Kettenbrief mit Gewinnaussichten legal?

Hallo!

Ich hab letztens eine eMail bekommen in der mir ein wunderschön geschriebener Text erklären wollte, wie ich ohne viel zu machen Geld verdienen kann, indem ich Briefe an 200 Leute schicken. Da das genaue Prinzip jetzt schwer zu erklären ist, poste ich Euch jetzt einfach mal einen Teil der eMail. Mich würde interessieren, ob diese Methode überhaupt legal ist. Ist das wirklich eine Hintertüre mit dem „Recht zum Geldverdienen“ (was ich damit meine wird in einem der unteren Abschnitte klar.

Also, los gehts:

----------------Ausschnitt der eMail----------------

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Ich bin ein Anwalt, der sich zur Ruhe gesetzt hat. Vor zwei Jahren kam ein Mann zu mir mit einem Brief. Der Brief, den er brachte, war ähnlich dem Brief, der euch jetzt vorliegt. Er bat mich zu bestätigen, dass dieser Brief legal war.
Als ich diesen Brief las, dachte ich, dass es unmöglich wäre, auf diese Art und Weise zu Geld zu kommen. Eine Woche später kam der Klient wieder, um seine Idee mit mir zu besprechen. Ich sagte ihm, dass der ursprüngliche Text nicht 100% legal wäre. Wir nahmen jedoch eine kleine Änderung vor und damit war die Legalität erreicht. Ich war neugierig geworden und er
erklärte mir, was es mit diesem Brief und seiner Wirkung auf sich hatte.

(…)

Ich traf meinen alten Klienten, um herauszufinden, wie das tatsächlich funktionierte. Er bestätigte mir, einerseits die Tatsache, dass 7 statt der üblichen 6 Adressen darauf stehen und dass andererseits die Anzahl der Briefe, die man verschickt, eine ganz entscheidende Rolle spielen. Beides resultiert ganz einfach in mehr Antwortsendungen. Ein weiterer Faktor war
der Rat, den ich ihm gab, um sicherzustellen, dass das ganze völlig legal war. Keiner möchte das Risiko eingehen, an etwas illegalem teilzunehmen. In Europa ist diese Art Briefe laut diverser Urteile eine ganz legale Sache. (Bundesgerichtshof Karlsruhe, AZ 4St.R 148/86).

Ich wette, dass Ihr jetzt neugierig geworden seid, welche Veränderung ich ihm vorschlug. Um so einen Brief legal zu machen, muss man etwas „verkaufen“, wenn ihr erwartet, Geld zu erhalten. Ich sagte ihm, dass jeder, der Geld los schickt, etwas dafür erhalten muss.„Wenn ihr nun DM 10,- an jede der sechs Adressen schicken, erwerbt ihr das Recht, Tausende von
DM zu verdienen!(Lizenzgebühr zum Geldverdienen)“
Wir werden zusammen arbeiten, um den Lebensstandard aller Beteiligten zu verbessern.

Anweisungen:
A.) Sende sofort DM 10,-an jede der 7 Adressen auf der nachfolgenden Liste.
Verpacke den Schein in eine Nachricht: „Setzt mich bitte auf eure Mailing
Liste“ und füge Deinen Namen und Adresse, ggfs auch die Telefonnummer hinzu.

(…)

B.) Entferne den Namen neben der Nummer 1 auf der Liste und bewege die anderen Namen um eine Position weiter nach oben. Auf Platz 7 setzt Du deinen Namen und Adresse. Am besten schreibst Du eine neue Liste und klebst
sie über die alte Liste.

C.) Wenn Du die obigen Anweisungen ausgeführt hast, kannst Du deinen neuen Brief entweder mit der Post verschicken oder per Computer als E-Mail via Internet.Dieser Weg hat sich für beide Teile als völlig legal und funktionsfähig erwiesen, solange Du die obigen Instruktionen erfüllt hast.
Um den Brief übers Internet zu verschicken, kannst Du in alle Bereiche des World Wide Web gehen und dort E-Mail Adressen von Leuten finden, denen Du ihn zuschicken kannst. Du kannst auch 200 Adressen oder mehr bei einer Firma bestellen, welche Adressen verschickt. (Zur Not gehen auch Adressen aus dem Telefon Buch).

D.) Beschrifte dann mindestens 200 Briefumschläge mit den Adressen und verschicke jeweils eine Kopie dieses Briefes oder auch per Email !!!.

(…)

----------------Ausschnitt der eMail----------------

Vielen Dank schon mal für Eure Meinungen.

Marcus.

Hallo Marcus,

da es sich hier ganz offensichtlich um ein sogenanntes Schneeballsystem handelt, ist diese Sittenwidrig und damit nicht mehr rechtens.
Vgl. BGB

§ 138
(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.

