Tierarzt

Hallo, ich hoffe mein Beitrag ist nicht Off-Topic.

Ich habe am Freitag meine schwangere Katze zum Tierarzt gebracht, dort mussten die Jungen per Kaiserschnitt herausgeholt werden. Nach ca. 6 Stunden konnte ich wieder zum Tierarzt fahren um meine Katze zu holen. Man gab Sie mir im Korb zurück und kassierte das Geld für die Behandlung und Operation (430,00DM).
Als ich nun am nächsten Tag (nach der Nachtschicht) nach Hause kam, lag meine Katze blutend und miauend mit komplett offenem Bauch (!) auf dem Fussboden. Ich habe Sie sofort zum nächsten Tiernotdienst gebracht. Dort wurde die offene Narbe gesäubert, neu genäht usw. - jedenfalls nach der Operation kam der Schock 600 DM wollte der Notdienst in bar haben. Da ich am vorigen Tag gerade 430,00 DM beim ersten Tierarzt für den Kaiserschnitt bezahlt hatte, hatte ich natürlich keine 600 DM bei mir geschweige denn auf dem Konto. Der Tierarzt der Notaufnahme weigert sich jetzt mir meine Katze wiederzugeben und verlangt pro Tag 49,00 DM Verwahrungsgebühr.

Wer kann mir helfen bzw. weiss Rat wie ich mich jetzt verhalten soll?? Muss der erste Tierarzt die 600,00 DM für die Folgeoperation zahlen? Kann der Tiernotdienst einfach meine Katze behalten?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Moien!

Hallo, ich hoffe mein Beitrag ist nicht Off-Topic.

Naja…wenn nicht hier, wo dann sonst ;o)))

Leider merkt man erst bei so etwas ob man bei nem Tierarzt war oder nem Stümper ;o(((

Als ich nun am nächsten Tag (nach der Nachtschicht) nach Hause
kam, lag meine Katze blutend und miauend mit komplett offenem
Bauch (!) auf dem Fussboden. Ich habe Sie sofort zum nächsten
Tiernotdienst gebracht. Dort wurde die offene Narbe gesäubert,
neu genäht usw. - jedenfalls nach der Operation kam der Schock
600 DM wollte der Notdienst in bar haben. Da ich am vorigen
Tag gerade 430,00 DM beim ersten Tierarzt für den
Kaiserschnitt bezahlt hatte, hatte ich natürlich keine 600 DM
bei mir geschweige denn auf dem Konto. Der Tierarzt der
Notaufnahme weigert sich jetzt mir meine Katze wiederzugeben
und verlangt pro Tag 49,00 DM Verwahrungsgebühr.

Wer kann mir helfen bzw. weiss Rat wie ich mich jetzt
verhalten soll?? Muss der erste Tierarzt die 600,00 DM für die
Folgeoperation zahlen? Kann der Tiernotdienst einfach meine
Katze behalten?

Zur Frage 1: Du mußt die 600DM eindeutig bezahlen, da du ja den Notarzt konsultiert hast! Allerdings kannst du natürlich das Geld vom Stümper zurückverlangen. Sollte er nicht freiwillig bezahlen, dann halt auf dem Klageweg.

Zur Frage 2: Diese Vorgehensweise ist leider nicht unüblich. Leider kann ich hier nicht konkret werden, aber da Katzen meines Wissens als „Sache“ vor Gesetz gelten dürfte er damit sogar Recht bekommen, allerdings nicht mit der Höhe der Verwahrungsgebühr, die sicher zu hoch ist. Aber auch für diese müßte der Stümper meines Wissens aufkommen.

Hast du mal versucht mit denen zu reden um eine Lösung zu finden??? Ist sicher schwer, da es in meinen Augen schlichtweg Tierqüaler sind, wenn sie die Katze net herausgeben, aber versuchen kann mann es ja!

Bernd

Vielen Dank für eure Hilfe!

Hallo Bernd,

Wer kann mir helfen bzw. weiss Rat wie ich mich jetzt
verhalten soll?? Muss der erste Tierarzt die 600,00 DM für die
Folgeoperation zahlen? Kann der Tiernotdienst einfach meine
Katze behalten?

