Rechte des Kdn? Beschwerdestellen? (laenger)

Hallo zusammen!!

Ich hab eine vermutlich seltsam klingende Frage… am besten, ich fang mal an:

Ich hab vor eineinhalb Wochen meine Uhr zum Juwelier gegeben, weil ich ein neues Uhrband brauchte. Der sagte, als ich die Uhr abgegeben hab, dass es ein bis zwei Wochen dauern kann, bis sie fertig ist.

Letzten Freitag (nach einer Woche genau) war ich nochmals bei ihm, weil er an dem Tag, wo ich ihm die Uhr gebracht hatte, keine Preis wusste und auch nicht, ob das Uhrband lagernd waere. Und Freitag hab ich ihn gefragt, ob er schon mehr weiss. Natuerlich hat er auf alle meine Fragen mit „das weiss ich nicht“ geantwortet.

Als ich dann meinte, dass ich den Auftrag stornieren wollte (ich vermute mal, dass er das Uhrband bestellen musste), meinte er, dass er eben diese Band bestellt haette und ich es nehmen MUSS. Das hat mich verdutzt.

Hab ich als Kunde nicht das Recht von diesen Dingen zurueckzutreten?? Verpflichte ich mich wirklich dazu das Band zu kaufen??

Ich habe nichts unterschrieben, dummerweise nur meine Uhr selbst hinterlegt (ich dachte, damit man das Band gleich wechseln koenne) und die gibt er jetzt nicht mehr raus, bis das Band da ist. Und wenn es vier Wochen dauert.

Als ich eben dann meinte, dass ich als Kunde doch Rechte habe, meinte er „das interessiert mich nicht“.

Beim Konsumentenschutz hab ich mich auch telefonisch erkundigt, und die meinte, ich muesse ihm die Frist gewaehren (also die zwei Wochen). Werde ich auch machen, aber der Uhrmacher meint, wenn das Band bis naechsten Freitag (zwei Wochen genau) nicht da ist, muss ich halt einen Tag oder zwei warten… „da geht doch die Welt nicth unter“.

Stimmt schon, da geht die Welt nicht unter, aber der Kerl war ziemlich frech und unhoeflich und - sonst bin ich nie so!!! - jetzt geht es mir nur ums Prinzip.

Fuer den Fall, dass ich naechsten Freitag nicht die Uhr bekomme, was kann ich tun?? Ich wuerde jetzt nur ungern ruhig zusehen und ihn das machen lassen, was er glaubt zu duerfen.

Oder ist er gar im Recht und irre ich mich???

Ich finde die Art und Weise, wie man mit Kunden umgeht, einfach eine Frechheit schlechthin und moechte mich auch gerne Beschweren. Hab ich da als „kleines Raedchen“ ueberhaupt Einfluss?? Oder landet alles, was ich verfasse, nur im Rundordner??

Welche Stellen gaebe es, wo ich mich hinwenden kann?? Ich bin in Oesterreich zu hause (falls das was zur Sache tut).

Wuerde mich ueber Antworten auf meine Fagen sehr freuen. Nur um sicher zu gehen, dass ich nicht ganz spinne.

Danke im vorhin,
Babs

Hallo Babs,

ich bin zwar auch kein Profi, hier aber einfach mal meine (ganz subjektive) Meinung:

Mit der Abgabe der Uhr hast Du mit dem Uhrmacher einen Werkvertrag (bzw. Werklieferungsvertrag, wegen dem Armband) geschlossen. Jetzt kommt es auf die Konditionen an, die aber im Nachhinein, da wahrscheinlich nicht schriftlich in Auftrag gegeben, schwer nachweisbar sind (Aussage gegen Aussage).

Wenn Du beweisen kannst, dass Du vor Auftragsausführung ein Angebot haben wolltest, dann bist Du fein raus, der Uhrmacher hätte nämlich gar nicht anfangen dürfen.

Das absolute Gegenteil wäre: „reparieren Sie bitte die Uhr, koste es was es wolle“ => im Zweifelsfall hättest Du dann den Auftrag vergolden können…

Thema Lieferzeit:
Da der Liefertermin nicht eindeutig definiert wurde, mußt Du zuerst eine Frist setzen.

Da ich vermute, dass Du weder ausdrücklich gesagt hast, dass Du vor Auftragsausführung ein Angebot haben möchtest und der Liefertermin auch nicht eindeutig fixiert wurde, glaube ich, dass Dir jetzt nur noch übrigbleibt, dem Uhrmacher, wenn er mehr als eine Woche überzieht, eine Frist zu setzen und beim Preis zu hoffen, dass er nicht zu hoch ist.

Ich denke, für den Uhrmacher war das ein Kleinauftrag, der sich seiner Meinung nach nicht lohnt und eine vorherige Anfrage nach dem Preis erschien ihm zu aufwendig.

So sind sie halt, die alten Handwerker, weshalb sie bei uns (in Stuttgart) einen besch… Ruf haben (Anmerkung: ich war mal selber einer…)

Grüsse

Sven

Hi Sven!!

Danke fuer deine Antwort.

Wir hatten uns zum Glueck bei der Abgabe der Uhr geeinigt, dass ich nicht mehr als 400-500 ATS fuer das Band zahlen moechte. Er hat mir dann letzten Freitag in unserem „Streitgespraech“ (zu em es gekommen ist) dann gesagt, dass es diesen Preis nicht ueberschreitet. Und da es sich um das Original-Band handele, koenne ich es auch nicht mit der Begruendung zurueckweisen, dass es mir nicht gefalle (… da hat er wohl recht :smile: ).

Mich aergert die Sache nur. Ich mein, wenn ich nicht genau weiss, wie lang etwas dauert, dann muss ich einen Puffer einkalkulieren… und wenn ich vier Wochen sag und die Uhr ist nach zwei fertig, hat er einen super-zufriedenen Kunden. Umgekehrt ist sowas mist, find ich.

Ich finde, dass die von ihm genannten „ein bis zwei Wochen“ Frist genug fuer mich sind!

Ich denke, für den Uhrmacher war das ein Kleinauftrag, der
sich seiner Meinung nach nicht lohnt und eine vorherige
Anfrage nach dem Preis erschien ihm zu aufwendig.

Das hat er mir auch gesagt; er meinte, wenn er nur so Kunden wie mich haette, muesste er zusperren… bloss dumm, dass er zu Beginn nicht gleich gesagt hat, dass er sowas nicht macht.

So sind sie halt, die alten Handwerker, weshalb sie bei uns
(in Stuttgart) einen besch… Ruf haben (Anmerkung: ich war
mal selber einer…)

Ich merk langsam, dass in immer mehr bereichen der Kunde nicht mehr der Koenig, sondern der Dumme ist. Ich fins schade. Wo soll das enden?!?

Naja, egal.

Ich wuensch dir noch einen schoenen Abend!!

Bye,
Babs