Hallo Francesco, da habe ich wohl ein ziemliches Wirrwarr geschrieben. Wie ich schon sagte, ich übe noch. Also hoffe ich, jetzt verständlicher zu sein.
Ich habe am 15.02.00 in der Firma angefangen zu arbeiten, die Probezeit war vertraglich auf 6 Monate festgelegt.
Dann wurde ich innerhalb dieser Firma befördert (15.06.00), mußte einen Zusatzvertrag unterschreiben, aus dem hervorgeht, daß die Probezeit wieder 6 Monate beträgt.
Zum 06.11.00 bekam ich dann nochmal einen Zusatzvertrag wegen erneuter Beförderung und wieder 6 Monate Probezeit. Mir kam das ein bißchen komisch vor, denn es handelt sich ja immer nur um Zusatzverträge, die die neue Stellung und das entsprechende Gehalt dokumentieren. Aber man sagte mir damals, es sei völlig legitim.
- Wann hast du die Kündigung erhalten?
Die Kündigung ist datiert mit dem 02.03.01, erhalten habe ich sie aber erst am 30.03.01.
Du schreibst „nun“. Das wäre heute. Aber du schreibst, seit
dem 12.01.2001 krank zu sein. Das passt nicht zusammen.
Erkläre es mir bitte.
Da habe ich mich falsch ausgedrückt, Endschuldigung, ich bin etwas durcheinander wegen der Kündigung.
Ich bin definitiv seit dem 12.01.01 krankgeschrieben.
- Wie ist die Kündigung zugestellt worden? Per Einschreiben?
und an welchem Tag (genaues Datum)?
Das Kündigungsschreiben kam am letzten Freitag, also am 30.03.01 per Post. Es lag in meinem Briefkasten, also kein Einschreiben.
- Hat die Firma die Krankmeldungen erhalten? Gibt es dazu
Informationen? Warum meinst du, dass man dir ein
„Nichterscheinen am Arbeitsplatz“ vorwirft?
Das ist ja jetzt das Unfassbare für mich.
Ich habe immer alle Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von meinem Arzt per Post an die Firma geschickt und die Durchschläge an meine Krankenkasse. Die Krankenkasse hat alle AUB’s bekommen.
In der Firma habe ich mich am ersten Tag meiner Krankheit, also am 12.01.01, telefonisch abgemeldet und dann am nächsten Tag die erste AUB hingeschickt. (Am 12.01.01 war mein Dienstbeginn um 16:00 Uhr. Ich habe mich erst um 15:00 Uhr krankmelden können, weil ich erst zu diesem Zeitpunkt umgekippt bin. Normalerweise muß man ja bis 08:00 Uhr die Krankheit gemeldet haben. Ich wußte aber am Morgen noch nicht, daß ich am späten Mittag umkippe.
Siehst du hier ein Problem ?)
Ich habe mich „dummerweise“ ganz bewußt immer nur für 4-6 Tage krankschreiben lassen, obwohl mein Arzt meinte, so schnell würde ich nicht wieder auf die Beine kommen. Nur wollte ich mich mit meiner Krankheit nicht abfinden und habe immer gehofft, schnell wieder arbeiten zu können. Die AUB’s habe ich immer sofort an die Firma geschickt. Anfangs stand ich noch recht rege im telefonischen Kontakt mit der Firma, ich habe also immer angerufen, um Bescheid zu geben, daß ich „morgen“ noch nicht wieder zum Dienst erscheinen kann un die AUB unterwegs ist. Irgendwann wurden einige meiner übereifrigen Kollegen etwas zu aufdringlich und haben mich zu den verschiedensten Zeiten zuhause angerufen, um zu fragen, wie es mir denn ginge und ob man mich für nächste Woche wieder einplanen könne. Nun wußte ich ja am Mittwoch noch nicht, was am nächsten Montag ist. So habe ich dann, weil es mir nicht besser ging und ich sehr unter Druck kam, auf meinen Arzt gehört und mich länger am Stück krankschreiben lassen. Folglich habe ich nicht mehr in der Firma angerufen und auch die Anrufe aus der Firma ignoriert. Für mich gab es auch keinen Grund, denn ich war krankgeschrieben und die AUB hatte ich der Firma zugeschickt.
Als dann die 6 Wochen um waren und ich keine gelben AUB’s mehr bekam, da ja jetzt die Krankenkasse zahlt, so die Aussage meines Arztes, habe ich in der Firma angerufen und mitgeteilt, daß ich auf weiteres krank bin und aller Voraussicht nach nicht vor dem 01.05.01 wieder arbeiten könne. Meine Krankenkasse hat dies dann nochmal bestätigt, als sie sich mit der Firma in Verbindung setzte wegen des Gehalts.
Grundsätzliches:
Dein Arbeitgeber kann dir auch während einer Krankheitszeit
die Kündigung aussprechen.
Aber mit der Begründung, ich wäre nicht erschienen ? Wie soll ich denn arbeiten, wenn ich krankgeschrieben bin ?
Jetzt habe ich sehr viel gechrieben. Ich hoffe, ich nerve dich nicht zu sehr ?!! Aber mir scheint, du kennst dich sehr gut und könntest mir wirklich weiterhelfen.
Ich danke dir noch einmal sehr für deine Mühe und wünsche dir einen schönen Sonntag !
Liebe Grüße,
Delia