Hast du mal versucht mit denen zu reden um eine Lösung zu
finden??? Ist sicher schwer, da es in meinen Augen schlichtweg
Tierqüaler sind, wenn sie die Katze net herausgeben, aber
versuchen kann mann es ja!

ja, er ist bereit mir die Katze zu geben wenn ich wenigstens 300,00 DM anzahle, 100 DM hab ich ihm bereits am Samstag gegeben, heute werd ich nochmal versuchen die restlichen 200 DM zusammenzukratzen.

Ist es eigentlich vom Status her das selbe, (Katze = Sache vor Gericht) wenn ich meinen Wagen in eine Werkstatt bringe, losfahre, stehenbleibe und eine Fremdfirma mir den Wagen reparieren muss, weil die Werkstatt gepfuscht hat??

Trotzdem schonmal Danke für deine Hilfe!

Bernd

Vielen Dank für eure Hilfe!

Moien

ja, er ist bereit mir die Katze zu geben wenn ich wenigstens
300,00 DM anzahle, 100 DM hab ich ihm bereits am Samstag
gegeben, heute werd ich nochmal versuchen die restlichen 200
DM zusammenzukratzen.

Das ist ja schonmal das Wichtigste und dann würde ich mal beim Stümper anrufen und ihn auffordern sich der Sache anzunehmen! Dann setz ein Schreiben auf mit Erklärung des Sachverhaltes und setze ihm eine Frist von 14 Tagen das Geld zu bezahlen! Da Ärzte versichert sind ist es durchaus realistisch , das der Arzt dafür sorgt, daß du dein Geld ohne Aufwand bekommst!

Ist es eigentlich vom Status her das selbe, (Katze = Sache vor
Gericht) wenn ich meinen Wagen in eine Werkstatt bringe,
losfahre, stehenbleibe und eine Fremdfirma mir den Wagen
reparieren muss, weil die Werkstatt gepfuscht hat??

Im Prinzip ja, wobei ich halt nicht weiß, welche Tiere als „Sache“ gelten und welche net, aber soweit ich weiß Hunde und Katzen schon. Hier ist die Sache allerdings „leichter“ als beim Auto, denn da die OP-Narbe aufgebrochen war dürfte der Arzt es schwer haben sich „rauszureden“.

Bernd

Hallo,

mit dem Einfordern der Kosten vom ersten Arzt wäre ích vorsichtig. Kannst Du ihm denn glaubhaft machen, das die Wunde von selber aufgerissen ist? Es könnte die Frage aufgeworfen werden, ob sich die Katze die Wunde nicht selber hätte zufügen können, da sie den ganzen Tag allein und unbeaufsichtigt war.

Gruß
roland

Um eine mehrfach vernähte Wunde (sowohl innerlich als auch äußerlich) aufzureissen, bedarf es schon entweder ziemlich roher gewalt oder einer ausdauernd an den fäden knabbernden katze.
ich befürchte eher, dass der fehler bei dir liegt, ein frisch operiertes tier lässt man nicht solange allein. was ist denn eigentlich mit den jungen in der zeit gewesen? waren sie bei der mutter und haben sie an den zitzen gesaugt? oder waren sie ohne mutter mehr als acht stunden allein??
es steht mir wirklich nicht zu, dir vorwürfe zu machen, aber ich wäre sehr vorsichtig damit, geld vom erstbehandelnden tierarzt zurück zu fordern. der schuss könnte schnell nach hinten losgehen.
was das „einbehalten“ des tieres angeht, hilft dir wohl nur der weg des gespräches. erkläre deine situation und leiste eine anzahlung. ein gewissenhafter tierarzt müsste dann eigentlich mit sich reden lassen.

grüsse
malte

Um eine mehrfach vernähte Wunde (sowohl innerlich als auch
äußerlich) aufzureissen, bedarf es schon entweder ziemlich
roher gewalt oder einer ausdauernd an den fäden knabbernden
katze.

