Fiktive Person existiert wirklich

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe mal die folgende Anfrage: Angenommen, eine große Zeitung veröffentlich einen Artikel über eine Person im Internet. Der Artikel zeichnet ein sehr unvorteilhaftes Bild der Person, er lässt auf eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung schließen (ständig Selbstmordgedanken, Burnout, keine Leistungsfähigkeit, usw.). Relativ weit hinten, versteckt mitten in einem Absatz, steht, dass der Name der Person fiktiv ist.

Nun besteht das Problem, dass es diese Person wirklich gibt: Vorname und Nachname, Wohnort und sogar das Studienfach stimmen überein! Der Ob das überhaupt ein Zufall sein kann, sei dahingestellt - sowohl Name als auch Studienfach kommen relativ selten vor. Nur hat diese reale Person überhaupt nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun, sie unterliegt nicht dieser Persönlichkeitsstörung.

Der Artikel erscheint bei Google gleich auf der ersten Seite, wenn man den Namen der realen Person eingibt.

Kann die reale Person rechtlich bewirken, dass die Zeitung den Artikel abändert oder aus dem Netz nimmt? Jeder, der die reale Person kennt, wird beim Lesen sofort an diese denken, da alle Details stimmen (bis auf die Störung eben ^^). Das kann sogar massive Nachteile bei der Jobsuche haben, wenn die Personalabteilung das zu lesen bekommt.

Ich bitte in der Antwort auch um Referenzen auf Gesetzestext, da mein Diskussionspartner mir sonst nicht glauben würde.

Vielen Dank schon mal!
Brehministrator

Moin,

das hört sich nach übler Nachrede an, wenn die Fakten nicht stimmen bzw. nicht belegbar sind und es für die Person nachteilig ist. Da kann auf Unterlassung und ggf. Schadensersatz geklagt werden.

Gruß,
Ingo

Fiktiver Fall existiert wirklich
Hallo!

Nun besteht das Problem, dass es diese Person wirklich gibt:

So was ist bereits vorgekommen:

http://www.kanzleikompa.de/2010/08/04/kollateralscha…

M.