41 km/h zu schnell auf BAB, Anwalt ja oder nein?

Hi zusammen,

ich wurde vor kurzem nachts auf der Autobahn in einer 120er Zone
(keine Baustelle o.ä.) mittels Radar-Pistole nach Abzug der Toleranz mit 41 km/h zu schnell gestoppt und sehe mich also einem Fahrverbot von 4 Wochen gegenüber.
Da diese 41 km/h exakt den Wert darstellen, ab dem auf Autobahnen ein Fahrverbot ausgesprochen wird, würde ich gerne wissen, ob es sich lohnt, hier einen Anwalt einzuschalten, um das Fahrverbot abzuwenden. Punkte und Bußgeld sind nicht meine Sorge - wohl aber das Fahrverbot.

Weiß jemand dazu etwas?

Hi Alleine :smile:,

ich wurde vor kurzem nachts auf der Autobahn in einer 120er
Zone
(keine Baustelle o.ä.) mittels Radar-Pistole nach Abzug der
Toleranz mit 41 km/h zu schnell gestoppt und sehe mich also
einem Fahrverbot von 4 Wochen gegenüber.

Das war aber ganz schön heftig schnell *moralisch den Finger hebend*

Da diese 41 km/h exakt den Wert darstellen, ab dem auf
Autobahnen ein Fahrverbot ausgesprochen wird, würde ich gerne
wissen, ob es sich lohnt, hier einen Anwalt einzuschalten, um
das Fahrverbot abzuwenden. Punkte und Bußgeld sind nicht meine
Sorge - wohl aber das Fahrverbot.

Weiß jemand dazu etwas?

Ich sag´s gleich: Ich bin kein Experte bei solchen Dingen. Da ich mich aber kürzlich selbst hab erwischen lassen *knirsch* mußte ich mich darüber schlau machen. Ich war zwar nicht ganz so fix wie Du unterwegs, aber das ist ja hier egal.

Wenn Du sagst, nach Abzug der Toleranz sind´s noch 41 drüber, dann nützt Dir meiner Meinung nach auch kein Anwalt mehr was. Das bedeutet ja, das man Dich mit knapp 46 (3% mehr=166km/h ) drüber abgeschossen hat. Das einzige, was ein Anwalt noch prüfen könnte, wäre, was für ein Gerät eingesetzt wurde und ob die Toleranz richtig angesetzt worden ist. Bei Geschwindigkeiten über 100 soll nämlich eigentlich die Toleranz mit 3% berücksichtigt werden, bei Geschwindigkeiten unter 100 sollen 3 km/h als Toleranz abgezogen werden. Wenn man Dir jetzt nur 3 km/h abgezogen hat, dann könntest Du eventuell Glück haben. Andererseits heißt es auch, das die Festlegung der Toleranzregel dem jeweiligen Richter obliegt. Und vor Gericht und auf hoher See ist man bekanntlich in Gottes Hand…

Ich würde sagen, schlucke lieber das Fahrverbot, dann hast Du´s hinter Dir. Ich kann mir nicht vorstellen, das man bei der Berechnung der Toleranz einen Fahler gemacht oder vielleicht ein nicht geeichtes Gerät genutzt hat. Die Herrschaften in Grün wissen nämlich auch, das ihre Abzocke dann auf Wackligen Füßen stünde.

Also: Augen zu und durch.

So long.

Der Dicke MD.
*der übrigens vom letzten Mal keine Post bekommen hat und bei dem´s jetzt verjährt ist*

Tach auch,

ich wurde vor kurzem nachts auf der Autobahn in einer 120er
Zone
(keine Baustelle o.ä.) mittels Radar-Pistole nach Abzug der
Toleranz mit 41 km/h zu schnell gestoppt und sehe mich also
einem Fahrverbot von 4 Wochen gegenüber.

Vollkommen richtig und mE auch gerecht.
Wer tief fliegt…

Da diese 41 km/h exakt den Wert darstellen, ab dem auf
Autobahnen ein Fahrverbot ausgesprochen wird, würde ich gerne
wissen, ob es sich lohnt, hier einen Anwalt einzuschalten, um
das Fahrverbot abzuwenden. Punkte und Bußgeld sind nicht meine
Sorge - wohl aber das Fahrverbot.

Warum einen Anwalt? In dem Verfahren bei der Bußgeldstelle kannst du doch erst einmal selbst dein Glück versuchen.
Schreibe der Behörde alle Gründe, die ein Fahrverbot für dich zur besonderen Härte machen (Beruf - Kündigung droht etc., muss jedoch richtig und nachweisbar sein.)
Dann erkläre noch, dass du evtl. mit einer höheren Geldbuße einverstanden bist.
Viele Stellen lassen sich darauf ein, wenn es dein erster (Geschwindigkeit-)verstoß ist.
Vielleicht kannst du vorher mit dem Sachbearbeiter oder so reden.
Setze die „Armer Sünder“-Mine auf :wink: und erkläre, dass du es nie wieder tun willst :wink:

Wenn die Behörde nicht darauf eingeht - Einspruch einlegen und dann einen Anwalt einschalten.

Ach ja: Ein Fahrverbot kann, bei einem Erstverstoß, innerhalb von sechs Monaten nach Rechtskraft des Bescheides „angetreten“ werden.