… richtig. Der Tierarzt gab mir die Katze mit einem Stück Mull auf den Bauch geklebt mit. Laut späterer Aussage des Tierarztes „hätte das normalerweise reichen müssen“.

ich befürchte eher, dass der fehler bei dir liegt, ein frisch
operiertes tier lässt man nicht solange allein. was ist denn
eigentlich mit den jungen in der zeit gewesen? waren sie bei
der mutter und haben sie an den zitzen gesaugt? oder waren sie
ohne mutter mehr als acht stunden allein??

nach dem Kaiserschnitt, nahm meine Katze die Jungen nicht an.
Der Tierarzt schlug mir vor die Kleinen mit der Flasche aufzuziehen, was aber nicht ging da ich Schicht arbeite.
Deshalb schlug der Tierarzt vor die Kleinen einer Amme zu geben, dort werden sie jetzt gesäugt.

es steht mir wirklich nicht zu, dir vorwürfe zu machen, aber
ich wäre sehr vorsichtig damit, geld vom erstbehandelnden
tierarzt zurück zu fordern. der schuss könnte schnell nach
hinten losgehen.

Der Tierarzt hätte mich doch über die Risiken aufklären müssen oder nicht. Ich habe die Katze zürückbekommen ohne irgendwelche Hinweise (wann füttern, wie anfassen, worauf achten …), ausserdem hat die Tierklinik wo ich meine Katze dann hinbrachte einen „Kragen“ für die Katze angelegt damit diese sich nicht die Wunde aufknabbert, das hätte wohl auch nach der ersten OP schlimmeres verhindert.
Wenn mir der erste Tierarzt so etwas wenigstens vorgeschlagen hätte, wäre ja wohl die Folge nicht entstanden.

was das „einbehalten“ des tieres angeht, hilft dir wohl nur
der weg des gespräches. erkläre deine situation und leiste
eine anzahlung. ein gewissenhafter tierarzt müsste dann
eigentlich mit sich reden lassen.

ist richtig, ich kann die Katze dort heute abholen

Grüße

Mario

Hi,

mit dem Einfordern der Kosten vom ersten Arzt wäre ích
vorsichtig. Kannst Du ihm denn glaubhaft machen, das die Wunde
von selber aufgerissen ist? Es könnte die Frage aufgeworfen
werden, ob sich die Katze die Wunde nicht selber hätte zufügen
können, da sie den ganzen Tag allein und unbeaufsichtigt war.

Der Tierarzt der Tierklinik (Folgeoperation) bestätigte das die Katze sich die Wunde aufgeknabbert hat. Er legte der Katze auch einen „Kragen“ an damit sie nicht an die Wunde kommt. Auch bekam ich dort ein Merkblatt und eine ausführliche Beratung wie ich mich nach der Operation verhalte und was ich beachten muss. Nach der ersten OP bekam ich die Katze zurück ohne irgendwelche Hinweise auf was ich achten muss. Die Katze hatte lediglich einen aufgeklebten Mullstreifen auf dem Bauch. Ausserdem wusste der Tierarzt das ich Nachtschicht habe. Deshalb wurden ja die Jungen an eine Amme gegeben (meine Katze nahm die Jungen nicht an).

Ich denke wenn der erste Tierarzt mich beraten hätte bzw. der Katze auch so einen „Kragen“ angelegt hätte, wäre die Sache mit dem offenen Bauch dem Tier erspart geblieben. Oder was meinst du?

Grüße

Mario

Hallo Mario,

ich denke, der erste Tierarzt hat sehr oberflächlich, um nicht zu sagen falsch, gehandelt.

Allerdings hast du scheinbar auch nicht nachgedacht…es ist doch wohl jedem bekannt, dass Tiere an ihren Wunden herumlecken, knabbern usw.

Mir ist es ehrlich gesagt absolut unverständlich, wie man (s)eine frisch operierte Katze solange alleine lassen kann…ohne irgendeinen Schutz !

Vermutlich wirst du mit einer Klage gegen den Tierarzt keinen Erfolg haben…nachher steht u.U. doch nur Aussage gegen Aussage. Du behauptest, der Tierarzt hätte dich nicht aufgeklärt, er behauptet das Gegenteil - und dann ?

Abgesehen davon könnte man dir, durchaus berechtigt, den Vorwurf machen, dich nicht um deine Katze gekümmert zu haben.

Würdest du dein Baby nach einer OP auch alleine und unbeaufsichtigt sich selbst überlassen, wenn auch nur für eine Stunde ?

