige der Fuldaer Kreissparkasse, und dann, Himmelherrgott!, VERSAGT Dein korrupter Pflichtverteidiger, und es wir DIR!, ja, stell Dir das vor, ausgerechnet DIR! ein Vorwurf daraus gemacht! Sakramentkruzitürkenkruzifixnocheinmalnein!

Der arme Kerl! Das Opferlamm! Unser Justizmissbrauchsopferchen! Der Arme!

Was sollten wir also tun?

Dringend notwendig ist eine umfassende Reform unseres Justizsystems! Knastrevolte! Laßt uns alle, aus Solidarität, aufhören Steuern zu bezahlen! Nieder mit diesem korrupten Schweinesystem! Und als erstes werden alle hessischen Rechtsanwälte an die Wand gestellt!

Was machen wir mit dem Geld, das wir sparen, wenn wir keine Streuern mehr bezahlen? Wir bezahlen einen Verteidiger für unser armes, kleines, unschuldiges Justizmissbrauchsopfer.

DANN WIRD DIE WELT GUT!

Gruß, Bernd

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Einen nettgemeinten Rat hab ich aber dennoch : Selbst wenn die
finaziellen Mittel für eine KV nicht gegeben sind, jeder
Bürger hat das Recht, sich über das Sozialamt bei
verschiedensten Krankenkassen als freiwilliges Mitglied
versichern zu lassen,

Der Rat mag ja nett gemeint sein, ist aber falsch.
Erstens hat nicht „jeder“ Bürger das „Recht“, sondern allenfalls jemand, der Anspruch auf Sozialhilfe hat. Und zweitens, wenn die Voraussetzungen für eine freiwillige KV nicht erfüllt sind, z.B. weil jemand schon zu lange aus der GKV raus ist, dann kommt er auch nicht mehr rein, wenn das Sozialamt die Beiträge übernehmen würde. Allenfalls könnte er dann Krankenhilfe vom Sozialamt bekommen.

Gruß,
Delia

…nix besonderes…

Nachdem ich, gelinde ausgedrückt, soviel Blödsinn innerhalb
kürzester Zeit von dem armen Justizopfer gelesen habe, frage
ich mich

a. wie kann man so krank und dennoch nicht schon längst in
stationärer Behandlung sein (es muß doch auffallen)

Habe als Polizeibeamter schon jede Menge solche Menschen kennengelernt und mir schon im ersten Artikel nicht mal die Mühe gemacht ihn zu lesen - nach ein paar Sätzen wußte ich schon was los ist. Sowas gibts in den verschiedensten Ausführungen und mit etwas Erfahrung erkennt man die Symptome schon im zweiten o dritten Satz - ob schriftl. o. mündl.
SO - jetzt wißt Ihr alle mal mit was wir auf der Straße immer so zu tun haben!

b. wie finanziert das Opfer denn bloß seinen Internetspaß ?

Das weiß ich natürlich nicht - schätze Sozialamt

M.

Kommentar zur Sache
Hallo zusammen,

unser Justizmißbrauchsopfer hat es erfolgreich verstanden, hier eine enorme Resonanz zu provozieren - viele mehr oder weniger qualifizierte Experten haben sich zu dieser Thematik eingelassen.
Es liegt mir fern, hier eine Lanze zu Gunsten des Opfers zu brechen, da mir die objektive Faktenlage nicht bekannt ist. Vielleicht sollten wir aber mal die Pauschalabwertungen auf die Möglichkeit des Irrtums untersuchen:

Ich hatte selbst das Vergnügen, vor etwa 10 Jahren eine Person näher kennenzulernen, die mit ähnlicher Problematik kämpfte - allerdings bei durchschnittlicher Intelligenz. Diese Person hatte ihre Situation ebenfalls „selbst“ verschuldet - nach der augenscheinlichen Faktenlage.
Forscht man dann mal näher nach, wo denn alles angefangen hat, stellt man fest, daß zu irgendeinem Zeitpunkt ein, hmm, sagen wir „Fehler im Normierungsprozess“ der Person in Bezug auf die gesellschaftlich anerkannten Werte vorgekommen ist. Diese „fehlerhafte“ Normierung unterliegt der gleichen Dynamik wie eine „normale“ Entwicklung - mit der Folge, daß aus einem ursprünglich kleinen Fehler irgendwann eine völlige Fehlanpassung entsteht. Die Person wird zum Defätist deklariert und findet sich nicht mehr im Mengenbereich der „schützenswerten Mitglieder“ der Gesellschaft, sie „gehört nicht mehr dazu“.

