Bitte entschuldigt das „Doppelposting“ - aber ich weiß nicht, wo ich am besten mit meiner Frage hin soll. Soll auch nicht wieder vorkommen!
Hat jemand von Euch Erfahrung mit Kaffeefahrten? Ich bekomme laufend „Gewinnbenachrichtigungen“, die jedoch so schwammig formuliert sind, daß ich mir gut vorstellen kann, daß die Firmen sich um’s Bezahlen drücken, sollte man tatsächlich teilnehmen.
Gestern ist mir wieder so ein Schreiben ins Haus geflattert, laut dem ich für den Hauptpreis von DM 2.000,- „nominiert“ bin - Barauszahlung angeblich auf der Kaffeefahrt; und heute waren es sogar 10.000 DM, die ich angeblich erhalte, wenn ich mich zur Kaffeefahrt (dieses Mal bei einem anderen Veranstalter) anmelde + Frühstück, Mittagessen, Küchenmaschine und 19teiligem Topfset (alles inklusive und gratis). Und das alles, obwohl ich nie an einem Gewinnspiel der beiden Veranstalter teilgenommen habe.
Wer weiß, was passiert, wenn man tatsächlich mitfährt und auf seinem Gewinn besteht? Wie drücken sich die Firmen um die Herausgabe der Gewinne und um den versprochenen Gewinnscheck?
Die 10.000 DM könnte ich natürlich gut gebrauchen - aber ich glaube weder an den Weihnachtsmann noch die goldene Ananas.
Danke schon im voraus für Eure Infos.
Sonja
Hi,
bei solchen Sachen muß man das Schreiben ganz genau durchlesen.
Bei Zahlen muß man schauen, ob da auch 'ne Währung dahintersteht. Es gab erst vor kurzem einen Fall, wo die Firma mit „Sie haben 9.999,- gewonnen“ geworben hat.
Hier war keine Währung angegeben. Die Reisenden bekamen dann irgend eine Ost-Währung im Gegenwert von ein paar DM.
Genauso verhält es sich, wenn dort steht, „Sie wurden für 2.000,- DM nominiert“. Das heißt nur, daß man die Möglichkeit hat, das Geld zu gewinnen. Das Geld wird dann halt unter allen Teilnehmern verlost.
I.d.R. bekommt man bei solchen Fahrten jedoch keine höheren DM-Beträge.
MfG
Michael
Hallo Sonja,
dieses Thema hat und wird immer wieder auch verschiedene Redaktionen und diverse Gerichte beschäftigen.
Raus kommt immer nur das eine:
Des ganze ist ein riesengroßer Nepp und nur dazu gedacht völlig überteurerte Waren an den Menschen zu bringen.
Diverse Kollegen von mir haben sich schon einige Male mit dem Thema beschäftigt.
Grundsätzlich schließe ich mich meinem Vorredner an.
Lies die Schreiben mal genau durch:
Sie wurden nominiert heisst nichts anderes als:
Sie KÖNNEN gewinnen, nicht sie HABEN.
Sie gehören zu den glücklichen Gewinnern von DM 200,00 heisst nichts anderes als:
Hundert andere haben dieses Schreiben auch erhalten und gehören auch zu den Gewinnern von DM 200,00. folglich—> die DM 200,00 werden unter allen hundert (oder sogar mehr) "Gewinnern aufgeteilt und jeder bekommt 2,00 DM.
and so on…
Selbst Versuche gerichtlich gegen die Veranstalter vorzugehen verlaufen im Sande, weil die Unternehmen durch Sub-Sub-letzendlich Briefkasten Firmen in Buxtehude aufgezogen werden, und die letzten Unternehmer niemals erreicht werden.
Oft werden Sozialhilfeempfänger mit geringen Geldbeträgen geködert um als Unternehmer zu fungieren. Bei denen haben Schadensersatzansprüche selbstverständlich wenig Aussichten auf Erfolg.
Ein Redakteur mit versteckter Kamera ist z.B. erst einmal aus dem Verkaufssaal entfernt worden, weil er bei der Verkaufsveranstaltung nicht so „mitspielte“ wie er denn als guter „Kunde“ sollte und anschließend nicht wieder zur Rückfahrt in den Bus hineingekommen.
Das Busunternehmen???----> hat auf Weisung des Veranstalters gehandelt.
Der veranstaltende Unternehmer oder Verantwortliche???-----> war nie wieder aufzufinden.
Also mein Tipp:
Ablage „P“ mit dieser Post, oder einrahmen und als Scherz betrachten wenn wieder einmal von der „gewonnenen Million“ die Rede ist.
Gruss
der Alex
Herzlichen Dank für die Info. Jetzt kann ich die beiden Einladungen mit gutem Gewissen wegwerfen, ohne das lästige „vielleicht“ und „hätte ich doch“-Gefühl im Hinterkopf.
Ihr habt mitr sehr geholfen.
Einen schönen Tag noch!
Sonja