Ich finde dein Verhalten ohne Worte…vielleicht solltest du dir überlegen, warum du überhaupt eine Katze hast und welchen Wert dieses Tier für dich hat.

Gruß,
Vanessa

1 „Gefällt mir“

Hallo Vanessa,

Ich finde dein Verhalten ohne Worte…vielleicht solltest du
dir überlegen, warum du überhaupt eine Katze hast und welchen
Wert dieses Tier für dich hat.

mmmhhh, sollte ich, weil ich einen Job habe meine Katze ins Tierheim geben oder wie? Hat die Katze keinen Wert für mich, da ich sie zum Tierarzt brachte, weil sie Ihre Jungen nicht selber bekam? Kann ich als Nicht-Arzt meinem Tierarzt nicht soweit vertrauen, das er mir die Katze nach so einer schwierigen OP nach Hause gibt und ich vermute alles ist soweit OK? (der Tierarzt wusste das ich Nachtschicht habe)

Denk Du mal drüber nach.

Grüße

Mario

1 „Gefällt mir“

Hallo Mario

mmmhhh, sollte ich, weil ich einen Job habe meine Katze ins
Tierheim geben oder wie?

Dieses ist Denken in schwarz-weiß…es gibt Alternativen.

Hat die Katze keinen Wert für mich,
da ich sie zum Tierarzt brachte, weil sie Ihre Jungen nicht
selber bekam?

Bis hierher verstehe ich deine Argumentation irgendwie nicht so recht.

Kann ich als Nicht-Arzt meinem Tierarzt nicht
soweit vertrauen, das er mir die Katze nach so einer
schwierigen OP nach Hause gibt und ich vermute alles ist
soweit OK? (der Tierarzt wusste das ich Nachtschicht habe)

Es war ja sicher soweit alles auch ok…deine Katze hat die Wunde selber aufgeknabbert…das wäre in deiner Anwesenheit sicher nicht passiert, jedenfalls nicht in dem Ausmaße.
Ich setze bei jedem Menschen einen gewissen normalen Menschenverstand voraus.
Dieser sagt doch wohl ganz klar, dass eine frisch operierte Katze nicht eine ganze Nacht alleine sein kann/soll/darf.

Denk Du mal drüber nach.

Ich habe darüber nachgedacht und kann deine Argumente so nicht annehmen.
Du hättest dir frei nehmen können, hättest einen Freund/eine Freundin bitten können, über Nacht bei der Katze zu sein etc pp.

Ich finde dein Verhalten mal mindestens genauso oberflächlich wie das deines Tirarztes.

Sich hinzustellen und irgendeinen Schuldigen zu suchen ist für viele Menschen einfach, obwohl es enorme Energie erfordert.
Sich selber auch mal einen Fehler einzugestehen ist oft schwerer, erfordert aber weniger Energie und läßt einen menschlicher, kompetenter erscheinen.

In diesem Sinne,
Vanessa
P.S. Wie geht es deiner Katze inzwischen denn eigentlich ?

Hallo Vanessa,

Es war ja sicher soweit alles auch ok…deine Katze hat die
Wunde selber aufgeknabbert…das wäre in deiner Anwesenheit
sicher nicht passiert, jedenfalls nicht in dem Ausmaße.

es wäre 100% nicht passiert wenn sie z.B. einen Kragen gehabt hätte oder der Tierarzt vorgeschlagen hätte die Katze noch zu beaufsichtigen.

Ich setze bei jedem Menschen einen gewissen normalen
Menschenverstand voraus.
Dieser sagt doch wohl ganz klar, dass eine frisch operierte
Katze nicht eine ganze Nacht alleine sein kann/soll/darf.

sag das mal meinem Tierarzt!!

Natürlich braucht die Katze gerade nach einer OP das Herrchen/Frauchen (Schmerzen, Narkose,Verwirrung), aber ich hatte nun mal kein Frei bekommen und muss mich doch dann auf den Tierarzt verlassen können.

Du hättest dir frei nehmen können, hättest einen Freund/eine
Freundin bitten können, über Nacht bei der Katze zu sein etc

hätte ich auch gemacht, aber da ich gerade vor 4 Wochen nach Hamburg gezogen bin, habe ich noch keine so *vertrauten* Freunde oder Kollegen.

