Hi!
Da ich dieses Thema liebe, möchte ich mich mit Eurer Erlaubnis auch einmischen.
Ich darf mich im Auto auf eine CD mit einem Sprachkurs
konzentrieren, ein schwieriges Musikstück hören, per
Freisprecheinrichtung ein schwieriges Geschäftstelefonat
führen oder die Scheidung mit meiner Frau besprechen.
Natürlich weiß ich, daß im Falle eines Unfalles dies alles zu
meinen Ungunsten ausgelegt werden kann aber 60 DM Spende an
die Polizei brauche ich nicht locker zu machen.
Weil Du bei all diesen Sachen beide Hände am Lenkrad hast
(zumindest haben kannst) ???
Wer braucht das?
Ich fahre auch ab und an 190-200 mit einer Hand am Lenkrad.
Immer eine Frage des Fahrverhaltens des Autos.
Eine alte S-Klasse (W140) konnte man bei einem Reifenplatzer mit einer Hand fangen.
Schade, daß es diese Autos nicht mehr zu kaufen gibt.
Ich habe ca. 6 Jahre und 400.000 km lang unfallfrei im Auto mit dem Handy telefoniert, was das Zeug hält. Bis vor einem Jahr habe ich dabei sogar noch geraucht.
Alles eine Frage der Übung.
Sollte ich aber auf dem Nachhauseweg kurz zum Handy greifen
und sagen „Hallo, bin gerade weggefahren, kommen in 30
Minuten“, ein Satz der mich nicht geistig überfordert und die
Nummer ist in der Kurzwahl, dann spende ich 60 DM falls mich
die Polizei sieht.
Sorry, ich halte 60DM für ca. 90% zu wenig! Was lenkt denn
mehr ab? Ein wichtigen Geschäftsgespräch über
Freisprecheinrichtung (die gibt es übrigens schon für rund 20
DM) oder mit dem Mobilteil in der Hand?!
Klar. Warum denn nicht gleich 200% mehr? Und einen Finger abhacken…
Mit einer 20 DM-Freisprechanlage verstehst Du ab 60 Km/h nichts mehr. Ich nutze mittlerweile ein sehr modernes, ausgereiftes System und muß ab 200 den Hörer auch in die Hand nehmen, da man nichts mehr versteht.
Ich fahre mit meinem hervorragenden Auto (BMW 525 d) sämtliche
Systeme (Airbags, ABS) an Bord bei herrlichem Wetter auf einer
gut ausgebauten Landstraße mit 130 - 140 km / h. Außer mir ist
keiner zu sehen, außer einem versteckten Auto mit einem
Radargerät. Das Teil blitzt und ich zahle 100 - 200 DM +
diverse Punkte und vielleicht läßt mich der gute Vater Staat
sogar 4 Wochen zu Fuß marschieren.
Absolut zurecht! Landstraßen sind in der Regel einspurig je
Fahrtrichtung (sind sie mehrspurig entfält die 100
km/h-Grenze).
Also sind sie schlicht nicht ausgebaut für diese
Geschwindigkeiten!
Das ist eine rein subjektive Einschätzung Deinerseits.
Der u.g. Fofi-Pilot ist mit 100 gut dabei.
Helmut oder auch ich allerdings fahren (sicherlich) viel und mit ordentlichen Autos. Wo ist da das Problem bei 160 auf der Landstraße?
Der Verschleiß und der Benzinverbrauch steigen an, aber das ist wohl mein Problem.
Ein anderer Autofahrer fährt bei schlechtem Wetter mit einem
zehn Jahre alten Fiesta ohne irgendeinen Airbag, ohne Abs mit
Reifen von gerade noch 2 mm und unausgeschlafen mit 100 km /h
dieselbe Strecke. Der bezahlt nichts weil er brav war.
Möchtest Du jetzt JEDEN Autofahrer anhalten und überprüfen,
wie ausgeschlafen er ist?!
Nein, aber den Bürgern etwas mehr Eigenverantwortung zugestehen wäre vielleicht nicht schlecht.
Und dabei denke ich nur an variable Geschweindigkeitsbegrenzungen für Tag und Nacht. Ein völliges Aufheben derselben geht natürlich nicht. Dafür sind 90% der Fahrer zu dämlich.
Mich würde interessieren - wer gefährdet sich und die Umwelt
mehr ? Und warum lassen wir Bürger uns immer so pauschal von
irgendwelchen Politikern über einen Kamm scheren ? Was denkt
sich eigentlich ein Richter bei so einem Urteil ?
Die Sache mit der Pauschalität ist sicher nicht verkehrt -
nur, wenn es schlagartig keine Limits mehr gäbe: Das
Fahrverhalten der meisten Autofahrer würde sich imho nicht
ändern. Aber die, die dann rasen wie die Wilden, wären
Gefährdung genug - auch für noch so ausgeschlafene, fitte
(gibt es das Wort?), in tollen Autos fahrenden (bist Du bisher
IMMER nur tolle Autos gefahren?) Verkehrsteilnehmer…
Ich persönlich hatte, auch zu Studentenzeiten, immer technisch einwandfreie Autos.
