Scheidung - ja oder nein?

Hallo, hier mal eine Frage aus dem Familienrecht:

Ein Ehepaar lebt seit 4 Jahren getrennt.
Die Kinder leben bei der Mutter und sehen den Vater ein- bis mehrmals wöchentlich.
Mutter und Kinder wohnen in einem Haus, dessen Eigentümer beide Eheleute sind.
Auf dem Haus ist eine hohe Grundschuld.
Der Vater wohnt zur Miete in einer kleinen Wohnung.
Die Ehe ist eine Zugewinngemeinschaft.
Der Mann verdient etwa drei mal so viel wie die Frau.

Einer der Eheleute möchte sich scheiden lassen.
Welche Möglichkeiten gäbe es, ohne das Haus zu verkaufen?
Wäre eine Scheidung in jedem Fall für beide ein finanzieller Nachteil?

Vielen Dank und viele Grüße
ulla

Sicher sollte auch ein Anwalt in o. g. Fall eingehend beraten. Was würde eine solche Beratung in etwa kosten?

Danke und Gruß
ulla

Sicher sollte auch ein Anwalt in o. g. Fall eingehend beraten.
Was würde eine solche Beratung in etwa kosten?

Genau genommen zwei Anwälte (pro Partei einer). Eine Stunde Erstberatung kostet so um 100 Euro.

Die Prozesskosten sind der eine große Kostenfaktor einer Scheidung, ein überstürzter Notverkauf des Eigenheims ist der andere.

Gruß
smalbop

Wie kann man die Prozesskosten möglichst gering halten? Wovon hängen die überhaupt ab? Und mit welcher Höhe wäre da zu rechnen, grob?
Das Haus soll auf keinen Fall verkauft werden, sondern gemeinschaftliches eigentum bleiben, sofern das rechtlich möglich ist.

Gruß
ulla

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Wie kann man die Prozesskosten möglichst gering halten?

Indem man sich über alle Punkte (einschließlich der Scheidung selbst) einig ist. Dann kommt man nämlich mit einem Anwalt aus.

Wovon
hängen die überhaupt ab? Und mit welcher Höhe wäre da zu
rechnen, grob?

Bitteschön:

http://www.scheidung.de/index.php?option=com_pkrechn…

Gruß
smalbop

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Welche Möglichkeiten gäbe es, ohne das Haus zu verkaufen?

Hier sieht es sehr nach einer einvernehmlichen Trennung aus. Mit anderen Worten, wenn beide wollen, ist alles möglich. Allerdings frage ich mich, ob einer der beiden einen anderen Partner im Hintergrund hat (warum soll nach 4 Jahren die Scheidung her). Dieser Dritte könnte die Situation und die Eingung verkomplizieren.

Wäre eine Scheidung in jedem Fall für beide ein finanzieller Nachteil?

Ja, eine Scheidung ist immer mit finanziellen Einbußen verbunden.

Hier sieht es sehr nach einer einvernehmlichen Trennung aus.

Stimmt, gehen wir mal davon aus.

Allerdings frage ich mich, ob einer der beiden einen anderen
Partner im Hintergrund hat (warum soll nach 4 Jahren die
Scheidung her).

Vielleicht, um auch „offiziell“ einen Schlussstrich zu ziehen … Man hat halt noch eine Weile überlegt, ob es nicht doch noch mal was wird oder konnte sich aus anderen Gründen bisher nicht zu einer Scheidung entschließen.

Dieser Dritte könnte die Situation und die
Eingung verkomplizieren.

Inwiefern?

Ja, eine Scheidung ist immer mit finanziellen Einbußen
verbunden.

Kann man sowas vorab von einem Anwalt durchrechnen lassen? (Steuern, Krankenkasse, etc. gegen etwaige staatliche Zuschüsse/Ermäßigungen für die Ehefrau und Kinder?)

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Klasse Seite, dankeschön!

Grüße
ulla

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Dieser Dritte könnte die Situation und die Eingung verkomplizieren.

Inwiefern?

Indem er Stimmung gegen den Ex-Partner macht.

Kann man sowas vorab von einem Anwalt durchrechnen lassen?
(Steuern, Krankenkasse, etc. gegen etwaige staatliche
Zuschüsse/Ermäßigungen für die Ehefrau und Kinder?)

Das ist eigentlich kein Thema für einen Juristen. Faustregel: Steuern steigen, KK-Beiträge steigen, Vergünstigungen fallen evt. weg. Rentenansprüche werden aufgeteilt, ggf. werden Unterhaltszahlungen nach Schema F festgelegt und nicht so, wie es die beiden Beteiligten jetzt abgesprochen haben.

Mein Rat: Solange die beiden noch miteinander reden können, sollten sie keinen Fremden in ihre Angelegenheiten pfuschen lassen. Externe Hilfe wird erst dann nötig, wenn die beiden sich nicht mehr einigen können.

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Der Mann verdient etwa drei mal so viel wie die Frau.

Einer der Eheleute möchte sich scheiden lassen.
Welche Möglichkeiten gäbe es, ohne das Haus zu verkaufen?

Vereinbarung, dass der Gutverdiener, um seinen Kindern das Haus zu erhalten, wesentlich mehr zahlt, als er müßte.

Wäre eine Scheidung in jedem Fall für beide ein finanzieller
Nachteil?

Nein. Für den finanziell Stärkeren ist es gegenwärtig nachteilig, dass er den Überschuss, den er nach der Trennung erziehlt, irgendwann einmal teilen muss.

Wenn einer der Beiden für eine größere Anschaffung (ETW, neues Haus …) einen Kredit braucht, will die Bank auch vom Ehepartner Unterschrift und Haftung.

Um die Scheidung möglichst billig hinzubekommen, ist es möglich, dass sich nur einer einen Anwalt nimmt - der andere braucht aber großes Vertrauen, denn er wird von keinem Anwalt vertreten.
Die unten erwogene Option, dass sich Beide von einem Anwalt vertreten lassen, geht in Deutschland nicht.

gruß n.

1-Haus-GmbH

Welche Möglichkeiten gäbe es, ohne das Haus zu verkaufen?

Mit dem Haus als Einlage eine GmbH gründen, die das Haus besitzt und bewirtschaftet. Oder auch in anderer preisgünstiger Rechtsform.

Gruß

Stefan