P.S. Wie geht es deiner Katze inzwischen denn eigentlich ?

Hat jetzt zwar den schützenden Kragen um, aber sonst gehts Ihr wieder gut

Grüße

Mario

Hallo Mario,

ich verfolge diese Beitrag jetz auch schon von Anfang an, und habe versucht, ähnliche Gerichtsentscheidungen zu finden. Gefunden habe ich aber leider kaum etwas.

Allerdings solltest Du wissen, daß Veträge die mit Ärzten abgeschlossen werden, immmer nur eine Leistung und nie einen Erfolg zum Gegenstand haben. Du hast somit keinen direkten vertraglichen Anspruch gegen den Arzt, falls er wirklich einen Fehler gemacht haben sollte, weil er Dir nur die reine Tätigkeit geschuldet hat.
Es gibt höchstens eine Haftung aus einer Schlechtlietung (pVV), alerdings ist ein solcher Beweis genau so schwierg zu erbringen.

Auf jeden Fall würde ich aber sagen, daß Dich ein überaus großes Maß an Mitverschulden gem. § 254 BGB trifft, so daß sich für Dich eine Klage auf Kostenerstattung wahrscheinlich kaum lohnen wird. Du hast schließlich nicht das mindeste dafür getan, um so etwas zu verhindern. Die gegnerische Seite und wahrscheinlicher auch der Richter würden Dir bestimmt vorwerfen, daß Du die Katze allein gelassen hast und sie dann nicht einmal in einen Käfig gesperrt hast, so daß sie weiterhin herumspringen konnte.

MfG
Tim Treude
http://www.tim-treude.de

Hi again

es wäre 100% nicht passiert wenn sie z.B. einen Kragen gehabt
hätte oder der Tierarzt vorgeschlagen hätte die Katze noch zu
beaufsichtigen.

Richtig, Mario…aber mal im Ernst : Kannst du denn nicht selber soweit denken ?
Ich will dir keinesfalls zu nahe treten, aber hier hast du m.E. schlichtweg falsch gehandelt.

Ich setze bei jedem Menschen einen gewissen normalen
Menschenverstand voraus.
Dieser sagt doch wohl ganz klar, dass eine frisch operierte
Katze nicht eine ganze Nacht alleine sein kann/soll/darf.

sag das mal meinem Tierarzt!!

Ob der Tierarzt, genau wie ich, vielleicht davon ausgeht, dass andere mitdenken und evtl. Fragen stellen ?!

Natürlich braucht die Katze gerade nach einer OP das
Herrchen/Frauchen (Schmerzen, Narkose,Verwirrung), aber ich
hatte nun mal kein Frei bekommen und muss mich doch dann auf
den Tierarzt verlassen können.

Hat der Tierarzt denn explizit gesagt, du könntest ohne weiteres die ganze Nacht wegbleiben und es könnte nichts passieren ?
Das glaube ich nicht, Mario.

Du hättest dir frei nehmen können, hättest einen Freund/eine
Freundin bitten können, über Nacht bei der Katze zu sein etc

hätte ich auch gemacht, aber da ich gerade vor 4 Wochen nach
Hamburg gezogen bin, habe ich noch keine so *vertrauten*
Freunde oder Kollegen.

Ok…dann hättest du eben darauf bestehen müßen, einen Urlaubstag zu bekommen.
Im Überigen weißt du doch sicher auch, dass Tiere nach einer OP oder bei einer Verletzung einen Trichter umbekommen.
Dafür hättest du sorgen müßen und gut.

P.S. Wie geht es deiner Katze inzwischen denn eigentlich ?

Hat jetzt zwar den schützenden Kragen um, aber sonst gehts Ihr
wieder gut

Na, dann bin ich ja froh !

Mario, du willst dich hier aus deiner Verantwortung stehlen.
Du kannst nicht für alles einen Schuldigen suchen und dich selber außen vor lassen.

Das alles ist dumm gelaufen, aber die Leidtragende ist vor allem mal deine Katze !

Viele Grüße,
Vanessa

Hallo Tim,

Danke erstmal für deine Mühe, ich habe deinen Artikel mit grossem Interesse gelesen.

