Dringend! Mobilfunksendeanlage neben Kindergarten

Bei uns im Ort gibt es eine alte Kirche, die als solche nicht mehr benutzt wird. In ihr gibt es verschiedene kulturelle Veranstaltungen sowie die Gemeindebücherei. Finanziert wird das Ganze vom Trägerverein Alte Kirche, bei dem unser Bürgermeister Vorsitzender ist. Unmittelbar daneben befindet sich ein Kindergarten. Wie jetzt zufällig (!!) bekannt wurde, befindet sich seit kurzem eine Mobilfunksendeanlage auf dem Kirchturm, genehmigt durch den Bürgermeister (als Vorsitzender?). Natürlich springt dabei eine ordentliche Miete für den Trägerverein raus. Weder Anwohner, noch Kindergarten, noch der Gemeinderat wurde über diese Maßnahme informiert. Dass die elektromagnetische Strahlung dieser Anlagen gesundheitsschädlich ist, haben biologische Tests erwiesen, besonders in Verbindung mit Kindern. Gibt es eine rechtliche Möglichkeit, diese Anlage zum Schutz der Kinder wieder entfernen zu lassen?
Vielen Dank im Voraus für die Hilfe
MfG
Martin

Sag mal, wie…
…oft hast Du denn Deine Anfrage eigentlich ins w-w-w geknallt?

Ich habe Dir jetzt schon im Gesundheitsbrett geantwortet und im Mobilfunkbrett auf diese Antwort hingewiesen.

*ironieein*
Übrigens geben auch Computerbildschirme, Fernseher und andere Elektrogeräte Strahlen ab. Ich hoffe, daß Du solche Geräte und natürlich ganz besonders Handys nicht nutzt.
*ironieaus*

Edith

Doppelposting (Mobilfunk)
Hi Martin,

wenn du gegen eine bestimmte Anlage vorgehen willst, weil deiner Meinung nach eine Gefahr von dieser Anlage ausgeht, hier elektromagnetische Strahlung, dann mußt du diesen Vorwurf beweisen können.
Ein Hinweis auf aktuelle Diskussionen und angebliche Gutachten und Beweise, dass derartige Anlagen gefährlich seien, reicht hierfür nicht aus.
Du müßtest für diese spezielle Anlage ein entsprechendes Gutachten erstellen lassen. Die Betreiber und der Vermieter der Kirche werden sich möglicherweise mit einem Gegengutachten zur Wehr setzen. In einem angestrebten Gerichtsverfahren würde das Gericht ein Obergutachten einholen.
Du kannst dir das Kostenrisiko selbst ausmalen.
Gibt es denn bereits Erkrankungen bei den Kindern oder Mitarbeitern?

Gruß,
Francesco

Kurz:
Hallo Francesco,

Gibt es denn bereits Erkrankungen bei den Kindern oder
Mitarbeitern?

Das Problem bei der „Elektrosmogdiskussion“ ist, daß es keine Vergleichswerte bei Kranken oder Studien darüber gibt, weil es nicht erforscht ist.

Krankheiten von diesen elektromagnetischen Feldern treten auch manchmal erst viel später auf.

Ich selbst sage (als gelernter Elektroniker) auch, daß auf der Erde es schon immer elektromagnetische Strahlung gab.

Aber: Die Zunahme dieser elektromagnetischen Strahlung in dieser kurzen Zeit (ca. 40 Jahre) aufgrund der Technik (Radio, Fernsehen, Mobilfunk) hat nichts mit der elektromagnetischen Strahlung im Laufe der Evolution zu tun.

Es gibt Leute die können Nachts nicht schlafen, weil eine Steckdose neben dem Bett ist, andere Bekommen Leukämie, weil sie unter der Hochspannungleitung von 380 000 Volt leben und ganz andere machts nix aus.

Der menschliche Organismus ist aber nachgewiesenerweise nicht für die Wechselspannung geschaffen. Demnach sind also alle Magnetfelder und Statischen Felder von Wechselspannungen ab einer gewissen Stärke für den Organismus schädlich.

Nur wie gesagt: Es existieren keine Grenzwerte !!

gruß

dennis

Hi Dennis,

ich stimme in allen Punkten mit dir überein. Nur das Problem ist, dass in unserem Rechtssystem die Beweislast „ungünstig“ verteilt ist. Selbst bei einer Erkrankung oder bei einem Todesfall, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf Strahlungsschäden zurück zu führen sind, wird es kaum möglich sein, einen Beweis führen zu können, der vor Gericht stand hält.
Wäre die Beweislast umgekehrt, also müßte der Betreiber beweisen, dass von seiner Anlage keine gesundheitliche Gefahr ausgeht, würde diesem das auch nicht gelingen.
Im Sinne des Umweltschutzes müßte also lediglich in den entsprechenden Gesetzen die Beweislast umgedreht werden, dann wäre das Dilemma vom Tisch.
So, wie es jetzt geregelt ist, haben wir es.

Gruß,
Francesco

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