Und da waren Schlitten wie ein alter Bully ohne Heizung dabei.
Wir sollten den TÜV im Jahreszyklus prüfen lassen und Airbags, ABS und ESP als obligatorisch für Neuzulassungen einführen, anstatt in Greding auf einer 3-spurigen Autobahn 100 Km/h-Schilder aufzustellen.
Natürlich ist mir klar, daß Recht haben und Recht kriegen zwei
wesentlich unterschiedliche Dinge sind aber irgendwie finde
ich das Ganze langsam übertrieben.
Ich finde es eigentlich noch viel zu human hier in unserer
Bananenrepublik. Fahr doch mal in den Staaten 40 km/h zu
schnell. Dann dürftest Du die Nacht mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit nicht an einem Ort verbringen,
der Dir gefällt…
Gott sind die toll da.
Mal in Montana gewesen?
Dort gibt es seit kurzem kein Speed-Limit mehr und da kein Mensch dort an höhere Geschwindigkeiten als 90 gewöhnt ist, passieren dort die schlimmsten Unfälle.
Das kommt davon, wenn man Leute jahrelang entmündigt und sie dann wieder „frei lässt“.
Außerdem leben 1/3 aller deutschen Arbeitnehmer mittelbar oder unmittelbar von der Kfz-Industrie.
Und hier stellt man nunmal ordentliche und oft schnelle Autos her, die die Leute dann auch fahren dürfen sollen!
Es müssen nun mal Regeln im Verkehr sein, an die man sich
halten muss - ansonsten hast Du das Chaos!
Klar.
Das bestreitet niemand.
Aber man muß staatliche Regeln ab und an auch hinterfragen, denn der willfährige Wohnblock-Kommunist, zu dem Trittin mich machen möchte, werde ich sicherlich nicht werden.
Ich fahre bei jedem Schulbus Schrittempo
und bei normalen Linienbussen?
Mit 60 vorbei. Wozu gibt es die Haltebuchten?
und der Schülerlotse
auf meinem Arbeitsweg kennt mich weil ich schon von weitem
halte wenn ich Kinder sehe, in der Ortschaft fahre ich nie
über 60 km/h
…wo 50 km/h erlaubt und weniger empfohlen sind
Ich fahre da 70. Aber aufmerksam, mit einem technisch perfekt gepflegten und topmodernen Wagen und ich sehe ab und an auch mal auf die Uhr.
Bei Schulschluß etwas langsamer, nachts etwas schneller.
Und schon hagelt es Strafen, da ein mündiger, mitdenkender Bürger hier nicht mehr gefragt ist.
und ich blinke oder hupe auf der Autobahn keinen
an.
Das wäre nicht mal verboten…
Echt?
Finde ich gut, denn da für mich alles unterhalb von 160 Km/h auf der linken Autobahnspur vollkommen indiskutabel ist, benutze ich doch ab und an mal die Lichthupe.
Das gilt natürlich nicht für Leute, deren Fahrzeug nicht schneller fahren kann, als die anliegende Geschwindigkeit.
Und wenn ich oben beschriebenen „Fehler“ begehe, kann mir der
Gesetzgeber meine Existenz ruinieren weil ich beruflich auf
die Fahrerlaubnis angewiesen bin. Also der Staat entwickelt
aus meiner Sicht hier sadistische Züge.
Sorry, aber ich verstehe das Gejammer nicht! Wenn man sich
weitestgehend an die Regeln hält, zahlt man auch nicht und
muss nicht um seinen Lappen bangen…
Wie gesagt: ein mündiger, selbständiger Mensch hinterfragt Regeln auch ab und an.
Viele dieser Regeln könnten nämlich überflüssig sein…
Da ist die Lösung nun weiß Gott kein Problem!
Gruß
Guido, dem vorgestern beinahe ein telefonierender BMW-Fahrer
(keine Wertung!) in den Kinderwagen gefahren wäre - und sich
dann noch aufregte, weil ich ihm mit der flachen Hand aufs
Dach gehämmert habe…
So was passiert. Gut, daß niemand zu Schden gekommen ist.
Mit einem Telefonverbot im Auto wirst Du solche Situationen allerdings nicht verhindern können?
Gruß,
Mathias
P.S.: wie kann es passieren, daß ein Auto fast in einen Kinderwagen fährt?
Ich kriege immer zuviel, wenn ich mit Handy telefonierende Mamis völlig dupelig einen Kinderwagen vor sich her zwischen zwei parkenden Autos auf die Straße schieben sehe. Der Wagen steht schon halb auf der Straße, da kommt dann Mutti auch mal zum Vorschein und sieht mal nach, ob auf einer 4-spurigen Hauptverkehrsstraße nicht doch vielleich ein Auto angefahren kommt…
Mitdenken hilft manchmal…