Zwischenzeitlich habe ich die Sache jetzt meinem Anwalt übergeben. Ausserdem war ich beim ersten Tierarzt und hab Ihn zur Rede gestellt und er gab zu es versäumt zu haben mich über die (Folge-)Risiken der OP aufzuklären. Er meinte das Katzen *seiner Meinung nach* soetwas sehr selten tun (Narbe aufknabbern). Auch hielt er es für angemessen mir die Katze in diesem zustand mit nach Haus zu geben obwohl er von meiner Schichtarbeit wusste.
Ich denke das man einem ausgebildeten Tierarzt das ersteinmal glaubt, oder?

Du hast schließlich nicht das mindeste dafür
getan, um so etwas zu verhindern. Die gegnerische Seite und
wahrscheinlicher auch der Richter würden Dir bestimmt
vorwerfen, daß Du die Katze allein gelassen hast und sie dann
nicht einmal in einen Käfig gesperrt hast, so daß sie
weiterhin herumspringen konnte.

was soll das bringen Sie in einen Käfig zu sperren, meinst du dort können Katzen nicht *herumknabbern*???
Ausserdem hätte der Tierarzt dann darauf hinweisen sollen „Passen Sie auf das die Katze … bla“ (beim 2. Tierarzt bekam ich sofort Broschüren und ausführliche Beratung, ausserdem erhielt die Katze dort den Kragen)

Vielen Dank für deine Hilfe

Mario

das Einsperren hätte in jedem Fall dazu beigetargem, daß die Katze nicht noch in der Wohnung herumspringen konnte und somit die Wunde/Narbe schonen konnte. Denn man kann ihr ja auch nicht einfach mal sagen, sie solle sich im Hinblick auf die schnelle Genesung die nächsten Tage mal nicht so sehr viel bewegen.

Nur mit serh viel Glück sagt der erste Arzt auch dasselbe vor Gericht aus, was er Dir das letzte mal erzhält hat. Wäre ich jedoch sein Anwalt, würde ich ihm ganz stark davon anraten, denn dann könnte man sich den Rechtsstreit auch ersparen.

Entweder er zahlt Dir auch so das Geld zurück oder Du siehst es nie. Denn beweisen kannst Du ihm seine Fehler doch nicht. Und vor Gericht zuzugeben, daß er seine Arbeit nicht ganz korrekt gemacht hat und Dich darüber hinaus auch nicht einmal aufgeklärt hat, das wird er doch nicht tun, oder?

MfG
Tim Treude
http://www.tim-treude.de

Hallo Vanessa,

ich glaube, Du solltest ein wenig auf den Teppich zurückkehren.

Ich habe zwar selbst kein Haustier, aber viele Freunde und Bekannte haben eines. Meiner Meinung nach zeugt es durchaus von viel Verantwortung, diese erheblichen Kosten für die Katze aufzubringen, ich würde Deine Vorwürfe nachvollziehen können, wenn sie einfach eingeschläfert worden wäre. Andere hätten sich eine neue Katze gekauft (um nicht missverstanden zu werden: das ist nicht meine Haltung, nur meine Erfahrung dazu).
Eine kurze Umfrage unter den Tierbesitzern ergab:
Keiner(!) wusste, das die Viechter eine Halskrause bekommen,
80% hätten sich auf den Tierarzt verlassen, der muss auf die Risiken hinweisen.
Fast alle meinen, spätestens wenn der Tierarzt weiss, das eine Nachtschicht angesagt ist, muss er darauf hinweisen, das dies ungünstig ist.

Also, denk vielleicht mal drüber nach, das nicht jeder in der Lage ist, sein Leben komplett auf die Katze einzustellen, auch wenn es in dem Fall vielleicht nötig gewesen wäre. „Da hättest Du eben freinehmen müssen“ halte ich schon fast für zynisch. Es gibt Arbeitgeber, da kannst Du dann das wiederkommen einsparen - ob das der Katze dann zu gute käme, wage ich zu bezweifeln - vom Halter ganz abgesehen. Zumal Mario noch in der Probezeit sein dürfte, wenn er erst kurz am Orte ist.

Gruß,
Micha

3 „Gefällt mir“

Ich denke wenn der erste Tierarzt mich beraten hätte bzw. der
Katze auch so einen „Kragen“ angelegt hätte, wäre die Sache
mit dem offenen Bauch dem Tier erspart geblieben. Oder was
meinst du?