(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren läßt, die in einem auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung stehen.

Dazu gibt es immer wieder verschiedene und vielschichtige Urteile.
Vgl.:
http://www.justiz.bayern.de/olgn/prziv017.htm

http://www.wdr.de/tv/recht/rechtneu/rn9901/rl00482.htm

http://www.jura.uni-sb.de/Entscheidungen/pressem97/B…

usw usw…

Mit anderen Worten, lass die Finger davon.
Gruss
der Alex

*lachmichtot*

etwas dafür erhalten muss.„Wenn ihr nun DM 10,- an jede der
sechs Adressen schicken, erwerbt ihr das Recht, Tausende von
DM zu verdienen!(Lizenzgebühr zum Geldverdienen)“

Hat der Anwalt denn die Patent- oder Marken- Rechte aufs Geldverdienen, dass er Lizenzen dafür verkaufen kann?
Der Typ soll sich sein Lehrgeld ganz schnell wieder zurückgeben lassen, denn auch ohne Jus-Studium ist mir klar, dass ich nur etwas verkaufen kann, das ich besitze.
Ach ja, ich hätte da noch eine Lizenz zum Benutzen offentlicher Gehwege. Die würde ich ganz billig abgeben.

Biete Lehrstelle zum Millionär!

?
Hier handelt es sich doch nur um einen lächerlichen Brief.
Von einer Lehrstelle hab ich nichts gelesen. (Hab ich da was übersehen?)

Wo ich herkomme, nennt man so etwas Bauernfängerei. (Da würden mir auch noch ein paar andere Ausdrücke einfallen, die passen. Aber die würden sowieso vm MOD gelöscht. Deshalb verkneiff ich mir meine weiteren Kommentare.)

g.g., der so einen Brief einfach wegwerfen würde

Hallo Marcus!

Wer hat nicht schon Briefe dieser oder ähnlicher Art erhalten!?
Legal, illegal - scheißegal, Dummenfang ist es allemal. Vor Jahrzehnten hat es sich vielleicht für den Initiatoren so einer Kette gelohnt, heute kannst das vergessen. Beinahe jeder durchschaut den Unfug und schon bricht die Sache ab.

Gruß
Wolfgang

Hi,

grundsätzlich hast du mit deinem Posting recht.
Ich möchte dennoch eine kleine Einschränkung machen.
Du sagst, man könne nur das verkaufen, was man auch besitzt.
Diese Aussage ist nicht richtig. Du kannst alles verkaufen, was du willst. Mein Professor sagte in einer BGB-Vorlesung, du kannst auch den Kölner Dom verkaufen. Der Kaufvertrag an sich wäre sogar gültig. Nur du kannst diesen Vertrag nie erfüllen, weil dir der Kölner Dom nicht gehört.

Gruß,
Francesco

Versteigerung
Hiermit biete ich Francesco zur Versteigerung an… Mindestgebot: 1000Euro LOL

HAHAHAHAHAHAHA (o. T.)

Hiermit biete ich Francesco zur Versteigerung an…
Mindestgebot: 1000Euro LOL

wo bleiben die Punkte ;o)))
fragt ein Schalker…muß wohl am Wetter liegen, daß ich dumme Scherze mache…oder an den Punkten von Schalke ;o))))

So reagiere ich
…auf Kettenbriefe antworte ich, indem ich mir den passenden Abschnitt aus dem folgenden Text kopiere und an den Absender zurücksende.

Georg

auch von nervigen „freunden“ angekotzt, die dir oder dem kleinen
krebskranken jungen in bangladesh etwas gutes tun wollen? die
glauben, microsoft und AOL verschenken dollars?

jetzt ist die zeit für DICH gekommen, es ihnen allen zu zeigen.
wie? indem du diese kettenmail (s.u.) NICHT weiterschickst!

Hallo, mein Name ist … Ich leide unter
einigen sehr seltenen und natürlich tödlichen Krankheiten:
schlechte Klausur- und Examensergebnisse, extreme
Jungfräulichkeit und Angst davor, entführt und durch einen
rektalen Starkstromschock exekutiert zu werden, weil ich circa
50 Milliarden beschissene Kettenbriefe nicht weitergeleitet
habe.
Kettenbriefe von Leutchen, die tatsächlich glauben, dass wenn
man diese Briefe weiterleitet, dieses arme kleine Mädchen in
Arkansas, das mit einer Brust auf der Stirn geboren wurde,
genug Geld für den rettenden OP zusammenbekommt, gerade noch
rechtzeitig, bevor die Eltern es an die „Freak Show“ verkaufen.
Glaubst Du wirklich, dass Bill Gates Dir und jedem, der „seine“
Mail weiterleitet 100 Dollar geben wird? Recht hast Du, das
glaube ich nämlich auch…
Um es auf den Punkt zu bringen. Dieses Mail ist ein großes FUCK
YOU an all die Leutchen da draußen, die nichts besseres zu tun
haben. Vielleicht wird sich der böse Kettenbriefkobold in meine
Wohnung schleichen und mich sodomieren während ich schlafe.
Sodomieren, weil ich diese Kette unterbrochen habe, die im Jahre
5 begonnen hat, von irgendeinem dem Kerker entronnenen
Kreuzritter nach Europa gebracht wurde, und die, wenn sie es ins
Jahr 2800 schafft, einen Guinness-Buch Eintrag erhält.
Und hier die drei beliebtesten Typen:

KETTENBRIEF TYP 1:
Hallo.
scroll weiter nach unten
Wünsch Dir was.
scroll weiter nach unten
Nein, das nicht.
scroll weiter nach unten
Nein, das auch nicht - Du kleines Schwein
scroll weiter nach unten
scroll weiter nach unten
scroll weiter nach unten
etc.
Hahaha
Erst einmal, wenn Du diesen Brief nicht in den nächsten 5
Sekunden an 5096 Leute schickst, wirst Du von einer einbeinigen
lesbischen Leichtmatrosin vergewaltigt und von einem Hochhaus in
ein 1m breites Güllefass gestoßen.
Und das ist wahr! Weil, DIESER Brief hier ist nicht wie all die
anderen. DIESER hier ist WAHR!!

KETTENBRIEF TYP 2:
Hallo, und danke, dass Du Dir die Zeit nimmst, diesen
Kettenbrief zu lesen.
Es gibt da einen kleinen Jungen in Baklaliviatatlaglooshen, der
keine Arme, keine Eltern, keine Eingeweide und zwei Ohren hat.
Das Leben dieses armen Kindes könnte gerettet werden, weil
jedes Mal, wenn dieses Mail hier weitergeleitet wird, von AOL
eine Deutsche Mark auf das „Kleiner hungernder, arm-, bein-,
eingeweide-, elternloser, doppelohriger Junge aus
Baklaliviatatlaglooshen Spendenkonto“ überwiesen wird.
Automatisch! Uneigennützig ! Ach ja, und vergiss nicht, wir
haben absolut keine Mittel und Wege die versandten Emails zu
zählen, selbst mit NSA und BND Unterstützung, und das hier alles
ist ein großer Hirnfick. Also, mach weiter! Sende dieses mail zu
5 Personen innerhalb der nächsten 47 Sekunden.

KETTENBRIEF TYP 3:
Hallöchen da draußen! Dieser Kettenbrief existiert seit 1897.
Das ist absolut unglaublich, weil es damals noch gar keine
Emails gab. Und so funktioniert es: Schicke ihn innerhalb der
nächsten 7 Minuten an 15,067 Leute weiter, von denen Du denkst,
sie könnten ihn gebrauchen, sonst…:
*Bizarres Horror-Szenario Nr. 1*
*Noch bizarreres Horror-Szenario Nr. 2*
*Sehr bizarres Horror Szenario Nr. 3*

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War das verständlich? Wenn Du Kettenbriefe bekommst, die Dir
androhen, ungepoppt und glücklos zu bleiben, lösche sie. Wenn
sie wenigstens lustig sind, schick sie weiter an Leute, von
denen Du denkst, sie teilen Deinen Humor.
Fick nicht anderen Leuten virtuell ins Knie, indem Du ihnen
ein schlechtes Gewissen wegen eines Leprakranken in Botswana
machst, der noch dazu keine Zähne hat und seit 27 Jahren auf dem
Rücken eines toten Elefanten festgebunden ist und dessen einzige
Chance jedes weitergeleitete Mail ist, weil andernfalls eine
Mondrakete in Deinen Vorgarten stürzt. Danke… :wink:
P.S. leite dieses hier weiter und Lady Di und Tupac kommen
zurück…
Gruß an alle Leser.

Das wäre aber strafrechtlich Betrug OT

OT

Deine Antwort ist für mich zuviel action! Ablage P = (Übersetzung) Papierkorb. Ich habe bislang mind. 20 - 30 Kettenbriefe mit Todesdrohung, du stirbst innerhalb der nächsten Zeit (wie lang die bloß ist?), Verlust des Allerliebsten (was das bloß ist, Ehefrau, Hund, Katze?) oder des Vermögens (ich bin chronisch pleite - also trifft die Vorhersage doch zu?!) überlebt. Ich bin krisenfest, mich kann nichts mehr erschüttern.

Seht doch die Sache positiv. Die Post verdient, das verhindert, daß die Portopreise steigen. Die Telekom verdient, wenn der Blödsinn im Web transportiert wird = Hoffnung auf eine neue flatrate, damit noch mehr Schwachsinn transportiert werden kann.

Also, jeder hat was davon - oder?