Das Verbrechen unseres Opfers scheint in erster Linie darin zu bestehen, daß es Probleme mit den gesellschaftlich sanktionierten Werten hinsichtlich des Mammons hat.
Es ist sehr einfach, im Schutz einer großen Mehrheit über den Außenseiter herzufallen und ihn mit Pauschalurteilen abzuwerten. Großartige Leistung!
Auch Sokrates durfte den Giftbecher leeren, weil er angeblich (Zitat) „unter- und überirdische Dinge untersuche, Recht zu Unrecht mache und dies auch andere lehre“.
Dazu fällt mir auch ein gewisser Herr ein, der seinerzeit - entgegen der damals gesellschaftlích sanktionierten Auffassung - behauptete, die Erde sei keine flache Scheibe und auch nicht der Mittelpunkt der Welt. Welch ein Verbrechen! Wenn ich mich recht entsinne, stand dieser Herr vor der Wahl, sein Leben zu lassen oder seiner Theorie abzuschwören.
Wie lange ist es her, daß wir Hexen verbrannt haben?
Immer durfte die gerade vorherrschende Doktrin als Rechtfertigung des Verbrechens herhalten.

Heute kann so etwas natürlich nicht mehr passieren, wir sind schließlich alle aufgeklärt, und: Unsere aktuelle Doktrin ist natürlich richtig und makellos.
Fatalerweise wird in einigen Generationen auch unser heutiger Schwachsinn aufgedeckt sein - aber wen interessiert’s.
Immer schön die Scheuklappen aufsetzen, mitschwimmen, und, was auf der Leiter am wichtigsten ist: Nach oben kratzen und nach unten treten.
Ich habe den Verdacht, daß unser Opfer die meisten unter uns - mich eingeschlossen - hinsichtlich geistiger Kapazität lässig in den Sack steckt. Leider können wir von seiner Kapazität nicht profitieren, denn er hat ja Verbrechen wider unser Allerliebstes begangen: Geld! Dafür wird er in wenigen Tagen einsitzen.
Warum erschiessen wir nicht gleich alle, die nicht so sind wie wir? Geht nicht, wen sollen wir denn dann fertig machen?
Und gegen wen sollen wir uns abgrenzen??

Wir brauchen diese Leute, an ihnen können wir erst unsere wahre Herrlichkeit ermessen. Dafür, daß unser Opfer mit seinem Arsch für uns herhält, hätte es zumindest ein wenig Respekt verdient. Oder möchte sich jemand freiwillig für die Rolle melden??

Vanessa, das Justizopfer ist sehr wahrscheinlich ein ganz armer Teufel, der sich hoffnungslos verrannt hat. In diesem Forum ist ihm nicht zu helfen.
Ich habe zu wenig Hintergrundwissen, halte es aber für beinahe alltäglich, daß zum Außenseitertum neigende Menschen durch Gutgläubigkeit, Naivität und Ungeschicklichkeiten irgendwann regelrecht vorgeführt werden. Verkennen darf man auch nicht, daß es zum Himmel stinkende Verbindungen und Seilschaften allerorten gibt. Wer da als Störer hinein kommt, kann schon zwischen die Mühlsteine geraten. In der vorliegenden Ausprägung hat er sich aber wahrscheinlich längst bis zur Lebensuntüchtigkeit mit seiner Rolle arrangiert. Manch einer kommt auch durch merkwürdige Familienverhältnisse, z. B. eine gluckenhafte Mutter, von der die Loslösung nicht funktioniert, in eine ähnliche Lage.

Das ist kein Fall mehr für das Brett Recht, sondern eher für Medizin oder Psychologie. Schade drum, denn dumm ist dieser Mensch sicher nicht.

Gruß
Wolfgang

Lies mal die Postings genauer durch…
dann fallen dir bestimmt Widersprüche auf…

Hi!

Ich glaube daher schlichtweg, daß der ganze „Fall“ der Phantasie entsprungen ist…

Selbst wenn alles wahr ist so zeugt doch, daß er Möbel für 6000DM bestellt (kann man auch billiger haben) daß er Schuld ist und wirklich in die Psychatrie gehört (oder Knast).

Bernd

dann fallen dir bestimmt Widersprüche auf…

und wie mir da Widersprüche auffallen…und nicht nur die fallen mir da auf !!!
Deshalb wundere ich mich ja auch, daß der Gute nicht in psychiatrischer Behandlung ist.