Hi Mario,

ich denke, wenn sich einer diese Katze angeschafft hätte, der sich ein bisschen mit Tieren auskennt, wäre die Sache dem Tier auch erspart geblieben. Sich ein Tier zulegen und zu denken, die anderen regeln das alles schon für mich, halte ich für ziemlich daneben. Wie bereits gesagt wurde, kann ein Arzt von einem Tierhalter erwarten, wenigstens über die fundamentalen Dinge Bescheid zu wissen, wenigstens diese Dinge, die einem der normale Menschenverstand schon sagen müssten.
Die Hündin eines Freundes von mir war trächtig. Er fragte mich, ob er frei bekommt, wenn sie geworfen hat. An diesem Tag rief er mich an, das war gar kein Thema. Ich denke, man kan kann für so einen Tag auch vorsorgen.
Nichts für ungut, aber ich bin da ziemlich verständnislos.

Gruß
roland

3 „Gefällt mir“

Hi Jaku,

wenn man nicht in der Lage ist sich um ein Tier zu kümmern, darf man sich keins anschaffen.
Was macht er denn, wenn das Tier krank wird und es kurz vor Arbeitsbeginn ist? Lässt er es dann verrecken, weil er ja schliesslich in der Probezeit ist?
Es gibt eben Momente, wo man für sein Tier da sein muß, wenn man das nicht kann oder will, lässt man die Finger davon. So ein Tier braucht nämlich genausoviel Pflege und Fürsorge wie ein Baby und das überlegt man sich auch gut, oder nicht?
Deine Beispiele, was manche mit diesem Tier gemacht hätten, halte ich für nonsens. Ich gehe davon aus, das er ein Tierfreund ist und diese Menschen eben nicht.
Übrigens, ohne Experte für Tiere zu sein, weiß ich was eine Halskrause ist und wofür die da sind.

Gruß
roland

1 „Gefällt mir“

Hallo Roland,

wenn man nicht in der Lage ist sich um ein Tier zu kümmern,
darf man sich keins anschaffen.

wenn Du ständige Verfügbarkeit (im Sinne von sich ständig um das Tier kümmern können) dafür voraussetzt, sind 95% aller Haustiere arm dran…
Wie gesagt, ich selbst habe genau aus diesem Grund keines, aber ich halte es für überzogen, dies zur Regel zu machen.

Was macht er denn, wenn das Tier krank wird und es kurz vor
Arbeitsbeginn ist? Lässt er es dann verrecken, weil er ja
schliesslich in der Probezeit ist?

Man kann für alles Situationen finden, die so überspitzt natürlich keiner mit ja beantworten kann. Aber in diesem Fall: man bringt das Tier zum Tierarzt und lässt es dort.
Ersteres hat er ja auch gemacht. Der Tierarzt wusste von der Nachtschicht und ist weder auf die Halskrause gekommen, noch darauf, das das Tier besser in der Praxis aufgehoben wäre - und dann wird dem Laien vorgeworfen, das er es nicht besser wusste?
Das ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar, mehr wollte ich nicht sagen.

Es gibt eben Momente, wo man für sein Tier da sein muß, wenn
man das nicht kann oder will, lässt man die Finger davon. So
ein Tier braucht nämlich genausoviel Pflege und Fürsorge wie
ein Baby und das überlegt man sich auch gut, oder nicht?
Deine Beispiele, was manche mit diesem Tier gemacht hätten,
halte ich für nonsens. Ich gehe davon aus, das er ein
Tierfreund ist und diese Menschen eben nicht.

Es war zugegeben überspitzt dargestellt, und bei Vabe (der dieser Artikel galt) hatte ich eben das Gefühl, das sie Deine im letzten Satz gemachte Aussage eben nicht teilt.

Übrigens, ohne Experte für Tiere zu sein, weiß ich was eine
Halskrause ist und wofür die da sind.

Ich wusste es auch nicht, vielleicht solltest Du mal bei Mister Jauch antreten :wink:))

Gruß
Micha

P.S. da wir uns von „Recht“ doch recht weit entfernen, wer antworten möchte, bitte hier oder per Mail, ich antworte gegebenenfalls dann per Mail