Gruß
HaWeThie

(*denzeigefingerzumdudududuerhebend*)

oh, gegen die Bestrafung im Allgemeinen hab ich nichts einzuwenden. Ich sehe das schon so, daß diese Bestrafung schon ihre Daseinsberechtigung hat. Aber das Fahrverbot ist nunmal kein wirklicher erzieherischer Effekt - zumindest nicht in meinen Augen, im Gegenteil, das wirkt sich dann eher negativ aus wenn man „endlich wieder“ fahren darf…

Es ist aber in der Tat so, daß es mein erster Verstoß dieser Art ist, mal von kleineren Vergehen, die keine Punkte oder Fahrverbote einbrachten, abgesehen.
Gute Idee das mit dem Sachbearbeiter. Muß ich gleich mal auf dem Bußgeldbescheid schauen, wer das is.
Ich hätt sogar nichts dagegen, trotz leicht angespannter finanzieller Situation, doppeltes Bußgeld zu zahlen oder so.
Dummerweise bin ich auf das Auto im rechtlichen Sinn nicht angewiesen, zumindest nicht in dem Maß, daß es nur deswegen schon eine Abwandlung rechtfertigen würde.

Aber das Fahrverbot ist nunmal
kein wirklicher erzieherischer Effekt -

Wie man an Deinem Posting sieht, ist es wohl die bestmögliche Methode!
Wäre es o.k. , wenn die Geschwindigkeit durch den Geldbeutel geht???
Ayla, wenig Verständnis für Heizer!

Nein, das würde mich sogar noch härter treffen, da ich gerade einen finanziellen Engpass habe, weil ich vor kurzem umgezogen bin. Letztlich hat das Fahrverbot keinen Effekt, ich hatte vor etwa 10 Jahren mal eines wegen Roter Ampel in der Probezeit. Du glaubst doch nicht, daß ich mein Auto da habe stehen lassen? Einzig längere Strecken habe ich gemieden.

Und es gibt einen Unterschied zwischen Heizer, der ständig zu schnell fährt und Leuten, die mitten in der Nacht, bei freier Strecke und ohne großartigen Verkehr nicht einsehen, weshalb sie auf schnurgerader Autobahn dahinzockeln sollen, bloss weil irgendein Verkehrstrottel da mal ein Schild hingebaut hat, dessen Sinn danach kaum mehr überprüft wird, was ja zu dem netten Schilderwald führt den wir in der BRD haben…

Anyway, ich hab schon beschlossen, nichts zu tun, den Lappen abzugeben und gleich wieder zu beantragen und einfach in den 4 Wochen längere Strecken zu meiden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

meide lieber auch kurze strecken
Anfang gesnipt

Anyway, ich hab schon beschlossen, nichts zu tun, den Lappen
abzugeben und gleich wieder zu beantragen und einfach in den 4
Wochen längere Strecken zu meiden.

Hallo,
das Fahrverbot hatte für dich anscheinend wirklich keinen Effekt außer dem Ärgernis keine längere Strecken fahren zu können.
Ich rate Dir ganz dringend davon ab auch nur einmal während dieser Zeit zu fahren. Du riskierst nicht nur Deinen Führerschein insgesamt ( MPU…), sonder auch den Wegfall des Versicherungsschutzes.
Es gibt doch z. Glück die Möglichkeit das Fahrverbot zu schieben und in 4 Monaten kannst du es doch sicher einrichten 4 wochen zu Fuß zu gehen.

Viel Glück.
Harry

Hallo,
das Fahrverbot hatte für dich anscheinend wirklich keinen
Effekt außer dem Ärgernis keine längere Strecken fahren zu
können.

Korrekt… Fahrvrbote machen für mich null Sinn, weil man a) so selten kontrolliert wird, daß da nicht wirklich ne Gefahr besteht, in ne Kontrolle zu geraten… und b) man ja auch nicht alle Tage nen Unfall hat, mein einziger Unfall in 10 Jahren liegt 6 Jahre zurück, war nicht mit meinem Auto und nicht meine Schuld *g* mit meinem eigenen Wagen hatte ich eh nie nen Unfall…

Ich rate Dir ganz dringend davon ab auch nur einmal während
dieser Zeit zu fahren. Du riskierst nicht nur Deinen
Führerschein insgesamt ( MPU…), sonder auch den Wegfall des
Versicherungsschutzes.

Das ist mir klar, ich hatte mal ganz am Ende der Probezeit den Lappen weg wegen 2,9 Sek. Rotphase nachts um 3:30 im Niemandsland…

Es gibt doch z. Glück die Möglichkeit das Fahrverbot zu
schieben und in 4 Monaten kannst du es doch sicher einrichten
4 wochen zu Fuß zu gehen.

eher nicht… aber was soll’s - shit happens

In diesem Sinne,

MW

Korrekt… Fahrvrbote machen für mich null Sinn, weil man a)
so selten kontrolliert wird, daß da nicht wirklich ne Gefahr
besteht, in ne Kontrolle zu geraten… und b) man ja auch
nicht alle Tage nen Unfall hat, mein einziger Unfall in 10
Jahren liegt 6 Jahre zurück, war nicht mit meinem Auto und
nicht meine Schuld *g* mit meinem eigenen Wagen hatte ich eh
nie nen Unfall…

Na, du weißt ja, der Teufel ist ein Einhörnchen.
Aus der Erfahrung kann ich Dir mitteilen, daß es sehr oft genau während dieser Zeit zu Unfällen kommt. Keiner rechnet damit, aber verhindern kannst du das nicht.
Zu diesen Sachen kommt meist noch, daß die Betroffenen anschließend überreagieren, weil Sie wissen, daß Sie ohne Führerschein unterwegs sind (Unfallflucht).
Hoffentlich passiert nichts. Aber jammer hinter her nicht, wenn es denn passiert ist.

Kopfschüttelnd
Harry