Gruß, Vanessa

Hallo Delia,

Der Rat mag ja nett gemeint sein, ist aber falsch.
Erstens hat nicht „jeder“ Bürger das „Recht“, sondern
allenfalls jemand, der Anspruch auf Sozialhilfe hat. Und
zweitens, wenn die Voraussetzungen für eine freiwillige KV
nicht erfüllt sind, z.B. weil jemand schon zu lange aus der
GKV raus ist, dann kommt er auch nicht mehr rein, wenn das
Sozialamt die Beiträge übernehmen würde. Allenfalls könnte er
dann Krankenhilfe vom Sozialamt bekommen.

Gruß,
Delia

nachdem ich mir deine Visitenkarte angeschaut habe wundere ich mich etwas über deine Aussage, denn du sitzt ja an der Quelle.
Natürlich meinte ich mit jeder Bürger in diesem Fall eben Menschen, die in eine Notlage geraten sind und eben Anspruch auf Sozialhilfe haben.

Mit dem Anspruch auf freiwillige KV hast du sicher ganz global erst einmal Recht, aber es gibt eben wirklich überall legale Wege.
Ich weiß das aus meinem engsten Bekanntenkreis, eine alleinerziehende Mutter hatte heftigste Depressionen und wollte sich nicht mehr über den Krankenschein des Sozialamtes behandeln lassen, da sie sich wie ein Mensch 2.ter Klasse behandelt fühlte. Freunde haben sich dann um eine freiwillige Versicherung bemüht. Es ist ihnen gelungen, obwohl die Frau noch nie pflichtversichert war (bis zu ihem 19. Lebensjahr privatversichert über den Vater) und damals seit 5 Jahren von der Sozialhilfe lebte.
Auch Krankenkassen lassen mit sich reden…es gibt zwar Bestimmungen, aber man kann eben doch auch vieles bewirken, wenn man es nur anspricht und entsprechend freundlich, aber auch stur, verhandelt. Es kommt wirklich sehr auf die Fähigkeit an, seinem Gegenüber etwas klar verständlich rüberzubringen.
Sicher waren es viele Gespräche, bis endlich eine KV gefunden war, die sich bereit erklärt hat, aber es hat sich gelohnt !

Den Namen der KV möchte ich hier nicht unbedingt erwähnen, da ich nicht weiß, wie darauf reagiert wird. Solltest du dennoch Interesse daran haben, maile mich doch direkt an.

Lieben Gruß, Vanessa

P.S. Wir wissen ja auch, daß es noch viel mehr Rechte für Sozialhilfeempfänger gibt als man sie in entsprechender Literatur nachlesen kann. Auch können beispielsweise deutlich mehr Dinge beantragt werden als z.B. im Leitfaden stehen. Man muß es nur versuchen; und ich meine den ganz legalen Weg !

vielleicht nehmen die keine hoffnungslosen Fälle, denn dat is ja eh alles erfunden ;o)))

Bernd

nachdem ich mir deine Visitenkarte angeschaut habe wundere ich
mich etwas über deine Aussage,

Gerade deshalb solltest du dich nicht wundern. Ich bin in solchen Dingen eben ziemlich genau, das bringt mein Beruf mit sich.

behandelt fühlte. Freunde haben sich dann um eine freiwillige
Versicherung bemüht. Es ist ihnen gelungen, obwohl die Frau
noch nie pflichtversichert war (bis zu ihem 19. Lebensjahr
privatversichert über den Vater) und damals seit 5 Jahren von
der Sozialhilfe lebte.

Es ist ja schön, wenn es so einen Ausnahmefall gibt, aber das ist dann wirklich die absolute Ausnahme, und man sollte deshalb nicht gleich behaupten, dass jeder in die KV reinkommen kann. In der Regel ist es nämlich nicht so.

Liebe Grüße
Delia

Einen nettgemeinten Rat hab ich aber dennoch : Selbst wenn die
finaziellen Mittel für eine KV nicht gegeben sind, jeder
Bürger hat das Recht, sich über das Sozialamt bei
verschiedensten Krankenkassen als freiwilliges Mitglied
versichern zu lassen, und dann kann es mit der
psychotherapeutischen Behandlung auch schon losgehen !!!

Hierbei viel Erfolg und Durchhaltevermögen

Gruß, Vanessa

Hallo,
zu dem Problem als solches will ich keine Stellung beziehen -
nur Dein Hinweis bezüglich der Versicherung ion einer gesetzlichen Krankenkasse über das Sozialamt ist falsch.
Das Sozialamt zahlt ggf. die Behandlungskosten einen
Hilfeempfängers selbst (Das sind beim Arzt dann Privatpatienten)
Eine Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse ist nur dann möglich und das Sozialmat zahlt dann die Beiträge, wenn der
oder die Betreffende schon bei Beginn der Leistungsgewährung durch das Sozialamt Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse
war.

Gruss

Günter